Dormitz
Gemeinderat

Sanierung der Nepomukbrücke Dormitz beginnt am 1. Oktober - Sperrungen folgen

Die Sanierung der Nepomukbrücke in Dormitz steht an. Beginn soll am 1. Oktober sein. Eine Vollsperrung der Straße ist nicht zu vermeiden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Nepomukbrücke in Dormitz Foto: Petra Malbrich
Die Nepomukbrücke in Dormitz Foto: Petra Malbrich
+2 Bilder

In diesem und auch im nächsten Jahr wird es wohl für drei bis vier Monate eine Vollsperrung für den Verkehr in der Sebalder Straße geben. Das lässt sich nicht vermeiden. Grund ist die Sanierung der Nepomukbrücke und der Neubau der Gehwegbrücke. Um Fristen für Förderungen einhalten zu können, wurde während der Ferienzeit eine Sitzung einberufen. "Wir haben uns viel und lang mit dem Thema Brückensanierung beschäftigt und alles, was vorstellbar ist, im Sachverhalt behandelt", sagte Bürgermeister Holger Bezold (FW).

Drei Angebote gingen ein

Vor kurzem fand die Ausschreibung statt und eine Submission hat am 14. August im Rathaus stattgefunden. Elf Firmen waren eingeladen, ein Angebot abzugeben. Drei Angebote gingen letztlich ein, die vom zuständigen Ingenieurbüro geprüft wurden. Das wirtschaftlichste Angebot ging von der Firma "Antritt-Bau" ein. "Wir wussten von den hohen Kosten von Anfang an. Es ist aber alles dabei", sagte der Bürgermeister und zählte die erhaltenen Leistungen auf: von der Gehwegbrücke angefangen bis zur Sanierung der Sandsteinbrücke, sowohl statische als auch optische Sanierung, Tiefenfundamente sowie Nebenarbeiten wie die Umleitung des Gewässers. Mit 515.600 Euro bezifferte Bezold die Baukosten. Ein anderes Angebot wäre weit über 100.000 Euro teurer gekommen.

Gehwegbrücke wird abgerissen

"Ab 1. Oktober sollen die Bauarbeiten beginnen", betonte Bezold. In der ersten Bauphase wird die Gehwegbrücke abgerissen, die neue Brücke installiert. Die Versorgungsleitungen müssen verlegt werden, damit im Frühjahr mit der Sanierung der Autobrücke begonnen werden könne. Zwei Vollsperrungen - eine 2018 und eine 2019 - seien deshalb notwendig. Mit den zuständigen Behörden wurden die Umleitungen bereits abgesprochen, informierte der Bürgermeister, wohlwissend, dass es für den Autoverkehr schwierig wird. Gefördert wird die Sanierungsmaßnahme mit 45 bis 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Eine deutliche statische Verbesserung zu erreichen, war Maßgabe für die Förderung. Was die optische Sanierung betrifft, so wird das Geländer an der Seite des Nepomuk aus Eisen sein, das zum Fußweg ein Brückengeländer. Ob der Straßenverlauf angepasst wird, da diese Straße höher wird, wollte Roland Prokopy (FW) wissen. Die Umläufe der Brücke würden angepasst, durch einen Pflasterbelag optisch abgehoben, meinte Bezold. Er jedenfalls ist glücklich, wenn im Oktober mit den Arbeiten begonnen wird. Zu einem runden Tisch wurde bereits eingeladen, da die Sperrung vor allem die Anwohner, die Hausarztpraxis und die Feuerwehr betreffen wird.

Spielplatz Gründeläckerstraße

Der Kletterturm auf dem Spielplatz in der Gründeläckerstraße kommt weg. Er ist marode. Im Haushalt ist Geld für die Spielplatzsanierung vorgesehen. Verschiedene Geräte, die preislich und passend für den Platz sind, wurden aus einem Katalog ausgewählt und Bilder dieser Geräte auf Plakattafeln auf dem Spielplatz angebracht. Die Kinder durften sich das neue Gerät selbst aussuchen, sollten durch einen Strich ihren Favoriten anzeigen. "Die Mehrheit hat sich für ein Spielboot ausgesprochen. Wenn sie sich das wünschen, dürfen sie es gerne haben", meinte Bürgermeister Holger Bezold. Der Spielplatz wurde dort vor vielen Jahren im damaligen Neubaugebiet errichtet, als in der Straße viele Familien mit Kindern einzogen. "Ist der Bedarf noch da?", fragte Zweiter Bürgermeister Matthias Fuchs (ÜWB). "Sie kommen wieder", meinte der Bürgermeister, durch das Baugebiet "Gründeläcker II" bedingt. Auch andere Gemeinderäte bestätigten, dass neue Familie mit Kindern zugezogen seien und oft neun Kinder dort spielten. Für jedes Wetter seien so Spielmöglichkeiten gegeben und zum anderen Spielplatz gleich beim Rathaus sei eine Ausweichmöglichkeit gegeben. Ein neuer Sandkasten und eine Schaukel kämen noch hinzu. Eine Bank regte Hubert Schmitt (CSU) an, worauf Bezold entgegnete, dass es an der Bank nicht scheitern solle. "Dann ist der zweite Spielplatz auch schön", meinte Bezold. Das Spielboot kostet 12.200 Euro und trägt den Namen "gestrandetes Piratenschiff".

Baugebiet hinter der Lorenzer Straße

Wenn erwachsene Kinder von ortsansässigen Bürgern wieder in ihre Heimat zurück wollen, unterstützt das Bürgermeister Holger Bezold laut eigener Aussage gerne. So geschehen bei Bürgern, die ein freies Grundstück hinter der Lorenzer Straße haben. Doch damit die Interessenten dort bauen dürfen, muss die Entwässerung gesichert sein. Ein Gutachten soll deshalb in Auftrag gegeben werden. Und die Eigentümer des Grundstücks sind nicht die einzigen, die auf Bezold zugekommen sind. Auch andere Grundstückseigentümer dort hatten Interesse gezeigt. "Die Kosten für das Gutachten müssen die Grundstückseigentümer übernehmen", klärte Bezold auf. Das sei auch mit den Eigentümern so abgesprochen. Kostenübernahmeerklärungen liegen bereits vor. Allerdings wurde das Angebot des Ingenieurbüros schon vor einigen Monaten erstellt und so muss zunächst geprüft werden, ob dessen angegebenen Kosten in Höhe von 16.000 Euro für das Gutachten noch Gültigkeit hat. Gregor Rauh (ÜWB) erinnerte daran, dass schon früher darüber gesprochen wurde. Damals hieß es, ein Baugebiet dort sei nicht möglich. Auch Bezold bestätigte, diese Aussagen zu kennen, allerdings gebe es keine Aufzeichnungen, keine hydraulische Berechnung des Kanalnetzes. "Wenn wir alleine von der Aussage ausgehen, haben wir einen Stillstand in der Gemeinde", meinte Bezold. "Viele wollen gerne bleiben, müssen aber wegziehen, weil kein Wohnraum vorhanden ist", verteidigte Bezold sein Vorhaben des hydraulischen Gutachtens. "Dann sollte der Planer verantworten, wenn unten welche absaufen", meinte Rauh. "Das große Problem ist das Oberflächenwasser. Deshalb wollen wir ein hydraulisches Gutachten anfordern. Der Fachmann soll berechnen, damit wir für die Gemeinde kein Risiko eingehen", verdeutlichte Bezold. Wenn das hydraulische Gutachten nicht passe, könne man überprüfen lassen, ob man den Oberflächenwasserkanal dem Brandbach zuführen könne. "Wir müssen die Geographie anschauen, wegen der Starkregens", betonte Zweiter Bürgermeister Matthias Fuchs. Das sei im Gutachten gefordert, erklärte der Bürgermeister. Mit einer Gegenstimme wurde dann beschlossen, das Gutachten in Auftrag zu geben.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren