Hallerndorf
Gemeinderat

Sanierung der Hallerndorfer Schule wird deutlich teurer als geschätzt

Die geschätzten Kosten für die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule Hallerndorf sind das eine, die eingegangenen Angebote das andere.
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Die Schule in Hallerndorf Barbara Herbst
Die Schule in Hallerndorf Barbara Herbst

Wie bei einem Bauprojekt von solcher Größe vorgeschrieben, wurden die einzelnen Gewerke für die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule Hallerndorf europaweit ausgeschrieben. Andreas Konopatzki vom Architekturbüro "Konopatzki und Edelhäuser", das mit der Durchführung der Generalsanierung betraut wurde, erklärte, dass die Ergebnisse der Submissionen deutlich über den geschätzten Kosten liegen. Bei den Rohbauarbeiten lag der Kostenansatz bei 1,29 Millionen Euro, das günstigste Angebot dagegen bei 1,7 Millionen Euro. "Wir versuchen, realistisch zu schätzen", versicherte Konopatzki den Gemeinderäten, doch oft sehe die Welt anders aus als die Prognose. "Es ist zu erwarten, dass die Preise weiter steigen", vermutete der Architekt. Doch niemand wisse, wie lange.

Preissteigerungen am Bau

Auch wenn die Preissteigerungen am Bau überall bekannt seien, müsse die Gemeinde einen neuen Anker setzen, findet Gerhard Bauer (WG Hallerndorf). Da der Förderbescheid erst im Juni des kommenden Jahres erstellt wird, könne noch nachjustiert werden, verkündete Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG): "Die Fördersätze werden beibehalten." Trotzdem müssen die Gemeinderäte ihre Investitions- und Haushaltsplanung der kommenden Jahre überdenken und die Mehrkosten für die Schulsanierung einplanen. "Wir sollten ernsthaft nach Potenzial zum Einsparen suchen und die Anbauten noch einmal überdenken", gab Mathias Erlwein (JAB) zu bedenken.

Rohbauarbeiten vergeben

Die Rohbauarbeiten vergab der Gemeinderat einstimmig an die Firma "Laise und Ruhm" aus Nürnberg, die mit 1,7 Millionen Euro das günstigste Angebot vorgelegt hatte. Mit der Installation der Heizungs- und Lüftungsanlagen wurde die Firma Knab aus Bayreuth beauftragt. Sie hatte mit 447.601 Euro das günstigste Angebot unterbreitet, während sich die Schätzung auf 301.868 Euro belaufen hatte. Die Dämmarbeiten wird die Firma "Dämmtec" aus Wiesentheid-Geesdorf für 55.373 Euro erledigen, die veranschlagte Berechnung lag bei 39.216 Euro. Mit den Arbeiten zur Kanalsanierung beauftragte der Gemeinderat das Unternehmen "Dieringer und Scheidel Rohrsanierung" aus Röthenbach/Pegnitz, das diese Arbeiten für 16.770 Euro statt wie geschätzt für 30.000 Euro erledigen werde.

Für weitere Gewerke, beispielsweise Sanitärtechnik, wurde kein Angebot eingereicht. Diese Arbeiten könnten später beschränkt ausgeschrieben werden, erklärte Bürgermeister Torsten Gunselmann. Immerhin hatte sich bei den jetzigen Ausschreibungen kein einziger mittelständischer Handwerksbetrieb aus der unmittelbaren Region beteiligt.

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