Forchheim
Aktion

Sandsack-Challenge auf dem Forchheimer Paradeplatz: Sand schaufeln für den Ernstfall

Das Technische Hilfswerk (THW) hat am Samstag zur ersten landesweiten Sandsack-Challenge geladen. In insgesamt über 70 Städten in ganz Bayern informierten die Ortsverbände über Hochwasser und suchten den Sandsack-Champion.
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Wie viel Sand passt in einen Sandsack? Die Kleinsten konnten bei der Sandsack-Challenge mit Mini-Sandsäcken den Ernstfall simulieren. Fotos: Nicole Endres
Wie viel Sand passt in einen Sandsack? Die Kleinsten konnten bei der Sandsack-Challenge mit Mini-Sandsäcken den Ernstfall simulieren. Fotos: Nicole Endres
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Überflutete Städte und Boote, die dort fahren, wo sonst das Auto fährt: Mit diesem Szenario hat das Technische Hilfswerk (THW) auf die Aktion Sandsack-Challenge aufmerksam gemacht. Trotz vieler moderner Technik ist und bleibt der Sandsack das bewährteste Mittel gegen das Eindringen von Wasser in Gebäude oder als Sicherung für Deiche, berichtet eine Sprecherin des THW-Ortsverbandes Forchheim.

Das THW Forchheim zeigte am Samstag auf dem Paradeplatz beide Seiten. Von eben diesem bewährten Sandsack bis zur Hochleistungspumpe mit 25 000 Litern pro Minute hatten die Helfer einen Teil der Ausstattung mitgebracht, die bei Hochwasser zum Einsatz kommt.

Preise für die Besten

Ganz nebenbei konnten die Besucher ihre Geschicklichkeit an sechs regulären Stationen beweisen und mit Sandsäcken auf eine Zielscheibe werfen oder sich im Sandsack-Kegeln üben. Diese sechs Stationen fließen in die Auswertung ein, die den Besten aus ganz Bayern ein iPad, einen Gutschein für ein Wochenende in einer Therme oder eine Soundbox ermöglicht.

Außerdem konnten die Kleinsten am Stand der THW-Jugend Forchheim ein Holzboot mit Luftballon-Antrieb bauen und gleich nebenan konnten sie mit Mini-Sandsäcken den Ernstfall simulieren und testen, ob sie richtig liegen oder doch noch Wasser durch die Sandsäcke dringt.

Die Theorie kommt nicht zu kurz

Neben dieser Handarbeit wurde natürlich auch Technik vorgestellt: Beispielsweise die große Pumpe, die im Ernstfall 25 000 Liter Wasser pro Minute aus den überfluteten Gebieten pumpen kann und von der ein einziger Schlauch rund 80 Kilogramm wiegt. Gleich daneben stand die etwas kleinere Pumpe des Landkreises Forchheim, die zwar zur Löschwasserförderung gekauft wurde, aber im Ernstfall auch Hochwasser wegpumpen kann.

Apropos Ernstfall: Wenn der eintritt, füllen die THWler natürlich nicht jeden Sandsack mit der Hand. Die Sandsack-Füllmaschine des Landkreises Forchheim zeigte, dass sie mit ihren sieben Turbo-Abfüllstutzen das Füllen erheblich erleichtert und bis zu 4 000 volle Sandsäcke pro Stunde ermöglicht. Aber wie überprüft man eigentlich, ob das Wasser wirklich steigt oder sinkt? Das zeigt das Pegelmesssystem des Technischen Hilfswerks - ein kleiner gelber Koffer, der viel Technik beinhaltet.

Zum Paradeplatz sind am Samstag viele große und kleine Besucher gekommen, machten mit und informierten sich über das Thema Sandsack und Hochwasser. Wer einen der begehrten Preise gewonnen hat, und ob derjenige vielleicht sogar aus Forchheim kommt, wird das THW in den nächsten Tagen nach Auswertung der bayernweit eingereichten Wertungsbögen erfahren.

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