Ebermannstadt
Fabienne

Rettungskräfte im gesamten Kreis Forchheim gefordert

Fast alle Feuerwehren des Landkreises Forchheim und das THW waren bei den Sturmeinsätzen am Sonntagabend im Einsatz.
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Ein umgestürzter Baum in Neunkirchen am Brand blockierte die Zufahrt zur Grundschule am Erleinhofer Tor. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle. Am nächsten Morgen war die Zufahrt frei. Foto: rm
Ein umgestürzter Baum in Neunkirchen am Brand blockierte die Zufahrt zur Grundschule am Erleinhofer Tor. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle. Am nächsten Morgen war die Zufahrt frei. Foto: rm
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Am Montag arbeiteten noch einige Feuerwehren die letzten Einsätze im Landkreis Forchheim ab. Das Ausmaß der Sturmschäden durch Sturmtief Fabienne wird laut Kreisbrandrat Oliver Flake wohl erst im Laufe des Montags bewerten werden können.

Der erste Alarm erreichte den Landkreis Forchheim um 18.24 Uhr. Danach folgte eine großflächige Alarmierung der Feuerwehren im Umkreis von Gößweinstein über Ebermannstadt, Hausen, Heroldsbach und im Raum Hallerndorf, Forchheim, Neunkirchen am Brand, Egloffstein bis Gräfenberg.

Die integrierte Leitstelle Bamberg-Forchheim zählte in kürzester Zeit circa 500 Anrufe über die Notrufnummer und alarmierte im Landkreis Forchheim zu rund 180 Einsätzen. Die Einsatzzahlen dürften sich im Landkreis tatsächlich auf 400 bis 500 belaufen, da viele Einsatzstellen von den örtlichen Wehren zusätzlich abgearbeitet wurden. Alleine in der Großen Kreisstadt Forchheim waren über 30 Einsätze durch die Stadt und alle Stadteilwehren zu bewältigen.

Fast alle Feuerwehren des Landkreises und die THW-Ortsverbände Forchheim und Kirchehrenbach waren bei den Einsätzen gefordert.

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Baum kracht in Gräfenberg um

Aufgrund des Sturmes am Sonntagabend kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Ebermannstadt zu verschiedenen Zwischenfällen. In Gräfenberg krachte ein Baum auf einen fahrenden Pkw und beschädigte das Heck. Der 52-jährige Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Sein Auto, aktueller Wert 3000 Euro, ist allerdings Totalschaden. Eine 76-jährige Frau wich auf der Ortsverbindungsstraße von Möchs bei Hiltpoltstein einem Baum aus, der auf die Straße fiel. Dadurch kam sie nach links von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Der Sachschaden beläuft sich auf 2000 Euro.

52-Jähriger stürzt ab

Bei Schossaritz versuchte ein 52-Jähriger, herabgefallene Dachziegel nach dem Unwetter wieder neu einzudecken. Dabei rutschte er ab, stürzte drei Meter in die Tiefe und verletzte sich leicht. In Ebermannstadt fiel in der Breitenbacher Straße die Schornsteinabdeckung samt Ziegelsteinen auf das Dach eines Autos. Die 41-jährige Geschädigte macht 2000 Euro Schaden an ihrem Pkw geltend. Ebenfalls in Ebermannstadt in der Bahnhofstraße kippte ein Rohrständer um und ragte auf den Gehweg.

Schaden Wildpark

Das Sturmtief Fabienne hat auch den Wildpark Hundshaupten nicht verschont. Einige Bäume sind umgestürzt und haben Zäune und verschieden Gehege beschädigt. Tiere und Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Die Uhu-Voliere wurde aber komplett zerstört. Das gesamte Wildpark-Team ist mit den Aufräumarbeiten beschäftigt und tut sein Möglichstes, damit der Park so schnell wie möglich wieder geöffnet werden kann. Der Wildpark bleibt wegen Aufräumarbeiten am Dienstag, 25. September, auch noch geschlossen.

Lillinger Höhe

Auf der Lillinger Höhe brachen etliche Äste der jahrhundertealten Eichen ab. Das Dach der Marienkapelle, die in diese alten Bäume eingebettet ist, wurde jedoch verschont. Die Feuerwehr Gräfenberg und Gemeindearbeiter waren am Tag nach dem Sturm mit Sicherungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Über die Drehleiter wurden die gebrochenen Äste mit der Motorsäge gerade geschnitten.

Kurz vor 18 Uhr kam das Unwetter

Kurz vor 18 Uhr überquerte das angekündigte Sturmtief Fabienne den Landkreis Forchheim. Starker Regen und schwere Sturmböen bescherten den Feuerwehren im Landkreis Forchheim eine großflächige Unwetterlage. Zwischenzeitlich fiel in einigen Teilen des Landkreises der Strom aus. Auch das Mobilfunknetz war kurzzeitig gestört. Zahlreiche Bäume waren umgestürzt und blockierten Straßen oder beschädigten Dächer und Fahrzeuge. In vielen Orten musste die Feuerwehr abgedeckte Dächer notdürftig verschließen. Alle Teile des Landkreises waren betroffen, so dass ein Großteil der Feuerwehren bis in die Nacht hinein mit Aufräumarbeiten beschäftigt sein werden. Einige Ortsverbindungsstraßen wurden für den Verkehr gesperrt, nachdem weitere Bäume umzustürzen drohen.

Gräfenbergbahn steht

Aufgrund von Unwetterschäden ist der Streckenabschnitt der Gräfenbergbahn zwischen Heroldsberg und Eschenau gesperrt worden. Der Zugverkehr von Nürnberg-Nordost bis Gräfenberg ist daher komplett eingestellt worden. Zwischen Nürnberg-Nordost und Eschenau verkehrt mittlerweile ein Zug im Pendelverkehr. Ein Schienenersatzverkehr mit Bus zwischen Eschenau und Gräfenberg ist eingerichtet.

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