Wiesenthau
Gotteshaus

Renovierte Walburgiskapelle hat festen Platz in der Volksseele

Die Walburgiskapelle auf dem Walberla ist saniert worden. Ein Sturm hatte die schon befürchteten Schäden sichtbar gemacht.
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Die renovierte Walburgiskapelle auf dem Walberla, , das Turmkreuz soll noch rechtzeitig kommen.     Foto: Franz Galster
Die renovierte Walburgiskapelle auf dem Walberla, , das Turmkreuz soll noch rechtzeitig kommen. Foto: Franz Galster

Es ist fast geschafft, Pfarrer Michael Gehret atmet ein wenig auf. Terminlich eng verzahnt verliefen die die Renovierungsarbeiten der Walburgiskapelle, einem weithin sichtbaren Wahrzeichen des Frankenlandes auf dem Walberla. Die offizielle Wiedereinweihung der Kapelle erfolgt am Samstag, 20. Juli, um 17 Uhr. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick wird ein Pontifikalamt im Freien vor der Kapelle auf dem sogenannten "heiligen Berg der Franken" zelebrieren. Sitzplätze unter Sonnenschutz sind vorgesehen. Nachher besteht Gelegenheit zur gemütlichen Begegnung. Erlöse aus Bewirtung und dem Verkauf von Walburgiskerzen, hergestellt bei den Schwestern in Kirchschletten (Kreis Bamberg), gehen zugunsten der Renovierung.

Der Sturm offenbart es

Das Kirchlein steht zwar auf Kirchehrenbacher Grund, gehört aber zur Pfarrei Wiesenthau. 2018 wurden die Schäden am Dach bei einem Sturm erkennbar, der Ziegel abhob. Länger wusste man schon von den Rissen im Mauerwerk, die eine erforderliche aufwendige Renovierung schon ahnen ließen. Im November 2018 wurden die Risse beseitigt und das Mauerwerk stabilisiert.

Der Denkmalschutz

Der Denkmalschutz spricht ein Wort mit. Das macht die Aufgabe nicht einfacher, sichert aber Qualität. Rund 250.000 Euro Kosten waren als Basis kalkuliert, die durch Fördergelder und Eigenmittel gestemmt werden müssen. Die endgültigen Zahlen liegen noch nicht vor. Es ist auch eine emotionale Angelegenheit, das Kirchlein hat einen festen Platz in der Volksseele. Gehret freut sich, dass er über die ganze Zeit mit der steten, großen Hilfsbereitschaft der Gemeinde Wiesenthau mit Ausrüstung und Personal rechnen konnte. Einheimische Firmen leisteten ihren Beitrag bei Dachdecker- und Schreinerarbeiten. Gefordert bei den Malerarbeiten der Außenfassade und im Altarraum waren die Erfahrungen der Kirchenmalerfirma Robert Dörfler (Bamberg). Farblich erhält auch die Wand hinter dem Altar eine neue Gestaltung. Eine Marienfigur und eine Herz-Jesu-Figur finden dort ihren Platz, dazwischen die heilige Walburga. Die Kirchenbänke werden künftig durch Stühle ersetzt, die aus einer Kapelle in Herzogenaurach stammen. Viele Aktivitäten wollten wie in einem Konzert gut koordiniert sein. Dies war umso mehr eine Herausforderung, als der Fertigstellungstermin mit heißer Nadel gestrickt war. Pfarrer Michael Gehret und seine Helfer haben es geschafft. Die Besucher können am Samstag bei der Einweihung das gelungene Werk in Augenschein nehmen.

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