LKR Forchheim
Freizeit

Rekordhitze füllt die Forchheimer Freibäder

Die Freibäder im Landkreis Forchheim melden Besucherrekorde: bis zu 80 Prozent mehr Badegäste als in den Vorjahren. Attraktiven Angebote tragen zum berauschenden Ergebnis bei. Die Beschäftigten in den Kiosken haben alle Hände voll zu tun und arbeiten seit Wochen ohne Pause.
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Der Andrang im Neunkirchner Freibad ist groß.Petra Malbrich
Der Andrang im Neunkirchner Freibad ist groß.Petra Malbrich
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Der Hitzerekord zieht einen Freibadrekord nach sich. Während sich die zahlreichen Besucher im erfrischenden Nass Kühlung verschaffen oder sich bei der Hitze so wenig wie möglich bewegen und deshalb einfach nur auf der Wiese liegen und entspannen, haben die Beschäftigten kaum eine Verschnaufpause.

Im Forchheimer Königsbad kommt der Anrufer kaum durch. Die aktuellen Besucherzahlen zeigen anhand eines roten Balkens einen Vergleich zu den Besucherzahlen im Vorjahr: Drei Mal so viele Gäste halten sich im Bad auf wie zur selben Zeit im vergangenen Jahr. Diese Zahlen haben für alle Freibäder im Landkreis durch die Bank Gültigkeit.

Gräfenbergs Freibad als Geheimtipp hat sich inzwischen weit herumgesprochen. Heuer sind 80 Prozent mehr Gäste im Gräfenberger Bad als in den Vorjahren. "Wir haben zwischen 700 und 1000 Besucher täglich, und sie können trotzdem schwimmen", sagt Badeaufsicht Peter Kraus. Gräfenberg ist das einzige Freibad im Landkreis, das eine 50-Meter-Bahn hat.

Jeder hat seinen Schwimmbereich, die Jugend schwimmt auf der rechten Seite, jeder passt auf seine Kinder auf und trotz Lachen und guter Laune findet jeder Besucher die nötige Ruhe. Das Problem mit den 5-Seidla-Wanderern, die ebenfalls Abkühlung im Freibad suchten, konnten die Gräfenberger Verantwortlichen ebenfalls lösen. "Sie dürfen nicht rein. Alkohol und Wasser passt nicht zusammen", sagt Kraus.

Eken Gürkan und seine Frau Doris haben alle Hände voll zu tun, um genügend Essen anbieten zu können. Schon in kürzester Zeit wird von den Gästen Nachschub gefordert. Die Kioskbetreiber müssen mehrmals täglich einkaufen und sind ständig wieder ausverkauft. "Wir arbeiten seit Wochen ohne Pause", sagt Doris. Trotzdem hat jeder gute Laune. "Die Menschen brauchen die Hitze, dann sind sie glücklich", sagt Peter Kraus.

Ähnlich geht es im Egloffsteiner Freibad zu. Dort sind viele Gruppen wie der Christliche Verein Junger Männer oder die Kolping Gruppe unterwegs, schlagen in Egloffstein ihre Zeltlager auf und schwimmen im Bad täglich ihre Runden. Mindestens 70 bis 90 junge Menschen sind allein durch diese Zeltlager im Bad.

"Viele lieben das Bad. Wir sind wie eine große Familie und wollen das beibehalten", sagt Sven Rißmann, Bademeister im Egloffsteiner Bad. Die Gäste kommen aus Nürnberg, Fürth und Erlangen. Das weiteste ist Schwabach.

Von den Umsatzzahlen hat die Freibadsaison bereits jetzt die Zahlen erreicht, die im Vorjahr für die gesamte Saison gegolten hat. "Es ist durchaus mit 2003 vergleichbar", erklärt Rißmann und erinnert an die Hitzeperiode vor 15 Jahren. Mit besonderen Attraktionen wie dem Karibikfest, bei dem das Wasser auf 30 Grad aufgeheizt wird, oder mit dem Nachtschwimmen bieten die Egloffsteiner ihren Gästen zusätzliche Angebote, die immer der Renner sind.

Auch in der Küche wird emsig gewerkelt. "Drei Leute sind in der Küche beschäftigt", erklärt Rißmann, damit auch die Nachfrage mit einer Vielzahl an Essensangeboten gedeckt wird.

Außergewöhnlich gut besucht beschreibt Sebastian Pötz den Besucherandrang im Ebser Mare. "Es ist ein sehr schöner Sommer, und wir sind eine Ausflugsregion", erklärt Pötz, warum so viele Gäste das attraktive Ebermannstadter Freibad aufsuchen. Auch hier wird gepunktet mit einer Vielfalt an Freibadangeboten vom überdachten Planschbecken angefangen über die Wellness-Rutsche und Wasserspiele oder Sprudeldüse bis hin zum Beachvolleyballfeld.

Ganz begeistert von der Freibadsaison ist Neunkirchens Bürgermeister Heinz Richter: "Das Freibad ist der absolute Renner im Ort." Jahrzehnte habe man in Neunkirchen gekämpft, um das Freibad zu erhalten und zu sanieren. Kritisch betrachtet wurde diese Entscheidung immer unter dem Gesichtspunkt Kosten.

Dass es die richtige Entscheidung war, wird diesen Sommer deutlich. Alles wird gut angenommen von der Kleinkinderrutsche über das Planschbecken, und auch das Edelstahlbecken war die richtige Entscheidung. "Viele Erwachsene kommen nach der Arbeit ins Freibad", weiß der Neunkirchner Bürgermeister.

Die Wasserwacht, die die Badeaufsicht leistet, hat bereits angekündigt, dass bei weiteren Gästen eine zweite Aufsicht benötigt würde. "Man verspürt viel Freude", sagt Richter, denn alles im Bad ist neu. Das Kinderbecken wird beheizt, die Anlage ist modern und auch hygienisch.

Vom Sportheim aus kann man Essen erhalten und da viele Gäste zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, sind auch die Parkplätze kein Problem. "Das Freibad spricht sich herum", erklärt Richter, denn viele Gäste kommen aus den umliegenden Orten.


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