Moggast
Kirche

Reizvoller Lichterkranz um das Moggaster Gotteshaus

Die Pfarrei St. Stephanus Moggast beging die Ewige Anbetung, aber weniger spektakulär als andere Orte der Fränkischen Schweiz.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kirchenmauer und Weiher sind beleuchtet. Foto: Franz Galster
Kirchenmauer und Weiher sind beleuchtet. Foto: Franz Galster
+13 Bilder
Die Ewige Anbetung ist in seiner aktuellen Form seit Mitte des 18. Jahrhunderts, von Fürstbischof von Seinsheim eingeführt, ein wesentlicher Bestandteil des kirchlichen Jahres in der Erzdiözese Bamberg. Sie entwickelte sich fast schon zur mehr touristischen Attraktion in Pottenstein oder behält ihren tiefen religiösen Charakter mit vielen Besuchern in Obertrubach. In beiden Fällen spielt am Ende die Lichterprozession eine prägende Rolle. Fast übersehen werden aber die vielen Pfarreien, die diesen Tag weniger spektakulär begehen: so wie die Pfarrei St. Stephanus Moggast auf der Jurahochfläche in der Fränkischen Schweiz.

Wegen Priestermangels wird die Pfarrei mittlerweile von Pfarrer Florian Stark von Pretzfeld aus betreut. Tage vor der Ewigen Anbetung fanden sich 22 Ministranten aus den dazugehörigen Ortschaften Morschreuth, Burggaillenreuth und Windischgaillenreuth im Nebengebäude des Anwesens von Kirchenpfleger Friedrich Wölfel, ein. Über das Jahr hatte man Kerzenreste zum Einschmelzen gesammelt. Dann schnitzten die "Minis" noch die dazu benötigten Hobelspäne, um in Dosen den Lichterschmuck für die abschließende Prozession für die Dekoration vorzubereiten. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Mesner Ulrich Angermeier und zahlreiche Mitarbeiter seines Gremiums unterstützten sie dabei.


Erstkommunionkinder

Zum Abschluss der Ewigen Anbetung feierte Pfarrer Florian Stark in Konzelebration mit Pater Vijaya Raja Boddu den Schlussgottesdienst. Pastoralreferent Andreas Löwenfelder ging in seiner Predigt auf die Brotvermehrung ein und stellte bei dieser Gelegenheit die Erstkommunionkinder für 2018 vor.


Durch das Stephanstor

Rechtzeitig zum Zug durchs Dorf und um die Kirche wurden die Lichter draußen entzündet. Sie bildeten auf der wehrhaften Umfassungsmauer einen reizvollen Lichterkranz um das Gotteshaus und bezogen den Dorfweiher mit ein, auf dem ein Kreuz mit Lichtern schwamm. Die Anwohner hatten ihre Häuser nach alter Tradition mit Kerzen und Lichtern dekoriert. Auch begleiteten alle Ortsvereine mit ihren Fahnen die Prozession. Die Teilnehmer zogen auf der Hauptstraße bis zum Dorfende und gelangten durch das alte Stephanstor wieder zum Gotteshaus zurück. Die Bläser der Kirchenmusik von Moggast begleiteten die Prozession durch die nächtlichen Gassen mit Lied und Gesang.

In der Hektik der heutigen Zeit mit vielen Terminen ist die Durchführung solcher kirchlicher Veranstaltungen nicht mehr so leicht. Der Priestermangel macht es nicht einfacher. So sind die Gläubigen gefordert und die Moggaster nehmen diese Herausforderung gerne und motiviert an. "Es gibt immer wieder Leute, die sich beteiligen, und es kommt etwas Gutes dabei heraus", stellte eine Teilnehmerin zufrieden fest. So wie auch die Freiwillige Feuerwehr, die für Absperrung und Sicherheit sorgte, oder eben die vielen, nicht genannten Ehrenamtlichen, denen der Pfarrer Dank sagte. Moggast, ein schönes Beispiel für viele kleinere Pfarreien in der Erzdiözese Bamberg.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren