Forchheim
Auszeichnung

Reiner Schütz, ein Meister seines Fachs

Reiner Schütz aus Eggolsheim ist der sechste Preisträger des Forchheimer Kulturpreises. Die Laudatio hielt ein Weggefährte des Künstlers.
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Reiner Schütz freut sich über den Kulturpreis. Foto: Tom Schneider/TMO-Bilderwelten
Reiner Schütz freut sich über den Kulturpreis. Foto: Tom Schneider/TMO-Bilderwelten
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Die Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung der Kultur in Forchheim, Astrid Haas, überreichte den Forchheimer Kulturpreis an den Künstler Reiner Schütz aus Eggolsheim. Er ist damit der sechste Preisträger, der den von Harro Frey geschaffenen Triton erhielt.

Der Forchheimer Bürgermeister Franz Streit (CSU) begrüßte die annähernd 200 Besucher im "Kaisersaal" der Kaiserpfalz und unterstrich die Bedeutung der Kultur in Forchheim. Ökonomie und positive wirtschaftliche Entwicklung sind demnach das Eine und kulturelle Entwicklung das ebenfalls nötige Andere. Der Forchheimer Kulturpreis sei dabei besonders wichtig. Die ehemaligen Preisträger begrüßte er besonders.

In seiner Laudatio zeigte der Weggefährte von Reiner Schütz, Claus Schwarzmann aus Eggolsheim, die Entwicklung und die Reise des Malers der letzten 25 Jahre auf.
Von Zeichnungen über Pastell- und Ölbilder mündet die Entwicklung schließlich in der digitalen Kunst, die am iPad entsteht.


Aufträge fürs Königsbad

Wichtig für die öffentliche Wahrnehmung des Künstlers waren die zwei Aufträge für das Königsbad. Bei einem Projekt entstanden Hinterglasmalereien in Zusammenarbeit mit Klassen der Grundschulen und Gymnasien in Forchheim. Diese Scheiben verschönern das Kinderbecken. In einem zweiten Projekt ließ Reiner Schütz auf ebensolche Glasscheiben die Könige, die in Forchheim weilten, mittels Karikaturen baden gehen. 2001 entstand bereits die aufgeschnittene Litfaßsäule am Bahnhof, die das analoge und digitale Zeitalter nebeneinander stellte. In den Jahren 1997 und 2007 gestaltete Reiner Schütz die Kunstkalender der Sparkasse Forchheim. Er überzeichnete dabei ortstypische Situationen mit Augenzwinkern und sehr viel Ironie.

Im gleichen Zeitraum entstanden großflächige Ölbilder mit Alltagsszenen aus der Forchheimer Fußgängerzone bis hin zum Lago Maggiore. Dabei erweist sich Schütz als Perfektionist, der auch mit der alten Technik hervorragend umgeht. Ab 2006/2007 widmete sich Reiner Schütz bis heute der digitalen Kunst. Laudator Claus Schwarzmann sprach dabei nicht von Computerkunst, sondern von Kunst mithilfe des Computers.

Bei diesen Arbeiten und bei den Karikaturen kommt Reiner Schütz seine fundierte Ausbildung als Grafikdesigner zu Gute. Er kombiniert diese Fähigkeiten dabei mit seinem Hauptfach der Malerei, die er an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg erlernte.

Claus Schwarzmann bezeichnete Reiner Schütz als: "1. Meister seines Hauptfaches der Malerei mit Pinsel, Stift und iPad. 2. Hervorragender Grafiker und Karikaturist. 3. A-typischer Heimatmaler mit konkretem gesellschaftlichem Bezug. 4. Augenzwinkerer mit ganz viel Ironie, auch Selbstironie. 5. Ein guter Mensch mit dem zeitweisen Hang zur Unpünktlichkeit. 6. Als Freund und würdigen Preisträger."

Beim anschließenden Empfang im Gewölbekeller der Kaiserpfalz herrschte eine positive Kulturatmosphäre, die Forchheim richtig guttut.

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