Forchheim
Soziales

Quartiermanagerin im Katharinenspital Forchheim vorgestellt

Das Katharinenspital ist fertig. Die neue Quartiersmanagerin Jenny Salagean hat durch das Gebäude geführt und das Konzept vorgestellt.
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Die Quartiersmanagerin Jenny Salagean Barbara Herbst
Die Quartiersmanagerin Jenny Salagean Barbara Herbst
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Jetzt fehlen nur noch ein paar Mieter. Das Katharinenspital ist bis auf einzelne kosmetische Bauarbeiten fertiggestellt. 19 Wohnungen seien bereits vermietet, sagt Timo Sokol vom Grundstücks- und Gebäudemanagement der Stadt Forchheim. Einige davon seien auch schon eingezogen, weitere folgen Anfang April.

Das heißt aber auch, der größte Teil der 55 Wohnungen zwischen 37 und 83 Quadratmetern ist noch zu haben. Bürgermeister Uwe Kirschstein, der gestern die Quartiersmanagerin Jenny Salagean vorstellte, ist darüber nicht weiter besorgt: "Ich bin ganz beruhigt, was die Vermietung angeht. Wohnungen werden vor allem gemietet, nachdem man sie fertig gesehen hat." Es gebe noch etwa 20 Anfragen für Wohnungen, sagte Sokol.

"Jeder kann hierher kommen"

Aber die Wohnungen sind nicht alles. Die im Februar neu eingestellte Quartiersmanagerin umreißt das Konzept der Einrichtung: "Jeder von außerhalb kann hierher kommen." Ein generationenübergreifender Stadtteiltreff soll nur einen Steinwurf vom alten Rathaus entfernt entstehen. Events will Jenny Salagean organisieren und Angebote für vor allem, aber nicht nur Senioren.

Daneben werde sie selbst den Bewohnern beratend zur Seite stehen. Zweimal wöchentlich will sie Sprechstunden halten, sich aber auch nach Absprache individuell Zeit nehmen.

Außerdem wird das Bayerische Rote Kreuz - das neben den Vereinigten Pfründnerstiftungen und der Stadt Forchheim Träger des Katharinenspitals ist - in ein bis zwei Monaten seine Tagespflege eröffnen.

Gemeinsam essen für alle

Das Rote Kreuz werde auch das täglich angebotene Mittagessen liefern. Nach einer Anmeldung kann man den eigenen Herd mal ausgeschaltet lassen und sich gemeinsam mit anderen Bewohnern zum Essen treffen. Der Treff sei offen für alle aus dem Quartier, betont Salagean, nicht nur für die Bewohner der Einrichtung.

In der Woche vom 25. bis zum 29. April werde das Essen sogar kostenlos angeboten, damit die Senioren gleich am Anfang ins Gespräch kommen können. So fasst Projektleiterin Sigrun Wagner zusammen, worauf es im Katharinenspital ankommt: "Die Leute können sich ihre Selbstständigkeit bewahren."

Dafür bieten auch die Wohnungen alle Möglichkeiten. Geräumig sind sie, barrierefrei und manche gleich für E-Rollstuhlfahrer ausgelegt. Jede Wohnung hat Fußbodenheizung und eine kontrollierte Wohnraumlüftung, mit der die Senioren die Frischluftzufuhr regeln können - auch auf die Energieeffizienz wurde geachtet.

Die Kaltmietpreise der Wohnungen liegen zwischen 470 und 1200 Euro. Eine Rollstuhlgeeignete Wohnung zum Beispiel, in der sich Türgriffe und Möbel auf entsprechender Höhe befinden, mit 65 Quadratmetern etwa kostet 890 Euro. Mitzuberechnen ist dabei auch das im Haus integrierte Angebot, die Beratung sowie die Innenstadtlage.

Zu erreichen wird das Katharinenspital barrierefrei von der Bamberger Straße aus sein. Gleich am Haupteingang liegt auch das Büro der Quartiersmanagerin. Durch eine Brücke ist die Einrichtung aber ebenso mit dem Büchereivorplatz verbunden.



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