Weißenohe
Gemeinderat

Punktvergabe für Baubewerber in Weißenohe ist knifflig

Wie viele Punkte gibt es für wie viele Ehrenämter? Bei den Bewerbern um die neuen Bauplätze in Weißenohe warf die Punktevergabe Fragen auf.
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Der Mühlenweg in Weißenohe Foto: Petra Malbrich
Der Mühlenweg in Weißenohe Foto: Petra Malbrich
Die neuen Bauplätze in Weißenohe sind begehrt. Für die Vielzahl der Bewerber haben die Weißenoher eine Punktevergabe entwickelt, mit der Einheimische, Familien mit Kinder und auch das Ehrenamt unterstützt werden sollen. Doch gerade was das Ehrenamt betrifft, gab es Unklarheiten und warf bei den Bewerbern Fragen auf.

15 Punkte kann man beim ehrenamtlichen Engagement erzielen. Was aber ist, wenn einer der Bewerber in zwei Vereinen oder Hilfsorganisationen aktiv ist? Erhält er fünf Punkte oder zehn Punkte? Doppelter Aufwand im Ehrenamt, doppelte Punktezahl, findet Dritter Bürgermeister Thomas Windisch (UWG). Diese Punkte sollten dann bis zur maximalen Deckelung summiert werden. Fürs Ehrenamt wären das 15 Punkte. Auch Hans Hackl (WGA) ordnet je Mitgliedschaft fünf Punkte zu. Er regte deshalb an, das Wort "je" als Ergänzung bei den Kriterien aufzunehmen.


Unklarheiten bei Kindern


Die anderen Unklarheiten gab es bei der Rubrik "Kinder". Familien oder Alleinerziehende mit Kindern erhalten mehr Punkte. "Was ist mit den Scheidungskindern, die bei einem Elternteil fest, aber die Ferien und Wochenenden beim anderen Elternteil verbringen?", fragte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA). Zählen diese Kinder als 50 Prozent oder nicht? Daniel Trübenbach (FWG) meinte, die Kinder sollten gemeldet sein. Dem stimmte Braun zu. So sollten die Kinder ihren Hauptwohnsitz in Weißenohe haben, um in die Bewertung einzufließen.


Gefahr im Mühlenweg?

Eine Gefahr für Kinder könnte der Mühlenweg sein. Schon in der Bürgerversammlung war diese Straße von Anwohnern angesprochen worden. Die Navigationsgeräte würden diesen Weg als Straße anzeigen und somit würden auch Ortsunkundige den Weg als Straße nutzen. Diese ist zwar öffentlich gewidmet, die Straßenbaulast liegt jedoch beim jeweiligen Anwohner.

Eine steile Kurve dort und die überhöhten Geschwindigkeiten würden zu einer Gefahrensituation für Kinder werden können. Schon in der Februarsitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Thema. Das Gremium war eher der Meinung, dass nur wenige Autos den Weg als Straße nutzen.

Um das zu überprüfen, wurde ein Geschwindigkeitsmessgerät aufgestellt. Damit können auch die durchfahrenden Autos gezählt werden. Bevor die Gemeinde andere Maßnahmen diskutiert, will sie das Ergebnis der Messung abwarten.


Einmündung in die B 2

Daniel Trübenbach (FWG) bat, die Stelle bei der nächsten Verkehrsschau anzusprechen, an der die Kinder bei der Einmündung zur B 2 die Straße überqueren. Zwar seien dort Schülerlotsen dabei, doch die Lotsen nehmen verschiedene Stellen, um die Kinder über die Straße zu weisen. Um einen festen Punkt zu haben, was auch für die Kinder hilfreich wäre, schlug er eine Markierung als Querungshilfe mit Hinweisschild vor. Bürgermeister Braun will das in der nächsten Verkehrsschau mit der Polizei anbringen. An der Stelle lobte der Bürgermeister die vielen Helfer, die immer gefunden werden. Zudem habe er bereits überlegt, ob nach der Umgestaltung des Dorfplatzes die Haltestelle nicht an die Linde verlegt werden könnte.


Die Gräfenbergbahn

Weißenohe wird gemeinsam mit den anderen Städten und Gemeinden den Antrag unterstützen, dass man endlich wieder eine funktionierende Bahn hat. "Es wäre sinnvoll, langfristig das Netz auszubauen", sagte Braun. Zudem solle die Gemeinde Unterstützung für den Ostarm der Stadtumlandbahn (Stub) Erlangen zeigen, damit die Zahlen neu berechnet werden. "Wir haben allergrößtes Interesse, dass die Gräfenbergbahn erhalten bleibt und ausgebaut wird und wieder den Ruf als gute Bahn erhält", sagte Carmen Stumpf (FWG). Die Gemeinde unterstützt den Antrag für eine "bessere Zu(g)kunft", wie der Antrag betitelt ist.
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