Effeltrich
Fasching

Prunksitzung im Landkreis Forchheim: In Effeltrich sind die Narren los

Sketche, Politprominenz und furiose Tanzeinlagen: Die Prunksitzung des Fosanochts-Vereines "Allamoschee" hatte am Samstag einiges zu bieten.
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Insgesamt 75 Gardemädchen und das Männerballett sorgten bei der Prunksitzung des Fosanochts-Vereines "Allamoschee" für furiose Tanzeinlagen. Fotos: Karl Heinz Wirth
Insgesamt 75 Gardemädchen und das Männerballett sorgten bei der Prunksitzung des Fosanochts-Vereines "Allamoschee" für furiose Tanzeinlagen. Fotos: Karl Heinz Wirth
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Es ist das gesellschaftliche Ereignis des Jahres in Effeltrich: Die Prunksitzung des Fosanochts-Vereines "Allamoschee". Ein Stelldichein der regionalen und örtlichen Politprominenz aus dem Landkreis gaben sich in Effeltrich die Ehre. Unter den Gästen waren zahlreiche Bürgermeister aus dem Umkreis, Landrat Herrmann Ulm (CSU), MdB Thomas Silberhorn (CSU), die Landtagsabgeordneten Thorsten Glauber (FW), Michael Hofmann (CSU), Altlandrat Reinhardt Glauber (FW), stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar (FW), Effeltrichs Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) sowie Pfarrer Jürgen Dellermann. Man zeigt sich in Effeltrich und hofft natürlich, selbst auch Zielscheibe der Redner zu werden.

Das Publikum in der Turnhalle Effeltrich konnte sich bei der Prunksitzung am Samstagabend über ein abwechslungsreiches Programm und insgesamt 75 Gardemädchen freuen. Pünktlich um 19.11 startete das bunte Programm mit elf Gongschlägen und Markus Söder eröffnete per Videobotschaft die Prunksitzung in Effeltrich. Mit dem Einmarsch der Aktiven, Präsidentin Elke Mölkner und dem Eingangslied "Wir singen Allamoschee" startete das bunte Programm.

Danach begrüßte Harry Wolf das Publikum den Elferrat aus Ebermannstadt, Röthenbacher Fastnachtsverein, Karnevalsverein aus Roth, Röttenbacher Besenbinder und die Brucker Gaßhenker mit ihrem Ehrenpräsidenten Helmut Frenzel und führte in lockerer und souveräner Manier gut gelaunt durch das umfassende sechsstündige Programm. Von unserer Promidichte, sagte Wolf flapsig, kann sich das Dschungelcamp noch etwas abschauen.


Kindergarde und fränkische Lieder

Als erstes kündigte er den schmissigen Marschtanz der Juniorengarde an. Viel Applaus sicherten sich die Kindergarde (Zwetschgerla) betreut und trainiert von Milena Rauh, Jessica Siebenhaar, Sophia Giese mit dem Showtanz "Zurück zu den 50er Jahren". Danach waren Peter Fiedler und Hoffmann Werner an der Reihe als "Die zwei lustigen Drei" die mit fränkischen Liedern das Publikum unterhielten. Und weiter ging es mit Nadine Kraus aus Neunkirchen die von ihren Alltagserlebnissen mit ihrer Freundin erzählte und das Publikum zum Lachen brachte. Dabei sprudelten die Ereignisse beim "Bräuschn" ohne Teebeutel geht gar nichts oder die Geschichte mit dem Analogkäse nur so aus
ihr heraus. Ein humoristischer Seitenhieb auf den Bachelor eine 1,60 m große ungewaschene Männlichkeit, der sich aus 12 Gelegenheitsdamen eine aussuchen darf rundete ihren Auftritt ab. Besonders gut kamen anschließend "Fei Fränkisch Gell" an, die mit ihren fränkischen Liedern und Dialogen und Geschichten aus ihrem Leben das Publikum zum Toben brachten.


Ehrungen des Fastnachtsverbands Franken

Im Anschluss an diese fränkischen Urgesteine folgten Ehrungen durch Susanne Nix vom Fastnachtsverband Franken. Mit dem Verdienstorden des FVF wurden ausgezeichnet Johannes Steinert. Die Ehrennadel in Gold erhielten Harald Wolf, Steffen Wolf und Sebastian Steinert. Und weiter ging es mit den Tanzmariechen Lisa Siebenhaar und Anna Kupfer die mit ihrem Showtanz begeisterten aufmerksam begleitet von ihrer Trainerin Michelle Willert und den Mamas Jessy Siebenhaar und Andrea Kupfer. Die" Bleedwaafer" Johannes Steinert und Steffen Wolf nahmen mit Liedern und Berichten so manchen aus dem lokalen Dunstkreis auf die Schippe. Fehlen durfte auch die Werbung aus Effeltrich nicht sowie das Lied "Hans bleibt da" das in der Fassung von Max Rabe, Despacito und Udo Lindenberg begeistern konnte.


Premiere mit Garde und Männerballett

Im Anschluss an die beiden Urgesteine folgte das Schautanzpaar Marie Greif und Clara Decker mit der Darbietung "Am Ende des Regenbogens". Eine Premiere gab es am Samstagabend mit der Garde und dem Männerballett. Gemeinsam konnten sie mit dem Tanz "Latin Lovers" das närrische Publikum überzeugen. Auch beim Auftritt von Atze Bauer blieb kein Auge trocken. Auf seine chaotische Art und Weise spielt er ein Programm von Liedern, Persiflagen und Parodien immer unter Einbeziehung des Publikums.

Dann folgte die Verleihung des diesjährigen Hausordens. Doris Steinert, die Ordensträgerin 2017, spannte mit ihrer Laudatio das Publikum auf die Folter und auch den Ordensträger der sichtlich erschrocken und überrascht plötzlich merkte, dass er gemeint war, nämlich Peter Kraus alias "Pit". Seit Jahren begleitet er den Fosanachtsverein und hält als Haus- und Hoffotograf die Geschehnisse jeder Prunksitzung fest. "Ich freue mich schon, sagte Doris Steinert, auf deine Laudatio bei der nächsten Prunksitzung und überreichte den Hausorden an den neuen Ordensträger".

Anschließend ehrte Präsidentin Elke Mölkner mit dem Treueabzeichen in Gold des BDK Denise Rooks, Bianka Scherlein, Nicole Scherlein, Lena Schmidt, Milena Rauh, Anita Nägel, Julia Nägel, Eva Nägel und Maria Nägel. Mit Gold und Diamanten des BDK wurden ausgezeichnet Katrin Geyer, Nadine Willert und Michelle Willert. Akrobatisch die Soloauftritte von Tanzmariechen Sophia trainiert von Elke Mölkner und Tanzmariechen Michelle trainiert von Steffi Bayer.


Männerballett feiert Premiere mit seinem "Einhorntanz"

Premiere hatte auch das Männerballett mit dem "Einhorntanz", das Publikum war so begeistert, dass es eine Zugabe forderte. "Die jungen wilden Bäuerinnen" strapazierten danach die Lachmuskeln der Gäste, indem sie über Gott und das Lokalgeschehen in Effeltrich redeten. Beispielsweise über die Knochenfunde auf dem Friedhof und das Ersatzteillager für Brieftauben beim Auto Bayer. Das Männerballett als Pfadfinder und der Schautanz der Aktivengarde begeisterten die Besucher zum Abschluss des Abends.
Mit einem begeisterten Finale aller Mitwirkenden auf der Bühne verabschiedeten sich die Akteure mit dem Lied "Wenn die Zeiten etz nu schlechter wearn". Bis in die frühen Morgenstunden unterhielt musikalisch "The September" aus Röttenbach die närrischen Gäste.

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