"Alle Sterne steht bereit, drum auf zur Ebser Faschingszeit." Dieses Motto des Elferrates Ebermannstadt zog sich durch die bereits 65. Prunksitzung. Eine Begrüßung in Reimform hatte Bürgermeisterin Christiane Meyer wie schon im vergangenen Jahr parat. "Was soll vom Rathaus ich erzählen? Der Schlüssel liegt beim Narren-Boss. Die Kasse auch, das muss mich quälen, wer weiß wohin der Zaster floss! Zum Trost: Wenn beides ist entführt, weiß man, dass der Humor regiert."

Auch über die Fortschritte in der Stadt berichtete sie in Reimform. "Am Obern Tor der Supermarkt ist angefangen, das macht Mut. Die Baustelle am Breitenbach ist eingewintert, das tut gut. Die Parkuhrn sind verschwunden all, das Kleingeld bleibt fürn Faschingsball."

Doch nicht nur positiv war der Blick auf die Ebermannstadter Entwicklungen. Der "Stadtschreier" (Sonja Müller) nahm nicht nur die Dauerthemen in Ebermannstadt auf die Schippe, sondern wusste auch mit seinem Auftritt zu überzeugen. Beispielsweise schilderte er den Plan, den EBSer Supertunnel zeitgleich mit dem Berliner Flughafen zu eröffnen.

Milena Hetz erzählte von ihren Problemen, einen Traumprinzen zu finden. "Wo bekommt man in Ebs bloß an Traumprinz‘ her", fragte sie immer wieder. Stanislaus (Gerhard Fickert) erklärte indes die Bedeutung des neuerlichen Faschingsordens, mit der Sternwarte Feuerstein als Motiv. Aber auch derbe Sprüche ließ er sich nicht nehmen. "Wir alle müssen mit unseren Enttäuschungen leben: Ich muss mit meiner sogar schlafen. Die Wohlmuthshüller Dorfschnattern (Noela Höß und Mia Gularna) erzählten ebenfalls aus ihrem Leben.

Abgerundet wurde der Abend mit Einblicken in die Gastwirtschaft mit Dominik Betz sowie Volker Höß, der sich auf der Bühne tänzerische Unterstützung vom Zweiten Bürgermeister Sebastian Götz holte.

Selbstverständlich waren auch wieder Tanztruppen vertreten. Die Kindergarde, Jugendgarde, große Garde sowie das Männerballet zeigten zu Songs von "Zuckerpuppe", bis "Wünsch dir was" beeindruckende Choreographien.

Auch Tränen gab es: Doris Hohmann, Trainerin der großen Garde, hatte wenige Tage vor der Prunksitzung nach 24 Jahren ihren Abschied verkündet.