Pretzfeld

Pretzfelder Haushalt war "schwere Geburt"

Der Gemeinderat Pretzfeld hat nun den Haushalt verabschiedet - für das Jahr 2017.
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Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa
Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa
Beruhigt konnten die Pretzfelder Marktgemeinderäte nach ihrer Sitzung auf den Geburtstag des Dritten Bürgermeisters Walther Metzner (WPA) anstoßen: Denn der Haushalt des abgelaufenen Jahres 2017 war nun endlich verabschiedet worden.

Zuvor hatte der Haupt-, Verwaltungs- und Finanzausschuss getagt. Allerdings war dieser nicht beschlussfähig gewesen, da viele Ausschussmitglieder gefehlt hatten. Zur kurzfristig anberaumten Sitzung waren neun Räte erschienen und somit war das Gremium beschlussfähig. Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökol.) erklärte, dass keine Kreditaufnahmen nötig seien und keine Verpflichtungsermächtigungen veranschlagt werden müssen.

Karl-Ludwig Grodd (WPA) monierte, dass die Vorbereitungszeit sehr eng gewesen sei. Er habe Verständnis für die Situation in der Verwaltung, habe sich aber trotzdem gewünscht, dass er die Unterlagen früher erhalten hätte. Trotz des umfangreichen Zahlenwerks hatte Marktgemeinderat Heinrich Wölfel (WGO) eine falsche Zahl entdeckt, die umgehend korrigiert wurde.

Grund für die späte Aufstellung des Haushaltsplans waren personelle Engpässe in der Verwaltung. Geschäftsführer Andreas Pfister erklärte die einzelnen Positionen. Derzeit zahlt die Marktgemeinde noch drei Darlehen ab, wovon zwei im nächsten Jahr auslaufen und das dritte abbezahlt werden kann. "2018 muss nur noch das Breitbandförderdarlehen getilgt werden", erklärte Pfister.


Pro-Kopf-Verschuldung

Die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2017 beläuft sich auf 81,81 Euro. Für 2018 hat Pfister eine Pro-Kopf-Verschuldung von 32,02 Euro berechnet.

Bei den Einnahmen des Verwaltungshaushaltes betragen die Grundsteuer A 39.200 Euro, die Grundsteuer B 216.000 Euro, die Gewerbesteuer 960.000 Euro, die Einkommensteuer 1.530.000 Euro und die Schlüsselzuweisungen 404.000 Euro.

Bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt monierte Karl-Heinz Grodd, dass keine Ausgaben für den Straßenbau der Sportplatzstraße vorgesehen sind. "Das schieben wir schon Jahre vor uns her. Genauso den Fußweg zum Friedhof", meinte Grodd und forderte eine Prioritätenliste für solche Maßnahmen. Außerdem müsse man überlegen, was die nächsten Schritte bei der Umgestaltung des Friedhofs seien.

Danach las die Bürgermeisterin die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2017 vor. Hier wurde der Haushaltsplan im Verwaltungshaushalt mit 4.763.100 Euro und im Vermögenshaushalt mit 2.842.200 Euro festgesetzt. Die Haushaltssatzung wurde mit einer Gegenstimme erlassen. Der Stellenplan und der Finanzplan für 2018 bis 2020 wurden einstimmig beschlossen. Walther Metzner bedankte sich bei der Verwaltung für die Arbeit und bezeichnete den Haushalt 2017 als "schwere Geburt". Zudem bat er, dass zukünftig die Unterlagen früher zur Verfügung stehen, um den Räten die Möglichkeit zu geben, sich intensiver vorzubereiten. Dem stimmte auch Karl-Heinz Grodd zu und beschrieb die Situation als "für alle nicht befriedigend".

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