Pretzfeld
Marktgemeinderat

Pretzfeld lehnt Allradfahrzeug für Feuerwehr Hetzelsdorf ab

Der Gemeinderat Pretzfeld diskutierte über die Anschaffung eines Fahrzeuges für die Feuerwehr Hetzelsdorf und über ein Messgerät für Motorradlärm.
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Ein Tragkraftspritzenfahrzeug  Symbolfoto: Herbert Fischer
Ein Tragkraftspritzenfahrzeug Symbolfoto: Herbert Fischer
Im vergangenen Jahr war der Pretzfelder Haushalt mit Mühe zum Jahresende verabschiedet worden, heuer wurde der Haushalt am 25. Juli vorberaten und nun ohne Diskussion oder Anmerkungen in der Marktgemeinderatssitzung beschlossen. Der Verwaltungshaushalt ist mit 4.557.400 Euro und der Vermögenshaushalt mit 3.661.200 Euro festgesetzt. Kreditaufnahmen für Investitionen sind nicht vorgesehen.

Der Höchstbetrag der Kassenkredite ist auf 750.000 Euro festgesetzt. "Schließlich haben wir da lange genug diskutiert", merkte Maria Hack (FA) an. Danach fragte Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökologen), ob das Gremium den Finanzplan genehmigen kann, der auch gleich einstimmig beschlossen wurde. Dieser sieht für 2019 einen Gesamthaushalt von 8,4 Millionen Euro, für 2020 7,5 und für 2021 7,3 Millionen Euro vor.


Antrag aus Hetzelsdorf

Diskutiert wurde über die Wiedervorlage des Antrages der Freiwilligen Feuerwehr Hetzelsdorf. Diese möchte ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) bevorzugt mit Allradantrieb anschaffen. Allerdings würde dadurch das Fahrzeug zu schwer und nicht mehr förderfähig. Das kommentierte Renate Hofmann (WIR) mit: "Wer macht denn da die Vorschriften? Das sind doch nur Theoretiker."

Rose Stark erklärte, dass ein Gespräch mit Kreisbrandmeister Michael Wölker stattgefunden habe. Ein Allradfahrzeug würde etwa 10.000 Euro mehr kosten und wird von ihm nicht befürwortet. Außerdem sei die EU-weite Ausschreibung für das TSF sehr kompliziert und man müsse das von einem Büro durchführen lassen. Der Kaufpreis des TSF wird auf 90.000 Euro geschätzt. Dazu kämen der Allradantrieb und 5000 Euro für die Ausschreibung durch ein Büro. Die Förderung von etwa 30.000 Euro würde jedoch entfallen.


Mit oder ohne Allrad?

Da die Stadt Ebermannstadt eine Ausschreibung für ein TSF ohne Allrad durchführen will, könnte die Anschaffung gemeinsam erfolgen. Hier kämen nach Abzug der Förderung 62.500 Euro an Kosten auf die Marktgemeinde zu, bei einem TSF mit Allrad 105.000 Euro, wobei 10.000 Euro vom Feuerwehrverein getragen würden. Heinrich Wölfel (WGO) meinte, dass die Feuerwehr nicht wolle, dass höhere Kosten auf die Gemeinde zukommen. Deshalb sollten für das TSF Schneeketten angeschafft werden. Walther Metzner (WPA) fand es aufgrund der Topografie wichtig, dass ein Einsatzfahrzeug Allrad hat. Die Bürgermeisterin erklärte, dass es eben gewisse Regeln gebe und der Kreisbrandrat Allrad nicht für gerechtfertigt erachte.


Lärm der Motorräder

Rose Stark informierte die Marktgemeinderäte, dass der Landkreis Forchheim ein Gerät zur Messung der Lautstärke von Motorrädern für 25.000 Euro anschaffen wolle. Allerdings hatte sie die Befürchtung, dass einige Fahrer dann sogar mehr Gas geben könnten, um zu sehen, wie laut ihr Fahrzeug ist. Gerhard Kraft (FW) ist der Ansicht, dass Lärmschutz nicht sonderlich geachtet werde und jeder Schritt zur Überprüfung wichtig sei. Gerhard Mühlhäußer (CSU/BB) hielt von einem solchen Gerät nichts und meinte, es müsse mehr Überprüfungen durch die Polizei geben.


Gütesiegel "Heimatdorf"

Weiter informierte Rose Stark, dass es eine Ausschreibung Gütesiegel "Heimatdorf" gebe und die Räte ihren Ortsteil anmelden können. Zudem habe Kulturreferent Toni Eckert angefragt, ob Tafeln für weitere kulturhistorische Stätten benötigt werden. Und sie informierte über das Bürgergespräch in Poppendorf.

Das Gremium genehmigte einen 50-prozentigen Zuschuss für die Erneuerung der Matschanlage des Kindergartens Sankt Franziskus in Höhe von 2510 Euro.


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