Poxdorf
Ernährung

Poxdorfer Grundschule fördert Wertschätzung der Lebensmittel

Ein Aktionstag "Gesunde Ernährung" fand in der Poxdorfer Schule statt. Die Grundschule wird durch ein EU-Programm mit Obst, Gemüse und Milch beliefert.
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Bei der Blindverkostung von vier Milchtypen je nach Haltbarkeitsdauer Foto: Dagmar Niemann
Bei der Blindverkostung von vier Milchtypen je nach Haltbarkeitsdauer Foto: Dagmar Niemann
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Die Europäische Union (EU) stellt jedes Jahr circa 250 Millionen Euro für Schulkinder in den EU-Ländern zur Verfügung, damit diese kostenlos mit Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten versorgt werden. Für das laufende Schuljahr hatte sich auch die Grundschule Poxdorf um die Teilnahme an diesem Programm beworben. Sie wird nun von zugelassenen Lieferanten regelmäßig mit Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukten beliefert. Außerdem hat Sigrid Gebhardt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bamberg für Poxdorf einen Aktionstag vorbereitet, der das Ziel verfolgt, gesunde Ernährung zu unterstützen und die Wertschätzung für die Nahrungsmittel bei den Schülern zu fördern.

Das Programm des Aktionstages war recht anspruchsvoll. Alle 70 Schüler mussten, in Gruppen aufgeteilt, fünf Stationen durchlaufen: Bei der Station 1 lernten sie, wie die Kuh die Milch macht und welche Informationen der Verbraucher auf den Milchpackungen findet. An Station 2 ging es darum, welche Nährstoffe die gängigen Obst- und Gemüsesorten enthalten und was Joghurt noch dazu liefert. Es folgten die Blindverkostung von vier Milchtypen je nach Haltbarkeitsdauer (Station 3) und die praktische Übung, durch eifriges, langes Rühren Milch in Sahne und dann gar in Butter zu verwandeln (Station 4). An Station 5 sollten die Kinder Spießchen herstellen, indem sie Käse und Weintrauben kombinierten. Die größte Attraktion war: Sie konnten an einem künstlichen Kuheuter das Melken probieren, wobei sie von Kreisbäuerin Rosi Kraus angeleitet wurden. Zum Abschluss trafen sich alle in der Schulaula zu einer "Brotmeditation". Nachdem meditative Musik die Kinder auf Ruhe und Konzentration eingestimmt hatte, zählte die stellvertretende Kreisbäuerin Christine Werner auf, was alles geschehen muss, damit aus Getreide ein Laib Brot wird: In jeder Schnitte Brot stecke nicht nur eine Menge Arbeit, sondern auch Nährwert - und Duft und Geschmack, weshalb man sein Brot keinesfalls achtlos wegwerfen sollte. Dann erhielten alle Kinder eine Schnittlauchbrotschnitte, wobei die Aktionsorganisatorin Sigrid Gebhardt daran erinnerte, dass viele Kinder auf der Welt nie in den Genuss solch leckerer Schnitten kommen. Als Überraschung wurden noch Geschenktüten verteilt. Darin befanden sich nicht nur Schulutensilien wie Bleistift, Radiergummi und Hausaufgabenheft, sondern auch lustig gestaltete Broschüren zur Ernährung von Schulkindern ("Schul fit!"), zum Mixen von Milch-Schlemmerdrinks (Mix mit!") oder Anleitungen mit Vorschlägen für die Brotzeitbox von Schul- und Kindergartenkindern.

Im Schuljahr 2016/17 sind in Deutschland rund 1,76 Millionen Kinder in den Genuss der Lebensmittel aus dem EU-Schulprogramm gekommen.



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