Poxdorf
Gemeinderat

Poxdorf geht Planung für das Raiffeisengelände an

Der Gemeinderat Poxdorf hat den Haushalts- und Finanzplan verabschiedet. Außerdem wird die Bebaubarkeit des alten Raiffeisengrundstücks untersucht.
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Das Raiffeisengebäude in Poxdorf in seinem derzeitigen Zustand Foto: Dagmar Niemann
Das Raiffeisengebäude in Poxdorf in seinem derzeitigen Zustand Foto: Dagmar Niemann
Im Poxdorfer Gemeinderat ging es um die seit langem kontrovers diskutierte Frage, was mit dem in den 1950er Jahren gebauten Raiffeisenlagerhaus in der Pfarrer-Geiger-Straße gegenüber der Kirche geschehen soll. Grundstück samt Lagerhaus hatte die Gemeinde im Jahre 2000 gekauft, ursprünglich, um dort eventuell ein neues Feuerwehrhaus zu errichten.

Später gab es dann Pläne zu Umbau und Nutzung des Gebäudes als Bürgerhaus. Dies wurde 2008 durch einen Bürgerentscheid gestoppt. Seitdem verfällt das Lagerhaus. In unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche, des ehemaligen Pfarrhauses, heute Pfarrheim St. Anna, und des alten Mesnerhauses, heute Pfarrbücherei, wirkt es besonders desolat - ein nicht gerade attraktiver Eindruck, wenn man von Kersbach kommend nach Poxdorf hineinfährt.


1500 Quadratmeter groß

Nach der eingehenden Diskussion stellte Bürgermeister Paul Steins (CSU) die Frage in den Raum, ob Architekt Norbert Siewertsen (Baiersdorf) beauftragt werden solle, die Bebaubarkeit des circa 1500 Quadratmeter großen Grundstücks zu ermitteln. In einer Vorplanung soll er Ideen dafür entwickeln, dort ein Mehrzweckgebäude für Feuerwehr, Rathaus und Bürgerhaus mit einem Saal für rund 200 Personen zu errichten.

Das derzeitige, 2011 baulich modernisierte kombinierte Feuerwehr-/Rathaus in der Hauptstraße ist viel zu klein, wenn man den im letzten Jahr erstellten Feuerwehrbedarfsplan zugrunde legt: Für Männer und Frauen getrennte Sanitäranlagen sind nicht vorhanden, Parkplätze ebenfalls nicht. Das Büro Siewertsen hat angeboten, die Voruntersuchung für 5600 Euro durchzuführen. Die Gemeinderäte votierten einstimmig für die Beauftragung.


Haushalt 2018

Der Entwurf des Haushaltsplanes 2018 war den Räten bereits mit der Sitzungseinladung zugegangen. Kämmerin Christine Keusch war anwesend, um Verständnis- und Kontrollfragen zu beantworten.

Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 5.043.650 Euro. Die Rücklagenentnahme liegt bei 1.848.970 Euro; Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen.

Bei einem voraussichtlichen Schuldenstand zum 31. Dezember 2018 von 447.000 Euro wird die Pro-Kopf-Verschuldung der 1540 Poxdorfer Einwohner bei circa 290 Euro liegen (2017 waren es 314 Euro).

Bei der Beurteilung der dauernden Leistungsfähigkeit der Gemeinde waren sich Bürgermeister und Kämmerin einig: Der Haushalt ist solide; die Gemeinde steht nicht schlecht dar, denn sie kann die derzeitig laufenden großen Maßnahmen - zum Beispiel Sanierung der Schule, Grundstückskauf für das Neubaugebiet - vollständig aus den Rücklagen finanzieren. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssten allerdings entweder die Einnahmen gesteigert (etwa durch ein neues Gewerbegebiet oder durch Grundstücksverkäufe) oder die Hebesätze der Steuern erhöht werden. Denn bei den Ausgaben für die laufenden Unterhaltungsmaßnahmen kann man nicht sparen. Die Genehmigung des Haushaltes erfolgte einstimmig.


Der Haushalt in Zahlen

Verwaltungshaushalt 2.682.450 Euro
Vermögenshaushalt 2.361.200 Euro

Wichtige Einnahmen:
Schlüsselzuweisung 176.000 Euro
Einkommensteuer 1.285.000 Euro
Grundsteuer A 19.000 Euro
Grundsteuer B 130.200 Euro
Gewerbesteuer 240.000 Euro

Größte Ausgaben:
Personal (ohne FFW, Bauhof) 517.150 Euro
Kreisumlage 672.000 Euro
VG-Umlage 301.100 Euro
Umlagen an den Abwasserverband AGV 103.000 Euro

Wichtige Investitionen:
Neues Feuerwehrfahrzeug 320.000 Euro
Straßenbau Waldstraße 425.000 Euro
Brandschutz Schule (Restbetrag) 60.000 Euro
Energetische Sanierung Schule (Rest) 70.000 Euro
Isek 30.000 Euro
Friedhofsneugestaltung 300.000 Euro
Neubaugebiet Grundstückskauf 500.000 Euro
Planung Raiffeisengebäude 55.000 Euro


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