Forchheim
Wohnungsbau

Philosophenviertel in Forchheim ist beschlossene Sache - SpVgg Jahn will keine Zeit mehr verlieren

Der Stadtrat hat die schwierigen Verhandlungen zum Megabauprojekt Philosophenviertel abgeschlossen. Der Jahn Forchheim freut sich zudem über eine höhere Förderung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auf dem Sportgelände des Jahn Forchheim soll eine Wohnsiedlung mit rund 286 Wohnungen entstehen. Der Stadtrat stimmte am Dienstag (23. Juli 2019) final dem Bebauungsplan zu. Foto: Ronald Heck
Auf dem Sportgelände des Jahn Forchheim soll eine Wohnsiedlung mit rund 286 Wohnungen entstehen. Der Stadtrat stimmte am Dienstag (23. Juli 2019) final dem Bebauungsplan zu. Foto: Ronald Heck
+1 Bild

Am Dienstag hat der Forchheimer Stadtrat einstimmig dem Bebauungsplan zur geplanten Wohnsiedlung Philosophenviertel zugestimmt. Mit dem Beschluss in der Stadtratssitzung am Dienstag finden somit auch die schwierigen Verhandlungen zum Umzug der SpVgg Jahn Forchheim und zum Verkauf des Jahngeländes an den Immobilieninvestor Dignus einen Abschluss.

Auf den Sportflächen des Jahn und des ATSV Forchheim in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße soll ein hochverdichtetes innerstädtisches Wohnquartier mit rund 286 Wohnungen entstehen. Mit dem Megaprojekt soll vor allem "dringend benötigter" Wohnraum geschaffen werden. Das Philosophenviertel ist eines der größten Wohnbauprojekte der Stadtgeschichte. Die Stadträte und -rätinnen lobten einhellig die langjährige und intensive Arbeit aller Beteiligten und sprachen von einem "Meilenstein" und einem "großen Wurf" für die Stadt Forchheim.

Sportvereinigung Jahn Forchheim will keine Zeit verlieren

Der Stadtratsbeschluss hat den Weg frei für den Vereinsumzug in den Stadtnorden gemacht; die Verantwortlichen der Sportvereinigung Jahn Forchheim wollen nun keine weitere Zeit mehr verlieren. Sie haben den Förderantrag zur Errichtung der neuen Sportanlage bereits fertig. "Wir haben uns schon im Vorfeld mit dem Landtagsabgeordneten Michael Hofmann und dem BLSV-Kreisvorsitzenden Edmund Mauser ausgetauscht und wussten daher, dass das bestehende Förderprogramm für Vereinssportstättenbau aufgestockt wird. Damit können wir jetzt eventuell die Verluste durch die Verzögerungen aufgrund der langwierigen Verhandlungen ausgleichen", hofft Jahn-Finanzchef Gerhard Tinkl.

Jahn-Umzug: Klug auf die Förderung gewartet

Anstatt 20 Prozent Förderung der zuwendungsfähigen Kosten bekommt der Jahn aufgrund der neuen Regelungen jetzt 30 Prozent. "Und fünf Prozent kommen noch obendrauf weil wir im Landkreis Forchheim ein ,Raum mit besonderen Handlungsbedarf' sind", erläutert Mauser. Dies sei das Verdienst des Stimmkreisabgeordneten Hofmann, der sich dafür stark eingesetzt habe. "Bei einem Investitionsvolumen von rund 4,5 Millionen macht das schon etwas aus."

Der Freistaat hat für dieses Sonderförderprogramm, das seit 15. Juli gilt, zusätzlich zehn Millionen Euro jährlich eingestellt. "Da ich wusste, dass dies gerade auch für unsere Sport- und Schützenvereine in der Region eine wesentliche Verbesserung bringt, habe ich dazu geraten, mit dem Förderantrag noch zu warten", informierte MdL Michael Hofmann, der Mitglied des Haushaltsausschusses im bayerischen Landtag ist.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren