Heiligenstadt
Auszeichnung

Peter Landendörfer aus Heiligenstadt erhält nach Sozialpreis nun Ehrenmedaille des Bezirks

Peter Landendörfer aus Heiligenstadt (Kreis Bamberg) hat die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken erhalten.
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Günther Denzler (l.) überreicht Peter Landendörfer die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken. Foto: Carmen Schwind
Günther Denzler (l.) überreicht Peter Landendörfer die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken. Foto: Carmen Schwind
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Peter Landendörfer aus Heiligenstadt ist die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken durch den Bezirkstagspräsidenten Günther Denzler verliehen worden. Dieser meinte in seiner Ansprache: "Es kommt nicht oft vor, dass ein Bezirkstagspräsident innerhalb von zwei Monaten zwei Laudationes auf ein und denselben Menschen halten darf." Denn acht Wochen zuvor hatte Landendörfer bereits den Sozialpreis der Oberfrankenstiftung erhalten. Die Verleihung der Ehrenmedaille erfolgte in eher familiärem Umfeld. Günther Denzler wies darauf hin, dass die Ehrenmedaille des Bezirks nur an Persönlichkeiten vergeben werde, die sich in besonderem Maße für Oberfranken und seine Menschen engagieren.

Praxis und Lehrauftrag

Peter Landendörfer ist Allgemeinmediziner und führt eine Praxis in Heiligenstadt. Hier engagiert er sich unter anderem im Gemeinderat (Gruppierung WG) und für Senioren. Als Lehrbeauftragter am Institut für Allgemeinmedizin an der Technischen Universität in München bildet er nicht nur Mediziner aus, sondern versucht sie auch davon zu überzeugen, sich auf dem Land niederzulassen.

Entwicklung des ländlichen Raumes

Der Bezirkstagspräsident lobte in seiner Rede Landendörfers Studien zur Sicherung der Attraktivität und Lebensqualität am Beispiel des Marktes Heiligenstadt. Hier ging es um die zukünftige Entwicklung des ländlichen Raumes, um die Chancengleichheit der Lebensräume und auch zwischen Stadt und Land zu erhöhen. Zusammenfassend zitierte Denzler Staatsministerin Melanie Huml (CSU), die Landendörfer beschrieb als einen "vielseitig engagierten Mitbürger, der sich weit über seine berufliche Tätigkeit als Arzt für Allgemeinmedizin hinaus für hilfsbedürftige Menschen einsetzt". Peter Landendörfer war sichtlich gerührt und erklärte, dass er das alles nur habe tun können, weil ihn seine Familie unterstützt habe. Er trug einen Gedanken von Viktor von Weizsäcker vor. Nach ihm hat das Können immer auch mit Dürfen zu tun: "Und in meiner Familie ist diese Achtung und Wertschätzung für das Ehrenamt vorhanden. In ihr habe ich den notwenigen Rückhalt für diese Tätigkeit, auch wenn sie immer wieder viele, viele Stunden auf mich verzichten, damit ich das alles tun konnte, was heute der Anlass und Grund meiner Ehrung ist."

Die Gesellschaft "impfen"

Der Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU) meinte, dass es wichtig sei, dass es Menschen gebe, die die Gesellschaft "impfen", um etwas zu bewegen und zu verändern. Ein solcher sei Peter Landendörfer, dessen Erfolg programmiert war, weil er eine Buttenheimerin geheiratet hatte. Durch seine Stimme und sein Auftreten beeindrucke er die Menschen. Kalb bedankte sich für Landendörfers Leistungen. Über die Auszeichnung freute sich auch Dritter Bürgermeister Johannes Harrer (CSU), der den Geehrten privat gut kennt. "Er ist ein richtig guter Zuhörer und sehr zuverlässig", meinte Harrer und beschrieb Landendörfer als Genießer. "Außerdem hat er eine liebe Frau, die sich sehr um ihn kümmert", fügte der Dritte Bürgermeister hinzu. Die beiden sind wohl Mitglieder in unterschiedlichen Parteien, "doch auf kommunalpolitischer Ebene ist Parteipolitik zweitrangig", meinte Harrer. Hier gehe es um das Wohl der Bürger. Nach den Ansprachen wurde in zwanglosem Rahmen noch gefeiert.



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