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LKR Forchheim
Unwetter

Orkantief "Sabine" zieht durch den Landkreis Forchheim

Ganz Deutschland wurde vom Sturmtief "Sabine" in der Nacht von Sonntag und am Montag heimgesucht. Während andernorts Menschen schwer verletzt wurden, kam der Landkreis Forchheim recht glimpflich davon.
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Der Unterricht an den Schulen - wie hier am Herdergymnasium - fiel komplett aus. Foto: Ronald Heck
Der Unterricht an den Schulen - wie hier am Herdergymnasium - fiel komplett aus. Foto: Ronald Heck
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Schon ab Donnerstag wurde vor dem Unwetter gewarnt. Orkantief "Sabine" machte sich von Norden auf den Weg durch Deutschland und richtete große Schäden an. In Paderborn und Saarbrücken wurden drei Menschen schwer verletzt. Mit bangen Blicken wurde auf das gewartet, was auf den Landkreis Forchheim zukommen würde.

Schulen und Kitas geschlossen

"Alle Schüler im Landkreis durften zuhause bleiben", erklärt ein Sprecher des Landratsamtes Forchheim. Bereits am Sonntag wurde vermeldet, dass im Landkreis die Schule ausfällt. In ganz Bayern fiel der Unterricht am Montag aus. Auch die Kindertagesstätten im Landkreis blieben geschlossen.

Für die Eltern ging das große Organisieren los, wo die Kinder untergebracht werden können - denn für Arbeitnehmer gilt ein Sturm nicht als Entschuldigung zum Fernbleiben von der Arbeit. So musste jede Schule eine Betreuung gewährleisten, um Schüler während der regulären Unterrichtszeit beaufsichtigen zu können. Am Dienstag soll der Unterricht wieder regulär stattfinden.

Zugverkehr lahmgelegt

Auch Bahn-Pendler hatten unter Sturmtief "Sabine" zu leiden. Am Montagmorgen fiel der Bahnverkehr in der Region komplett aus. Gegen Mittag nahm die Deutsche Bahn den Zugbetrieb in Nordbayern vereinzelt wieder auf. Die Zugreisenden in Franken mussten aber mit erheblichen Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen rechnen.

Der Sturm verursachte zudem einen Verkehrsunfall in der Nähe von Neuses: Wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilt, wehte gegen 6.20 Uhr eine Sturmböe auf der Staatsstraße zwischen Altendorf und Neuses an der Regnitz, wodurch ein Kleinwagen von der Fahrbahn abkam. Die Fahrerin zog sich dabei leichte Verletzungen zu.

Im Laufe des Tages regnete es vereinzelt im Landkreis Forchheim stark. Dazu blies zeitweise ein starker Wind. Die Wetterstation in Dietzhof registrierte am Vormittag beispielsweise Windgeschwindigkeiten von bis zu 42 Stundenkilometer, in Bammersdorf wurden 34 km/h gemessen. Der Wind brach vielerorts Äste ab und knickte Bäume um.

Kaum Einsätze im Landkreis

Von größeren Sturmschäden blieb der Landkreis allerdings verschont. "Es gab keine Polizeieinsätze bezüglich des Sturms", teilt ein Sprecher der Polizeiinspektion Forchheim mit. Auch die Feuerwehren im Landkreis hatten glücklicherweise wenig zu tun. Lediglich zwei Einsätze gab es im ganzen Landkreis für die Feuerwehrkräfte am Morgen.

Um 7.30 Uhr musste ein Baum von der Kreisstraße 41 in Niedermirsberg geräumt werden. An der Burg Feuerstein drohte um 8.30 Uhr ein angebrochener Baum auf die Straße zu fallen. Präventiv wurde er von der Feuerwehr beseitigt. Ansonsten blieb die Nacht und der Morgen einsatzlos.

"Einen Bereitschaftsdienst musste wir nicht einrichten", sagt Kreisbrandrat Oliver Flake. Zudem erfolgte keine Alarmierung. Jedoch kam es zu weiteren Einsätzen, bei denen Bäume Straßen blockierten. Im Bereich Eschlipp, Eggolsheim und Behringersmühle mussten gegen 11.20 Uhr fünf Bäume von den Straßen geräumt werden. Und in Neunkirchen am Brand löste Sturmtief "Sabine" eine Werbereklame ab. Es seien aber nur kleine Einsätze gewesen, sagt Oliver Flake.

"Für den Bauhof und ÖPNV gab es keine Probleme", erklärt der Landratsamt-Sprecher. Die Busse konnten im Landkreis normal verkehren und für den Bauhof gab es auf den Straßen nichts zu tun.

Stromausfall in Waischenfeld

Weniger Glück hatten die Bewohner in Waischenfeld: Gestern zwischen 11.15 und 13.15 Uhr war die komplette Stadt und umliegende Ortschaften von der Stromversorgung abgeschnitten. Das öffentliche Leben war komplett lahmgelegt und die Bürgerinnen und Bürger konnten weder im Supermarkt einkaufen noch an der Tankstelle tanken. Betroffen vom Stromausfall in Waischenfeld war auch die Mobilfunkversorgung. Laut Auskunft des Netzbetreibers Bayernwerk AG waren Bäume auf die Stromleitung gefallen.

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