Ebermannstadt
Handel

Nonfood-Discounter beerbt Solarium

Der Bauausschuss Ebermannstadt gab grünes Licht für die Nachnutzung des Areales am Oberen Tor durch das Handelsunternehmen Tedi.
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Dort, wo jetzt das Sonnenstudio ist, will das Einzelhandelsunternehmen Tedi einziehen.  Foto: Josef Hofbauer
Dort, wo jetzt das Sonnenstudio ist, will das Einzelhandelsunternehmen Tedi einziehen. Foto: Josef Hofbauer

Die Tage des Sonnenstudios am "Oberen Tor" sind gezählt. Leer stehen wird die Immobilie dennoch nicht, denn ein Nachmieter ist bereits gefunden. Einziehen soll der Nonfood-Händler Tedi.

Das Sortiment des Discounters, eine Tochtergesellschaft der Tengelmann-Gruppe, soll auf einer Fläche von 513 Quadratmetern angeboten weden - die Flächen des jetzigen Sonnenstudios und eines ehemaligen Sportgeschäftes, die zusammengelegt werden.

Schwer einzuordnen

Die Größe der Verkaufsfläche des "Ein-Euro-Ladens" machte den Mitgliedern des Bauausschusses zu schaffen. Das Angebot des Unternehmens, das mit Ge- und Verbrauchsartikel des täglichen Bedarfes umschrieben wird, sei schwer einzuordnen, so Alexander Ebert vom Bauamt der Stadt. Dazu zählten neben Haushalts-, Party-, Heimwerker- und Elektroartikeln auch Schreib- und Spielwaren sowie Drogerie- und Kosmetikprodukte. Hinzu kämen saisonale Artikel.

Die Summe der Nettoverkaufsflächen im gesamten Sondergebiet "Handel und Dienstleistungen" am Oberen Tor ist nämlich exakt definiert. So dürfen in unterschiedlichen Sortimentsbereichen bestimmte Verkaufsflächen nicht überschritten werden. Die Vielfalt der Produkte und der rasche Wechsel der Sortimente erschwere eine Eingruppierung. So sei der Bogen im Bereich Sport, Spiel und Hobby weit gespannt.

Kompromiss vorgeschlagen

Ebert schlug vor, eine geringe Überschreitung der Verkaufsfläche in den Bereichen Gesundheit und Körperpflege sowie Sport Spiel und Hobby in Kauf zu nehmen. Bei Gesundheit und Körperpflege sind die Kapazitäten durch den dm-Drogeriemarkt mit 710 Quadratmetern bereits komplett ausgereizt.

Da Tedi aber nur 39 Quadratmeter für dieses Sortiment benötigt, stimmte der Bauausschuss dieser Überschreitung zu. Bei Sport, Spiel und Hobby, wozu Dekoration und Partyartikel genauso gehören wie Künstlerbedarf, Geschenkverpackungen, Werkzeug, Spielwaren, Tier- und Gartenbedarf, sind im Konzept von Tedi 32,1 Quadratmeter ausgewiesen.

Hinnehmbar, fanden die Mitglieder des Bauausschusses, zumal sie dem Angebot Innenstadtverträglichkeit attestierten. Prozentual gesehen liegt die Überschreitung im Bereich der Drogeriewaren bei 4,1 Prozent, im Kosmetikbereich bei 3,5 Prozent.Immerhin werde dadurch ein Leerstand verhindert.

"Da ist auch der Kik draußen, da passt der Tedi dazu", fand Stadtrat Ludwig Brütting. Er hat recht, denn auch Kik ist ein Tochterunternehmen von Tengelmann.

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