Neunkirchen am Brand
Marktgemeinderat

Neunkirchen auf dem Weg zu vier Klassen in einer Jahrgangsstufe

Die Grundschule wird aufgrund der Bevölkerungsentwicklung des Marktes Neunkirchen am Brand vierzügig werden. Ein Anbau oder Neubau wird notwendig sein.
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In der Grundschule Symbolfoto: K.-H.. Hofmann
In der Grundschule Symbolfoto: K.-H.. Hofmann
Die Grundschule in Neunkirchen muss größer werden. Doch bevor festgelegt wird, ob man das jetzige Schulgebäude mit einen Erweiterungsanbau vergrößert oder die Grundschule an einem neuen Standort neu baut, wollte der Marktgemeinderat die Mehrzügigkeit der Klassen gesichert wissen. Ob die Grundschule aufgrund der Einwohnerzahlentwicklung vierzügig wird, weist die Regierung bis zum Jahresende an.

Dazu musste aber ein Nachweis für die vorgeschriebenen 84 Schüler, die es für eine Vierzügigkeit braucht, vorgelegt werden. Die Gemeinde konnte mir der Bevölkerungsprognose diesen Nachweis erbringen. Erstellt wurde sie von der Firma Salm und Stegen. Volker Salm stellte die Bevölkerungsentwicklung für den Markt in der Jahresschlusssitzung vor.

Neunkirchen ist eine Zuzugsgemeinde. Eine jährliche Zuwanderung von 51 Einwohnern zählte der Stadtplaner, 30 Bauvorhaben würden jährlich fertiggestellt werden. Die Flüchtlingskrise habe sich in den Einwohnerzahlen nicht bemerkbar gemacht. Vor allem im unteren Altersbereich profitierte die Gemeinde.

Nach der Ausbildung würden viele Bürger die Heimat verlassen, später sei zur Errichtung eines Eigenheims wieder eine Zuwanderung erkennbar. Auch in den hohen Altersklassen gibt es viele Zuzüge, bedingt durch Pflegeheime. Wichtig für den Bestand, wie es Salm nannte, sei die Innenort-Entwicklung.

Eine Hochrechnung an zu erwartenden Einwohnern wurde dann angefertigt: 2,25 Einwohner pro Wohneinheit für das auf dem Hemmerleingelände geplante Bauvorhaben. Die Kinder unter zehn Jahren würden hier 9,8 Prozent ausmachen. Bei Bauland für Einfamilien- oder Doppelhäuser würde der Zuzug bei 3,3 Einwohnern pro Einheit angesetzt werden. Die interessante, für die Schule benötigte Entwicklung der Kinder U3, U6 und U10 würden hier 31 Prozent betragen.

Ohne Baulandentwicklung wäre die Zahl negativ, da die Zahl der Sterbefälle höher als die der Geburten wäre. Martin Walz (CSU) merkte an, dass auch bei der Variante Baulandentwicklung ab 2027 mit einer Rückläufigkeit zu rechnen sei. Das bejahte der Stadtplaner, da ab 2025 die Sterbefälle so stark steigen, dass die Zuwanderung das nicht mehr kompensieren könnte.

Der Planer bekräftigte, dass aus der jetzigen Bevölkerung heraus mit 83 Kindern die erforderliche Zahl für die Grundschulerweiterung knapp gerissen werden könnte. Man könne davon ausgehen, dass für ein oder zwei Jahrgangsstufen die Vierzügigkeit käme. Für die Bedarfsplanung der Grundschule könne die Vierzügigkeit in allen Jahrgangsstufen mit der Variante Baulandentwicklung erreicht werden.

Ob man sich stark auf Familien konzentrieren solle statt auf die Errichtung von Wohnblöcken für Studenten, wollte Martin Walz wissen. Doch Salm betonte, dass auch Studenten von Bedeutung seien, die vielleicht im Ort blieben. Interessierte Familien mit Kindern könnten bei der Vergabe von Bauland höher bepunktet werden, nannte Salm eine Möglichkeit. Mit einer Nachverdichtung im inneren Ort rechnet Dritter Bürgermeister Andreas Pfister (SPD). In den 70er und 80er Jahren wurden viele große Häuser auf 1000 Quadratmeter großen Grundstücken errichtet.

Trotz der Bevölkerungsprognose und der zu erwartenden Vierzügigkeit der Grundschule wurde die Planung für einen Neubau oder einen Anbau von der weiteren Planung für die Schaffung von Betreuungsplätzen in den Kindertageseinrichtungen entkoppelt. "Der Rechtsanspruch gilt schon heute", begründete Bürgermeister Heinz Richter (FW). Den meisten Räten gefiel das nicht, denn mit dem Beschluss sollten sie der Umsetzung zustimmen. Der finanzielle Anteil für die Marktgemeinde für einen größeren Kindergarten und Kinderhort würde 950.000 Euro betragen. Zu viele Punkte sind noch unklar, zu viele Fragen offen. Nichtsdestotrotz fehlen 24 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren und 57 Plätze für Kinder von drei bis sechs Jahren. So wurde der Beschluss entschärft, damit nicht der Eindruck entstünde, der Marktgemeinderat würde in dieser Entscheidung nicht mehr gebraucht werden.
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