Marktgemeinderat

Neunkirchen am Brand will Flächen nutzen und entsiegeln

Die Marktgemeinde Neunkirchen am Brand bewirbt sich mit zwei Maßnahmen für die beiden Förderinitiativen "Innen statt Außen" und "Flächenentsiegelung".
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Die Scheune in der Friedhofstraße wird abgerissen und  der dann entstehende Platz neu gestaltet. Foto: Petra Malbrich
Die Scheune in der Friedhofstraße wird abgerissen und der dann entstehende Platz neu gestaltet. Foto: Petra Malbrich

"Innen statt Außen" und "Flächenentsiegelung" heißen die beiden Förderinitiativen, mit denen die Regierung die Gemeinden unterstützen möchte, die Ortskerne zu beleben und Flächen zu sparen. Gerade für die erste Förderung gelten Maßnahmen, um nicht denkmalgeschützte Gebäude im Innenort, die vom Leerstand bedroht sind, zu modernisieren oder instand zu setzen. Eine Förderung erfolgt aber nur, wenn Konzepte oder Gutachten vorliegen. Neunkirchen würde zu 80 Prozent gefördert werden. Das ehemalige Bankgebäude der Raiffeisenbank am Inneren Markt möchte die Gemeinde für diese Maßnahme anmelden. Eine Machbarkeitsstudie, wie das Gebäude umgebaut und instand gehalten werden könnte, wurde dazu in Auftrag gegeben.

Neue Parkplätze

Für die Förderung "Flächenentsiegelung" würde der Markt mit 80 Prozent gefördert werden. Mit dem Abriss der alten Scheune an der Friedhofsstraße wird sich die Gemeinde bewerben. Dort sollen neue Parkplätze geschaffen und die ehemalige Marktbefestigung ansatzweise nachgebildet werden. Voraussetzung, um Fördermittel bewilligt zu bekommen, ist ein verpflichtender Selbstbindungsbeschluss durch die Gemeinde. Sie verpflichtet sich damit, vorrangig Innenentwicklung zu betreiben, um so selbst Flächen zu sparen und Flächen zu entsiegeln. Allerdings heißt das nicht, so wurde in der Sitzung des Marktgemeinderates deutlich, dass keine Flächen mehr ausgewiesen werden könnten. Wenn Baugebiete ausgewiesen werden, muss ohnehin der Umweltschutz beachtet werden. Auch muss mit den Flächen sorgsam umgegangen und die Bodenversiegelung auf das Notwendige begrenzt werden. Bettina Wittmann (Grüne) regte an, leerstehende Räume an Büroräume suchende Einzelpersonen günstig zu vermieten. Primär müsse geschaut werden, welche Räume die Gemeinde brauche, meinte Martin Mehl (CSU) dazu. Da in allen Ortsteilen bereits viel für die Vereine unternommen wurde, würde sich Anton Spatz (SPD) bei leerstehenden Räumen nicht für Unternehmer stark machen, sondern die Neunkirchener Vereine unterstützen, die bislang noch nicht diese Unterstützung erfahren haben. Beide Maßnahmen wurden für die zwei Förderinitiativen beschlossen. Demzufolge werden auch Mittel in Höhe von 50.000 Euro für die Machbarkeitsstudie für das ehemalige Bankgebäude in den Haushalt gestellt. Drei Angebote für die Studie wird die Verwaltung einholen. Auch dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst, bevor sich Zweiter Bürgermeister Martin Mehl (CSU) in einer kurzen Weihnachtsansprache für die konstruktive Arbeit im Gemeinderat und bei der Verwaltung für deren Unterstützung bedankte.



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