Pretzfeld
Wirtschaft

Neues Bier zum Annafest auf dem Nürnberger-Tor-Keller

Mike Schmitt aus Pretzfeld wird den Nürnberger-Tor-Keller beim Forchheimer Annafest bewirtschaften. Seit fünf Jahren hatte er sich darum bemüht.
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Mike Schmitt im Forchheimer Kellerwald Foto: Carmen Schwind
Mike Schmitt im Forchheimer Kellerwald Foto: Carmen Schwind
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"Gleich, als wir mit 16 Jahren fort durften, waren wir auf dem Annafest", erinnert sich Mike Schmitt, Besitzer der Brauerei Nikl-Bräu in Pretzfeld. Hier wollte er schon immer sein Bier ausschenken, weshalb er seit fünf Jahren versuchte, einen Keller am Forchheimer Kellerwald zu pachten.

"Das Annafest ist ein tolles Fest quasi direkt vor der Haustür", meint Schmitt und freut sich, dass er in diesem Jahr zum ersten Mal einen Keller bewirtschaften darf: den Nürnberger-Tor-Keller. "Das hat bisher Christoph Kauer gemacht, aber der gibt ihn an uns ab", erklärt Mike Schmitt. Aktuell braut er sein Festbier, das ein bis zwei Wochen vor Beginn des Annafestes (20. bis 30. Juli) auf den Keller gebracht wird.


13 Bierzeltgarnituren

Insgesamt kann er 13 Bierzeltgarnituren aufstellen. Das sei ganz gut so, denn das könne eine seiner Bedienungen betreuen. "Es ist ganz schwer, Personal zu finden. Und wir haben ja noch den Betrieb am Wochenende in Pretzfeld. Unter der Woche wird dann Bier gebraut", erzählt der Braumeister.

Essen holt er vom Schindler-Keller nebenan, dessen Speisekarte auch im Nürnberger-Tor-Keller ausliegen wird. Nikl-Bier werden er, sein Bruder oder Freunde ausschenken. Mike Schmitt hofft, dass er den Ausschank nach weiter vorne verlegen darf, damit er noch Fässer als Stehtische aufstellen kann. Er hofft auf viel Laufkundschaft, die sein Bier einfach mal probieren will.


Er will Werbung machen

"Der größte Teil unseres Bieres wird außer Haus verkauft. Wir wollen hier Werbung für unsere kleine Brauerei, unser Bier und unsere Bierseminare machen", bekennt der Braumeister. Seine Gaststätte in Pretzfeld ist unter der Woche geschlossen, weil in der Zeit zu wenige Gäste kommen und er trotzdem das Personal bezahlen müsste. "Durch diese Werbeaktionen hole ich ja nicht nur Kunden für mich in die Region, sondern es profitieren auch andere davon", meint Schmitt. Beim letzten Bierseminar kamen am Abend die Familien der männlichen Teilnehmer, übernachteten in Ebermannstadt und machten dann gemeinsame Ausflüge nach Hundshaupten, Pottenstein und schwärmten von der Schönheit der Fränkischen Schweiz.

"Es haben sich schon zwei Gruppen fürs Annafest per Facebook angemeldet", berichtet Schmitt und freut sich, dass das alles gerade heuer klappt, denn Nikl-Bräu gibt es mittlerweile seit zehn Jahren. Außerdem hat er die Zusage für einen Stand am Nürnberger Altstadtfest erhalten. Er konnte eine Hütte mit 120 Sitzplätzen von einem Schausteller kaufen. "Jetzt sind wir werbetechnisch gut aufgestellt", sagt Mike Schmitt, der mit seinem Nikl-Bräu-Bier auch beim Fränkischen Bierfest in Nürnberg vertreten ist.

Den Nürnberger-Tor-Keller betreibt Schmitt nur während des Annafestes. Doch warum hat er vor drei Jahren nicht auch den Pretzfelder Keller gepachtet? Schmitt erzählt, dass die Abgabe an den vorherigen Pächter hoch gewesen sei: "Und da oben musste man viel herrichten. Da hätte ich sicher noch mal 200.000 Euro in die Hand nehmen müssen."
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