Hiltpoltstein
Baugebiet

Neues Baugebiet in Hiltpoltstein nach Wohltäterin benannt

In der Marktgemeinde Hiltpoltstein wurde dank einer privaten Vorfinanzierung Bauland geschaffen. Die neue Siedlung wurde nun nach der Wohltäterin benannt.
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Ingrid Hofmann (l.) und Gisela Schulze-Bauer  haben das neue Straßenschild enthüllt. Foto: Petra Malbrich
Ingrid Hofmann (l.) und Gisela Schulze-Bauer haben das neue Straßenschild enthüllt. Foto: Petra Malbrich
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Mit einem weißen Leinentuch ist das neue Straßenschild bedeckt. Die Enthüllung ist die Vollendung einer ungewöhnlichen Idee, aus der in Hiltpoltstein ein Baugebiet mit sieben Bauplätzen entstanden ist. Ingrid Hofmann, die Gründerin und Inhaberin der Firma Zeitarbeit Hofmann kletterte in den Hubsteiger des Bauhofwagens und wurde in Höhe des Straßenschilds befördert. Mit einem kurzen Zug an der Kordel wurde das Leinen entfernt. "Im Hofmannsgarten" steht auf dem Schild, so lautet der Straßenname des neuen Baugebiets in Hiltpoltstein, benannt nach der Frau, die das Baugebiet überhaupt ermöglicht hat.

Kommunalaufsicht

"Die Kommunalaufsicht hätte uns den Kauf nicht genehmigt", sagte die Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer (BfH), die mit einem verschuldeten Haushalt nach Forchheim gefahren war. Das war 2015 und das gut 5000 Quadratmeter große Grundstück stand zum Verkauf. Geld dafür hatte die Gemeinde also nicht. "Es ist gut, wenn junge Familien in den Ort ziehen. Gut für den Ort und die Ortsentwicklung", betonte Hofmann, die sich mit ihrem Ehemann beriet, wie am besten vorgegangen werden könnte, um ihrem Heimatort zu helfen, ohne die Kommune in Not zu bringen. Ihr Mann führte auch die Verkaufsverhandlungen und Ingrid Hofmann kaufte kurzerhand das Grundstück.

Bauparzellen

Die Gemeinde konnte je nach Bedarf Bauparzellen verkaufen und musste durch diese Vorfinanzierung durch Hofmann, die es wieder zum Selbstkostenpreis abgab, kein finanzielles Risiko eingehen. Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer kümmerte sich ums Marketing, entwickelte ein Faltblatt und sah sich diese in Gedanken schon verteilen, um Werbung für das Baugebiet in Hiltpoltstein zu machen. Es war nicht notwendig. "Innerhalb kürzester Zeit waren die Bauplätze verkauft", freute sich die Bürgermeisterin. Bewahrheitet hatte sich auch, dass junge Familien in den Ort ziehen. "Es sind ausnahmslos junge Leute, die hier bauen", bekräftigte Schulze-Bauer. Auch Ingrid Hofmann fuhr zwischendurch vorbei, um zu staunen, wie schnell aus dem Bauplatz Grundstücke mit Einfamilienhäusern wurden. Vier der sieben Bauplätze sind schon bebaut, bei den anderen drei Grundstücken wurden schon erste Baumaßnahmen getroffen. Und mit dem Straßenschild "Im Hofmannsgarten" wird nun das Baugebiet offiziell abgeschlossen. Die Häuslebauer freuen sich und haben nun ganz offiziell ihr neues Heim "Im Hofmannsgarten."



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