Poxdorf
Gemeinderat

Neue Spielregeln für den Kindergarten in Poxdorf

In ihrer Sitzung haben die Poxdorfer Gemeinderäte eine neue Satzung und eine neue Gebührenordnung für die Kindertagesstätte beschlossen.
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Der Kindergarten in Poxdorf Foto: Dagmar Niemann
Der Kindergarten in Poxdorf Foto: Dagmar Niemann

Die Kita-Leiterin Jasmin Sämann und Elternbeiratsvorsitzender Christian Schneider waren zu der Sitzung geladen. Vor allem Jasmin Sämann hatte bei der Änderung der Satzung aus dem Jahr 2006 ihre berufliche Erfahrung und ihre Fachkompetenz einbringen können. Auf die Frage von Bürgermeister Paul Steins (CSU), was denn die gerade abgeschlossene jährliche Elternumfrage ergeben habe, berichtete Sämann, dass circa 95 Prozent der Eltern mit dem jetzigen Zustand der Einrichtung zufrieden seien. Es sei unter anderem abgefragt worden, wie die Eltern die pädagogische Arbeit des Teams, die Räume, das Essen und die Öffnungszeiten beurteilten. Der Rücklauf der Fragebögen sei gut gewesen; eine genaue Analyse stehe noch aus. Aber sie könne bereits sagen, dass die Kita nicht als sehr gut, aber als gut" bewertet worden sei.

Kriterien für die Aufnahme

Gemeinsam erläuterten die Kita-Leiterin und der Bürgermeister dann die neu in die Satzung eingefügten Passagen. Wichtig sind vor allem folgende Punkte: Sind nicht genügend Plätze vorhanden, spielen für die Auswahl bestimmte Kriterien eine Rolle wie der Wohnort (Poxdorfer Kinder und Geschwisterkinder haben Vorrang), eine eventuelle Notlage der Eltern, eine besondere Betreuungsbedürftigkeit des Kindes mit dem Ziel der sozialen Integration und das Alter des Kindes. Um in die Kita aufgenommen zu werden, müssen ein ärztliches Untersuchungsheft und ein Impfpass vorgelegt werden. Wollen die Eltern ein Kind aus der Kita herausnehmen, muss die Kündigung jeweils zum Monatsende erfolgen; dabei ist eine Frist von drei Monaten einzuhalten. Erkrankte Kinder dürfen die Kita nicht besuchen; sie müssen mindestens 48 Stunden symptomfrei sein. Die Fiebergrenze in der Kita liegt bei 38 Grad.

Zeckenstiche

Wird ein Zeckenstich festgestellt, wird die Familie telefonisch benachrichtigt - das pädagogische Personal entfernt die Zecken nicht. Die Einrichtung ist von Montag bis Donnerstag von 7 bis 16.30 Uhr, am Freitag bis 15.30 Uhr geöffnet. Der Frühdienst von 7 bis 7.30 Uhr und der Spätdienst von 15 bis 16 bzw. 16.30 Uhr wird nur angeboten, wenn dies für mindestens acht Kinder in Anspruch genommen wird. Während der Kernzeit (8.30 bis 12.15 Uhr) müssen alle Kinder anwesend sein. Bei der Aufnahme in die Kita ist die gewünschte Buchungszeit anzugeben. Die Mindestbuchungsdauer liegt bei drei bis vier Stunden. Änderungen können jeweils im September und im Februar des Kindergartenjahres vorgenommen werden. Die Abholzeiten im Kindergarten sind von 12.15 bis 12.30 Uhr und ab 13 Uhr gleitend je nach vertraglich festgelegter Buchungszeit. Die Abholzeiten in der Kinderkrippe sind von 12.15 bis 12.30 Uhr und ab 14 Uhr gleitend bis zur festgelegten Buchungszeit.

Bezüglich der Öffnungszeiten merkte Gemeinderätin Monika Martin (FW) an, dass im Internet der Satzung noch ein Hinweis beigefügt werden sollte wie: Falls Sie Ihr Kind um 7 Uhr in die Kita bringen wollen, sprechen Sie uns an. Auf diese Weise solle verhindert werden, dass, falls für den Frühdienst keine acht Buchungen zusammenkommen, Poxdorfer Eltern ihr Kind wegen der für sie unpassenden Öffnungszeit in einer Kita der Umgebung anmelden. Ansonsten fand die neue Satzung allgemeine Zustimmung. Sie wurde mit einer Gegenstimme beschlossen und wird am 1. September in Kraft treten.

Die neue Gebührensatzung für die Kita war den Räten im Ratsinformationssystem bereits zur Verfügung gestellt worden. Sie war notwendig geworden, weil nach den neuen Betreuungsschlüsselzahlen für Kitas mehr Personal eingestellt werden musste. Die Höhe der Gebühren ist gestaffelt je nach Nutzungsdauer pro Tag. Im Vergleich mit den bisherigen Gebühren liegen sie jeweils um circa 20 Euro höher. Man kann nun erstmals auch eine drei- bis vierstündige Nutzungsdauer buchen; diese würde 110 Euro im Monat kosten, ein Betrag, von dem noch 100 Euro als staatlicher Zuschuss zum Elternbeitrag für Kinder, die das dritte Lebensjahr vollendet haben, abgezogen werden. Eine vier- bis fünfstündige Nutzung wird in Zukunft 121 Euro kosten (statt bisher 101 Euro), eine fünf- bis sechsstündige Nutzung 132 Euro (statt bisher 111,50 Euro), eine sechs- bis siebenstündige Nutzung 143 Euro (statt bisher 122 Euro) und so fort. Dagegen bleiben die Gebühren für die Krippe unverändert; lediglich eine Platzteilung wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. Die neue Gebührensatzung wurde einstimmig beschlossen. Sie wird ab dem 1. September gültig sein.

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