Wiesenthau
Gemeinderat

Neue Kindergartengruppe für 16 Kleine in Wiesenthau

Seit etwa einem Jahr diskutiert der Gemeinderat von Wiesenthau über die notwenige Erweiterung der Kindertagesstätte.
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Seit September ist eine zusätzliche Krippengruppe für zwölf Kinder provisorisch im Bewegungsraum eingerichtet worden, um den Bedarf decken zu können. Somit werden zurzeit zwei Gruppen mit Kindern im Alter von unter drei Jahren und zwei Gruppen mit über Dreijährigen betreut. Trotzdem wurde man im Gemeinderat das Gefühl nicht los, dass eine bauliche Erweiterung um eine Gruppe nicht genügend zukunftsorientiert ist.

Wie groß ist der Kindergarten wirklich pädagogisch sinnvoll, der dann auch noch gefördert wird?, war die Frage. Schließlich muss das Projekt auch bezahlt werden. Es folgten Abstimmungen mit dem Fachbereich im Landratsamt Forchheim und Gespräche mit der Regierung von Oberfranken. Das Ergebnis ist der geplante Bau für eine bereits jetzt erforderliche Krippengruppe.

Zusätzlich soll künftig eine altersgemischte Gruppe mit 16 Kindern Platz finden, davon zehn über drei Jahren und sechs zwischen zwei und drei Jahren. Lieber etwas größer als zu klein, war die Devise.

Die Gemeinderäte orientierten sich auch an den Projekten der Partnergemeinden Kunreuth und Pinzberg und nahmen von dort die Erfahrungen mit. Damit haben die Wiesenthauer offensichtlich einen tragenden Mittelweg gefunden, der auch in der vollen Größe förderfähig ist. Einstimmig wurde das neue Kindergartenprojekt angenommen.

Kurz informierte Bürgermeister Bernd Drummer (BGW) zum Stand Baugebiet "Binzig" in Wiesenthau. Bodengrunduntersuchung und Immissionsgutachten sind in Auftrag gegeben und der Planer wird in der nächsten Gemeinderatssitzung einen ersten Entwurf vorlegen. Vorab lädt Bürgermeister Drummer nochmals den Rat und die Anlieger zu einer Ortsbegehung ein. "Es soll jeder informiert sein und vielleicht gibt es ja noch die eine oder andere Idee", sagte Drummer.

In seinem Bericht sprach er noch das kommunale Investitionsprogramm für Schulen an. Es soll nach einer Infoveranstaltung bei der Regierung in Bayreuth nochmals genau geprüft werden, was tatsächlich angeboten wird, um sich dann zu bewerben.


Barrierefreie Bushaltestellen

Im Raum steht auch weiterhin das Thema barrierefreie Bushaltestellen. Mit ÖPNV und Planer wurden vor Ort die fraglichen Haltestellen begangen und Überlegungen angestellt. Der Landkreis, so Drummer, habe zwar die Maßnahmen beschlossen. Die Gemeinden würden aber in die Pflicht genommen und die in Aussicht gestellten Förderungen reichten bei weitem nicht.

Einen Beschwerdebrief richtete die Gemeinde an das Landratsamt hinsichtlich des Rad- und Wanderweges, der zurzeit zwischen Dietzhof und Schlaifhausen in Bau ist. Die sinnvolle Investition wird nicht angezweifelt. Allerdings erwartet der Gemeinderat, eingebunden zu werden bei Planungen im Ortsbereich Schlaifhausen. Der Landkreis gelobte Besserung.

205.000 Euro nennt Pfarrer Michael Gehret in einem Brief an die Gemeinde für die dringende Restaurierung der Walburgiskapelle und bittet um Kostenbeteiligung. Gleiches Schreiben ging an die umliegenden Gemeinden Kirchehrenbach und Leutenbach. Grundsätzlich signalisierte der Rat Bereitschaft, sich an den Kosten zu beteiligen. Zunächst sollen aber die weiteren Schritte unter allen Beteiligten abgestimmt werden.

Gemeinderat Josef Messingschlager stellte im Namen der Dorfgemeinschaft Schlaifhausen (DS) den Antrag, das Thema Gehweg entlang der Kreisstraße Schlaifhausen intensiv weiterzuverfolgen. Es hätte sich im Rahmen des Bauprojektes "Dorfäcker" erledigen sollen, scheiterte hier aber an den Anliegern, die das Land nicht abtreten wollten. Jetzt wollen die Räte den Punkt in den nächsten Sitzungen behandeln.

Schließlich lud Bürgermeister Drummer zur Bürgerversammlung ein, die nächsten Mittwoch, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Sportheim Wiesenthau anberaumt ist.
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