Pettensiedel
Feuerwehr

Nach 93 Jahren erhält Feuerwehr in Pettensiedel endlich eine Fahne

Mit der Fahnenweihe hat die Feuerwehr in Pettensiedel ein besonderes Fest gefeiert. Zugleich bot das den Rahmen für Ehrungen.
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Pfarrer Andreas Hornung weiht die Standarte. Foto: Petra Malbrich
Pfarrer Andreas Hornung weiht die Standarte. Foto: Petra Malbrich
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Doch, es ist etwas Besonderes, wenn sich eine Feuerwehr heute noch eine Standarte anschafft und diese auch weihen lässt. "Das ist mehr als Symbolcharakter, sondern spricht für die Zukunft der Wehr", betonte Kreisbrandrat Oliver Flake, der zur Standartenweihe nach Pettensiedel gekommen war.

Zugleich bildete die festliche Standartenweihe mit anschließender Feier den würdevollen Rahmen für die Ehrung aktiver Feuerwehrleute aus allen Wehren der Marktgemeinde Igensdorf.

Nach 93 Jahren erhielt die Feuerwehr Pettensiedel endlich eine Fahne. Diese Standarte betrachtet Bürgermeister Wolfgang Rast (IU) als Zeichen des Zusammenhalts. Dabei hatte eine Standarte ursprünglich eine andere Bedeutung, wie Rast in einem kleinen historischen Rückblick aufzeigte.

Ursprünglich aus dem Orient stammend verwendeten dann die Römer eine Fahne als Feldzeichen und auch die Armee. "Wo ist unser Haufen", hieß das, erklärte Rast, der somit den Bogen zum Ersten Weltkrieg spannte. Heute habe die Fahne eine andere Bedeutung - die der Zusammengehörigkeit und des Zusammentreffens.


Schützende Hand

Beim Kirchenzug am Marktfest könne die Fahne zum Einsatz kommen, meinte Rast in einer kleinen Vorschau. Die Standartenträger hielten derweil ihre Fahne aufrecht, so dass alle Gäste einen Blick auf das blaue und weinrote Schmuckstück werfen konnten. Der heilige Florian ist abgebildet. Er hält schützend die Hand über das Gasthaus "Drei Linden". Das Gasthaus stehe stellvertretend für alle Häuser, sagte Pfarrer Andreas Hornung. Mehr noch: "Die Standarte ist ein Zeichen für die Solidarität, gegen der Tendenz, nur auf sich zu schauen", meinte der katholische Pfarrer. Die Feuerwehrleute hätten die anderen Menschen im Blick und deren Spruch auf der Fahne - "Ehre dem, der anderen zu Hilfe eilt" - sei ganz im Geist des Heiligen Florian und Jesu.


40 Jahre Dienst

Der protestantische Pfarrer Heinz Hofmann erzählte vom Schutzpatron der Feuerwehrleute, bevor die Fahne geweiht wurde, um anschließend Feuerwehrleute für 25 Jahre und 40 Jahre aktiven Dienst zu ehren. Der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU), Kreisbrandrat Oliver Flake, Kreisbrandmeister Michael Langenhan und Kreisbrandinspektor Markus Wolf waren dazu nach Pettensiedel gekommen. Für 25 Jahre Dienst wurden dann Rudolf Hackl und Armin Haubner geehrt. Albin Gebhardt, Franz Ries und Klaus Trummer wurden für 40 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet.


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