Moggast
Tradition

Moggast wird zum Mekka der Pferdefreunde

79 Pferde und zwei Pferdekutschen nahmen am Stephanusritt in Moggast teil. Die größte Gruppe kam aus Gößweinstein angeritten.
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Sie  reiten zum Stephanusritt. Foto: Thomas Weichert
Sie reiten zum Stephanusritt. Foto: Thomas Weichert
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Beim Patronatsfest der dem Heiligen Stephanus geweihten Kirche wurde der Ebermannstadter Ortsteil Moggast am Sonntagfrüh wieder einmal zum Mekka der Pferdefreunde aus der Fränkischen Schweiz. Nach dem traditionellen Stephanusritt konnte Pretzfelds Pfarrer Florian Stark diesmal 79 Pferde und ihre Reiter, zwei Pferdekutschen und sogar einen Esel segnen. Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) zeigte sich nach ihrer kurzen Festansprache, bei der sie an die Tradition des Moggaster Stephanusritts, der bis in die 1970er Jahre noch am Namenstag des Heiligen Stephanus, dem Zweiten Weihnachtsfeiertag, stattfand, begeistert von der Teilnehmerzahl. Nachdem es zu einem Unglück wegen Eisglätte gekommen war, wurde die schon seit dem 17. Jahrhundert überlieferte Tradition auf die Moggaster Kirchweih verlegt, die inzwischen die Ortsfeuerwehr ausrichtet. Für die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes mit Pferdesegnung sorgte die Niedermirsberger Blaskapelle, die auch anschließend bei der Kirchweihfeier vor dem Feuerwehrhaus aufspielte. Zu bewundern waren viele verschiedene Pferderassen. Mit die weiteste Anreise hatten die Pferdefreunde aus Stadelhofen im Landkreis Bamberg. Sie kamen aber mit dem Pferdeanhänger, denn zum Reiten wäre es zu weit gewesen. Das erste Mal dabei war vom dortigen Reitstall Stefanie Bleier, die durch eine Freundin von der Moggaster Tradition erfahren hatte. Für ihr Pferd sei es eine gute Übung, weil es mit vielen verschiedenen Pferden zusammenkomme und weil dazu auch noch die Blasmusik spiele, sagte Bleier. Patrizia Söllner vom Gößweinsteiner "Sternenhof" war mit ihrem Pferd "Filu" und 19 weiteren Reiterinnen bereits um 8 Uhr in Gößweinstein losgeritten, um pünktlich zur Festmesse in Moggast zu sein. Mit 20 teilnehmenden Reitern stellte der "Sternenhof" von Jessica Sebald auch die stärkste Reitergruppe.

Drei Pferde im Ort

In Moggast selbst gibt es aktuell nur noch drei Pferde. Sie kommen vom "Schwarzenhof", einem Ferienhof in Moggast, bei dem auch die Urlaubsgäste reiten können. Olivia Schlikau, die Besitzerin des "Schwarzenhofs", findet die Tradition sehr schön. Ihre elfjährige Tochter Theresa, die schon seit vier Jahren eine Haflingerstute reitet, ist begeistert mit dabei. "Da kann man eine gute Verbindung zu den Pferden herstellen", sagt Theresa. Nach dem Mittagessen machten sie die meisten wieder auf den Heimweg. Für Feuerwehrkommandant und Stadtrat Christian Sponsel war es wieder ein sehr gelungenes Fest.

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