Forchheim
Abschleppaktion

Forchheim: Deshalb fühlten sich die Anwohner von einem Wohnmobil gestört

Über ein Jahr hat eine Frau in einem Wohnmobil am Straßenrand in der Lichteneiche gelebt. In Anwesenheit der Polizei wurde das Fahrzeug jetzt abgeschleppt.
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Nachdem die Frist zur Entfernung des Wohnmobils bis zum 21. September verstrichen war, hat die Stadt das stillgelegte Fahrzeug jetzt abschleppen lassen. Foto: privat
Nachdem die Frist zur Entfernung des Wohnmobils bis zum 21. September verstrichen war, hat die Stadt das stillgelegte Fahrzeug jetzt abschleppen lassen. Foto: privat
Ihr Wohnmobil zur Wohnimmobilie gemacht hat eine Frau, in dem sie das stillgelegte Fahrzeug in der Lichteneiche in Forchheim dauergeparkt hat, und mindestens seit Februar 2016 darin am Straßenrand lebte. Zum Leidwesen der Anwohner. Die können jetzt aufatmen. Unter den Augen der Polizei sei das Wohnmobil jetzt abgeschleppt worden, teilt die städtische Pressesprecherin Britta Kaiser mit.

Vorausgegangen waren mehrere vergebliche Bemühungen der Stadt, den Parkplatz zu räumen. Zuletzt war die Frau unter Fristsetzung bis 21. September aufgefordert worden das Wohnmobil zu entfernen. Wie die Sprecherin der Stadt erläutert, sei das Abstellen von stillgelegten Fahrzeugen auf öffentlichen Verkehrsflächen, ohne entsprechende Sondernutzungserlaubnis, nicht zulässig.

Die Frau sei anfangs gesprächig gewesen, erzählt eine Anwohnerin. Nun lasse sie sich selten blicken. Als es später Beschwerden wegen des Wohnwagens gab, habe sie gedroht,die Nachbarschaft wegen versuchter gemeinschaftlicher Erpressung anzuzeigen. "Wir zahlen viel Geld für unser Haus und müssen ständig rangieren, um aus unserem Grundstück zu kommen. Außerdem fühle ich mich beobachtet", schildert eine andere Nachbarin ihre Gefühlswelt.

Nach dem die Frist verstrichen war und das Wohnmobil noch immer am Straßenrand stand, wurde es am Donnerstag an den Haken genommen und auf ein städtisches Grundstück verbracht. Die Wohnmobil-Besitzerin, die sich zu diesem Zeitpunkt übrigens nicht bei ihrem Fahrzeug befand, muss nun die Abschleppkosten bezahlen. Außerdem, so die Sprecherin der Stadt, müsse sie eine Verwaltungsgebühr von 100 Euro für den Entfernungs-Bescheid berappen - zuzüglich zwei Euro pro Tag für die Verwahrung des Wohnmobils.

Hintergründe zu dem Fall finden Sie hier.

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