Leutenbach
Gemeinderat

Mittel- und Oberehrenbacher sollen besonders sparsam mit Wasser umgehen

Die lange Trockenheit wirkt sich auf die Trinkwasserquellen in der Gemeinde Leutenbach aus. Zwei Orte sind besonders betroffen.
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So ähnlich könnte das Schild für den Genussort Leutenbach aussehen. Foto: Franz Galster
So ähnlich könnte das Schild für den Genussort Leutenbach aussehen. Foto: Franz Galster

Die monatelange Trockenheit hinterlässt auch bei der Wasserversorgung in der Gemeinde Leutenbach ihre Spuren, wenn sich die Situation auch sehr unterschiedlich darstellt. Wasserwart und Gemeinderat Gerhard Dittrich (FW) nannte dazu in der Gemeinderatssitzung die Zahlen. Die Quellschüttung für den Hauptort Leutenbach zusammen mit den Bergortschaften Ortspitz und Seidmar ist demnach sehr stabil. Sie beträgt rund 240 Kubikmeter pro Tag bei einem Verbrauch von 100 bis 120 Kubikmetern. Eng wird es bei der gemeindlichen Versorgung von Mittel- und Oberehrenbach. Die separaten Quellen für diese beiden Ortschaften bringen rund 120 Kubikmeter pro Tag. Der Verbrauch zeigt sporadische Ausreißer nach oben bis rund 150 Kubikmeter auf. Der Hochbehälter kann dies als Puffer mittelfristig noch ausgleichen.

Noch keine Auflagen

Alles in allem bewegt man sich am Limit. Bürgermeister Florian Kraft (FW) appellierte daher an die Bürger dieser beiden Ortschaften, sparsam mit dem wertvollen Nass umzugehen. Auflagen wollte er noch nicht machen, er hofft auf die Vernunft. Auffällig ist die Tatsache, dass gerade in der Nachtzeit der Verbrauch teilweise extrem hoch ist. Eine Erklärung hat man dafür nicht. Dietzhof hat einen eigenen Verband für seine Wasserversorgung. Engpässe sind dort nicht bekannt.

Umnutzung des Jugendraumes

Ohne größere Einwände passierte der Bauantrag zur Umnutzung eines bestehenden Jugendraumes für den Kindergarten im Pfarrheim, angrenzend zum Kindergarten, das Gemeindegremium. Die Maßnahme ist im Rahmen der Erweiterung des Kindergartens erforderlich. Der Raum ist bereits vorbereitet. Die Möblierung wird noch erwartet.

Änderungen am FC-Sportheim

Umfangreiche Veränderungen hat der Sportverein Concordia Leutenbach am Gebäude des alten, gepachteten Sportplatzes vorgenommen. Das alte Sportheim wurde teilweise abgerissen. Dach, Wasser, Kanalanschluss oder auch Elektroarbeiten verursachten letztlich 23.497 Euro an Investitionen. Nach einem früheren Beschluss übernimmt die Kommune zehn Prozent der Kosten. Das Gelände wird teilweise für den Sportbetrieb und die Sportlerkerwa verwendet. Ein Bürger aus Oberehrenbach bemängelte die unzureichende Entwässerung gemeindlicher Verkehrsflächen am Hang Richtung Regensberg. Bauliche Maßnahmen sind in diesem Zusammenhang zunächst nicht geplant. Man hofft, durch eine bessere Instandhaltung der dafür vorgesehenen Gräben das Problem in den Begriff zu bekommen. Gemeinderat Raimund Dörfler (WvE) verwies auf ähnliche Probleme in Mittelehrenbach und regte an, einen zusätzlichen Gemeindearbeiter dafür einzustellen, was aber nicht weiter diskutiert wurde.

Antrag des Tourismusvereins

Breit besprach der Gemeinderat einen Antrag von Helmut Pfefferle, Vorsitzender des Tourismusvereins "Rund ums Walberla". Er regte an, Hinweisschilder "Wir sind Genussort 2018" an allen Ortseingängen der Gemeindeorte aufzustellen. Leutenbach als eine der Gemeinden im Gebiet des Tourismusvereins darf sich in die exklusive Reihe der 100 Genussorte in Bayern einreihen, die die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet jüngst in Bayern erhielten. Pfefferle hatte dafür die aufwendigen Vorbereitungsarbeiten geleistet. "Wollen wir uns mit diesem Prädikat auszeichnen, und wenn ja, wo?", fragte der Bürgermeister. Pfefferle selbst erläuterte, dass diese Auszeichnung auch von Gewerbetreibenden zur Werbung verwendet werden kann, allerdings an strenge Vorschriften gebunden ist. Letztlich beschloss der Gemeinderat einstimmig eine Anbringung an den jeweiligen Ortseingängen in geeigneter Form. Kraft machte schließlich noch auf die kleine Feier am Kinderspielplatz in Leutenbach aufmerksam, die auch symbolisch für Mittelehrenbach gilt. Dort soll am Samstag, 8. September, um 10 Uhr die neu ausgestattete Anlage mit einem kleinen Festakt wieder in Betrieb genommen werden.



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