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Heiligenstadt
Trinkwasser

Mit Fäkalbakterien verunreinigt - hier muss Trinkwasser abgekocht werden

Abkochgebot für Trinkwasser: Bei einem Anschluss in einer oberfränkischen Gemeinde und wenig später auch in einem nahe gelegenen Hochbehälter wurden Enterokokken nachgewiesen.
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In Dürrbrunn, Volkmannsreuth, Kalteneggolsfeld, Oberngrub und Teuchatz muss das Trinkwasser bis auf weiteres abgekocht werden. Symbolfoto: Carmen Schwind
In Dürrbrunn, Volkmannsreuth, Kalteneggolsfeld, Oberngrub und Teuchatz muss das Trinkwasser bis auf weiteres abgekocht werden. Symbolfoto: Carmen Schwind

So etwas kommt immer zu unpassenden Zeit", meinte Heiligenstadts Geschäftsführer Rüdiger Schmidt in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Damit bezog er sich auf das Problem bei der Trinkwasserversorgung für die Ortschaften Dürrbrunn, Volkmannsreuth, Kalteneggolsfeld, Oberngrub und Teuchatz. Denn für diese Orte gibt es aktuell eine Abkoch-Anordnung.

 

Enterokokken-Bakterien im Leitungswasser

"Einmal im Quartal ziehen wir routinemäßig drei Trinkwasserproben und Mitte des Jahres gibt es die große Hauptuntersuchung", erläuterte Schmidt dem Gremium. Bei letzterer waren in diesem Jahr bei einem Anschlussnehmer in Dürrbrunn drei Enterokokken-Bakterien festgestellt worden. Dieses Ergebnis erhielt Schmidt am vergangenen Samstag.

Sofort versuchte er, den zuständigen Amtsarzt zu erreichen und informierte die nötigen Behörden. Die von ihm vorbereitete Abkoch-Anordnung wurde von den Wasserwärtern noch am selben Tag in Dürrbrunn verteilt.

Gesundheitsamt sofort informiert

"Da gab es nur einen Befund in dieser einen Probe. Wir haben dann weitere Untersuchungen durchgeführt", berichtete der Geschäftsführer. Am Montag wurden dann weitere Enterokokken im Hochbehälter, im Feuerwehrhaus und immer noch bei dem einen Anschlussnehmer festgestellt. "Wir haben natürlich sofort das Gesundheitsamt informiert. Da das Wasser aus dem Hochbehälter ja weitergeht, haben wir die Abkoch-Anordnung auf die anderen Ortschaften erweitert", erklärte Rüdiger Schmidt und sagte, dass jetzt zusätzlich gechlort werde. "Wir machen alles, was in unserer Macht steht, um das Problem in Griff zu bekommen. Doch wir wissen einfach nicht, woher es kommt", sagte Schmidt. Da er das Problem so schnell wie möglich in Griff bekommen möchte, schlug er dem Gremium vor, dass der Hochbehälter in Dürrbrunn gereinigt und desinfiziert werden soll.

Weitere Schritte mit Gesundheitsamt abgesprochen

Das kostet 2253 Euro. Dem stimmten alle Marktgemeinderäte sofort zu. Mit dem Gesundheitsamt hat Schmidt mittlerweile das Vorgehen geklärt. Deshalb wird kommenden Dienstag, 6. August, die erste Kammer des Hochbehälters in Dürrbrunn gereinigt, desinfiziert und wieder mit Wasser befüllt.

Sind die anschließenden Proben in Ordnung, wird das Gleiche mit der zweiten Kammer gemacht. Hier ist der geplante Termin der 14. August. Dann werden auch hier wieder Proben gezogen. Bis alles in Ordnung ist, gilt für fünf Ortsteile weiterhin die Abkoch-Anordnung.

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