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LKR Forchheim
Medizin

Mit diesen Maßnahmen wollen Krisenmanager und Mediziner die Pandemie im Landkreis Forchheim bewältigen

Um die Corona-Pandemie im Landkreis Forchheim zu bewältigen, wurden mehrere medizinische Maßnahmen getroffen.
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Hygienekontrolleure des Gesundheitsamtes Forchheim nehmen an der Herder-Sporthalle Abstriche vor. Foto: Matthias Hoch
Hygienekontrolleure des Gesundheitsamtes Forchheim nehmen an der Herder-Sporthalle Abstriche vor. Foto: Matthias Hoch

1. Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) am Forchheimer Landratsamt aktiviert

Am Forchheimer Landratsamt wurde die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) aktiviert, die die Corona-Bekämpfung koordiniert. Sie trifft die Entscheidungen und gibt diese an die untergeordneten Stellen (Hilfsorganisationen, Städte, Märkte und Gemeinden) weiter. Die Führungsgruppe koordiniert das Krisenmanagement auch in Abstimmung mit Ärzten, Integrierter Leitstelle und dem Ärztlichen Leiter.

2. Corona-Abstrichstelle in Forchheim

Der Landkreis hat am 23. März eine Abstrichstelle am Parkplatz vor der Herder-Sporthalle eingerichtet, die jetzt ausgeweitet wurde: Jetzt werden auch Personen auf Überweisung des Hausarztes oder der kassenärztlichen Vereinigung (116 117) getestet. Nach wie vor werden Kontaktpersonen ersten Grades vom Gesundheitsamt angerufen und ein Termin vereinbart.

3. Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz: Zwei Isolierstationen und ein Corona-Ärzteteam

Das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz hat zwei Isolierstationen für Corona-Patienten und Verdachtsfälle eingerichtet. Eine Station mit 40 Betten wurde umgewandelt, auf der Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion untergebracht sind. Negativ getestete Patienten werden auf die normale, jeweils spezialisierte Station verlegt. Auf einer weiteren geschlossenen Isolierstation mit 40 Betten werden Patienten, die positiv getestet wurden, unabhängig vom Fachgebiet behandelt. Die Anzahl der Intensivbetten mit Beatmungsgeräten wird auf zwölf erhöht.

Am Forchheimer Klinikum gibt es ein neues interdisziplinäres Corona-Ärzteteam: Drei Unfallchirurgen, drei Allgemeinchirurgen , drei Internisten und eine Gynäkologin behandeln im Wechsel die erkrankten Corona-Patienten und Verdachtsfälle. Die Mitarbeiter des Forchheimer Klinikums müssen eine steigende Anzahl an Corona-Patienten versorgen. Die Leiterin des Corona-Ärzteteams warnt: "Der große Ansturm wird kommen."

Am Klinikumstandort in Ebermannstadt sollen keine Coronaverdachtsfälle aufgenommen werden. Falls allerdings in Forchheim die Kapazität nicht mehr ausreicht, wurde bereits das Haus Feuerstein in Ebermannstadt geräumt, so dass dort für weitere knapp 50 Fälle Behandlungskapazitäten zur Verfügung stehen.

4. Ärztlicher Leiter FüGK für die Region Forchheim

Der Bamberger Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Sackmann ist seit einer Woche im Zuge des bayerischen "Notfallplans Corona-Pandemie" der Ärztliche Leiter für den Bereich der Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim. In dieser Funktion steuert er die Krankenhauskapazitäten im Landkreis Bamberg, der Stadt Bamberg und dem Landkreis Forchheim. "Diese Leiter sind mit weitreichenden Entscheidungsbefugnissen ausgestattet", erklärt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. Zum Beispiel mit der Steuerung der Patientenströme. Sackmann ist Chefarzt der Medizinischen Klinik II im Zentrum Innere Medizin am Klinikum Bamberg.

5. Hotline-Zeiten des Gesundheitsamtes Forchheim ausgedehnt

Das Gesundheitsamt Forchheim hat eine telefonische Hotline für medizinische Fragen: 09191 863504. Die Zeiten wurden nun ausgedehnt: Die Hotline ist von Montag bis Freitag, 8 bis 15 Uhr, sowie Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 14 Uhr erreichbar.