Forchheim
Vandalismus

Marter vor Dreifaltigkeitskapelle in Forchheim umgestoßen

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Dreifaltigkeitskapelle in Forchheim Opfer von Vandalismus. Die Stadt hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt.
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Foto: Niklas Schmitt
Foto: Niklas Schmitt
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"Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich." So berichtet es die Bibel im 51. Vers vom 27. Kapitel des Matthäus-Evangeliums vom Tod Jesu.

Dass sich der Fels vor der Dreifaltigkeitskapelle in Forchheim vermutlich in der Nacht von Freitag auf Samstag gespalten hat, geht wohl auf eine profanere Ursache zurück: Vandalismus.

Die um das 18. Jahrhundert entstandene steinerne Marter vor der Kapelle wurde mutwillig umgeworfen. Außerdem haben bisher unbekannte Täter das Fenster auf der linken Seite der Kapelle eingeworfen.

Das Grundstück an der Ecke Bergstraße und Dreifaltigkeitsweg gehört der Vereinigten Pfründnerstiftungen, also der Stadt. Britta Kurth von der Pressestelle der Stadt spricht von einem "nicht unerheblichen Schaden", der sich im Moment noch nicht genau beziffern lasse. Offen sei momentan auch, ob die Marter wieder aufgestellt werden kann.

Bürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) sagt: "Hier ist vor allem ein großer emotionaler Schaden entstanden." Die Marter sei ein wichtiges Symbol der Stadt. Er ist entrüstet über die "gedankenlose Zerstörungswut".

Noch sei unklar, teilte Kurth mit, wer für den Schaden verantwortlich sei. Man gehe aber von Vandalismus aus, sagte sie. Dementsprechend haben die Vereinigten Pfründnerstiftungen als Eigentümer Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei gestellt.

Die Wegkapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit wurde im 18. Jahrhundert erbaut - allerdings nicht, wo er heute steht. Im Juni 1916 wurde die Kapelle wegen dem hohen Verkehrsaufkommen im Reuther Weg - der heutigen Bayreuther Straße - an ihren jetzigen Standort versetzt.

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