Forchheim
Freizeit

Patronen, Münzen und alte Fahrräder - Das angeln Magnet-Fischer aus den Gewässern im Kreis Forchheim

Maximilian Gansloser aus Forchheim geht in seiner Freizeit "Magnet-Fischen". Unter den Fundstücken können auch illegale Dinge landen.
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Foto: Ronald Heck
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Maximilian Gansloser aus Forchheim geht in seiner Freizeit "Magnet-Fischen". Statt einer Angel wirft der 31-Jährige einen starken Magneten ins Wasser, zieht in wieder heraus und "fischt" so allerlei metallische Fundstücke aus den Flüssen und Bächen. Am Gründelbach und an der Wiesent hat er bereits Patronen, Münzen und ein altes Fahrrad an die Oberfläche gebracht.

Ein Freund aus Nürnberg hat ihn auf dieses außergewöhnliche Hobby aufmerksam gemacht. "Beim Magnet-Angeln habe ich erst an ein Kinderspiel gedacht, aber dafür war ich dann doch zu alt", scherzt Gansloser. Im Internet hat er viele Videos und Infos gefunden. Online gibt's sogar eine kleine Szene, die sich austauscht und ihre Metall-Fundstücke präsentiert. Kurzerhand hat der 31-Jährige entschlossen, sich online selbst eine Schnur und einen starken Magneten zu kaufen.

Wenn Gansloser ein paar Stunden Zeit hat, geht er an die Gewässer in Forchheim, schleudert seinen Magneten ins Wasser und lässt sich überraschen, welche versunken "Schätze" er an die Oberfläche holt. In Forchheim sei er bislang der einzige Magnet-Fischer. Rund zehnmal war der 31-Jährige bereits "angeln", am Gründelbach ist er zum zweiten Mal. Am Holzsteg auf der Forchheimer Sportinsel hat er mit seinem faustdicken Magneten einmal ein altes Fahrrad aus dem Wasser gezogen.


Magnet-Fischen ist nicht verboten

Magnet-Fischen ist nicht verboten und bedarf keiner Erlaubnis. Weder die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes, noch des Landratsamtes kennen auf Nachfrage Vorschriften hinsichtlich der "Magnet-Fischerei". Ein Sprecher der Polizei Forchheim erklärt, dass es keine Gesetze gebe, die es verbieten. Allerdings dürfen die "Fischer" natürlich nicht illegal auf Privatgrundstücke gehen. Aber: "Wenn verbotene Waffen oder Sprengsätze gefunden werden, müssen sie bei der Polizei gemeldet und abgegeben werden", betont der Polizeisprecher. Am besten sofort bei den Beamten anrufen, denn selbst das Führen solcher Waffen kann illegal sein.

Nach einer Stunde am Gründelbach, ist die schwarze Kiste von Maximilian Gansloser gut gefüllt. "Was interessant ist, das hebe ich auf. Der Rest landet beim Alteisen. Die Patronen und die Münzen nehme ich heute mit nach Hause, der Rest ist Schrott", meint Gansloser. Im Sommer möchte der 31-Jährige auch in der Fränkischen Schweiz auf Schatzsuche gehen. "Ich mache das einfach nur aus Interesse und es ist spannend, was sich in Jahrzehnten alles im Wasser angesammelt hat.
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