Forchheim
Wahlkampf

Lisa Badum: mit grüner Botschaft unterwegs

Lisa Badum will für die Grünen in den Bundestag einziehen. Dafür tourte sie durch Forchheim. Am Ende saß sie mit Katharina Schulze auf dem Annafest.
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Katharina Schulze (links) und Lisa Badum beim Haustür-Wahlkampf in der Forchheimer Innenstadt Fotos: Barbara Herbst
Katharina Schulze (links) und Lisa Badum beim Haustür-Wahlkampf in der Forchheimer Innenstadt Fotos: Barbara Herbst
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Es regnet leicht, als sich Lisa Badum, Direktkandidatin der Grünen für den Bundestag, mit einigen Parteifreunden und der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag, Katharina Schulze auf dem Forchheimer Paradeplatz trifft. Katharina Schulze ist aus München angereist, um ihrer langjährigen Weggefährtin beim Haustür-Wahlkampf zur Seite zu stehen und dem Annafest einen Besuch abzustatten.

Die Grünen setzen schon seit langem auf den Haustür-Wahlkampf, erzählt Katharina Schulze, die seit 2013 im Landtag sitzt. "Bei meiner Wahl habe ich an rund 4000 Türen geklingelt", erzählt sie. Lisa Badum erklärt auch warum die Grünen so viel Wert auf den Haustür-Wahlkampf legen: "Wir wollen zeigen, dass wir gerne mit den Leuten reden und nicht wie viele Politiker nur dasitzen und warten, dass jemand zu uns kommt."
Die beiden Powerfrauen machen sich auf den Weg, die Forchheimer zum Wählen zu bewegen. "Hallo, wir sind die Grünen. Das ist unsere Kandidatin Lisa Badum, sie kandidiert für den Bundestag", flötet Schulze den Menschen an der Haustüre entgegen. "Wichtig ist für uns die Zweitstimme ,Grün'", klärt sie die Forchheimer auf.
Gemeinsam ackern sie sich durch die Innenstadt, klappern die Haustüren in der Hauptstraße, in der Sattlertorstraße und im Krottental ab. Immer wieder werden Klingeln gedrückt, Gespräche gesucht, Flyer in Briefkästen gesteckt. Zwei weitere Gruppen sind in diesen 1,5 Stunden in Forchheim unterwegs. Joachim Wondrak, Wahlkampf-Manager von Badum zieht danach eine positive Bilanz. An mehr als 150 Türen wurde geklingelt, es kam zu 55 Kontakten mit potenziellen Wählern. Manche Menschen, die sie angetroffen haben, dürfen allerdings nicht wählen. "Wir wollen das Wahlrecht ausweiten", betont Badum, "wir sind zum Beispiel für ein Wahlrecht ab 16."


24. September kommt schnell

Diese und ähnliche Forderungen durchzusetzen gestalte sich allerdings schwierig. "Die Leute, für die man es tut, dürfen ja bisher nicht mitbestimmen und uns ihre Stimme geben", bedauert sie.

"Unser grüner Anspruch ist, dass die Leute mitgestalten können", sagt Schulze, "und der 24. September kommt schnell." Deshalb wollen die beiden Frauen, die sich bereits aus der grünen Jugend kennen, auch möglichst viele Wähler an die Urnen locken.

Schulze ist aber nicht nur Weggefährtin von Badum, sondern auch innenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. Deshalb hat sie sich auch das Thema Sicherheit auf die Fahnen geschrieben. Ihren Annafest-Besuch nutzte sie, um auf die Lage bei der Bayerischen Polizei aufmerksam zu machen.

"Die Bayerische Landespolizei sollte keine Grenzkontrollen machen müssen", sagte Schulze, "sie sollte viel mehr auf solchen Veranstaltungen wie hier Präsenz zeigen." Denn sie und Lisa Badum sind sich einig: "Menschen sollen bei uns frei und sicher leben können." Dazu gehört auch, dass die Sicherheit in die Hände des Staates gehört und nicht von privaten Firmen getragen werden sollte. Sie wünschen sich eine bürgernahe Polizei.

Badum betonte im Zuge des Wahlkampfs auch, dass die Energiewende eines ihrer wichtigen Themen sei, sie aber auch andere Themen auf der Agenda habe. Denn ihr Wahlkampf-Slogan lautet: "Zukunft wird aus Mut gemacht." Das stammt aus einem Lied von Nena. "Nur will ich nicht", erklärt Badum, "dass es heißt irgendwie, irgendwo, irgendwann, sondern jetzt."


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