Uttenreuth
Verkehrsunfall

Linienbus prallt in Gegenverkehr - Fahrgast durch Bus geschleudert

In Uttenreuth ist am Montagabend ein Linienbus mit dem Gegenverkehr kollidiert. Ein Fahrgast wurde schwer verletzt. Auf den Umleitungsstrecken auch im Kreis Forchheim herrschte Chaos.
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Am Ortsausgang Richtung Weiher kam es zum Zusammenstoß. Foto: Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt
Am Ortsausgang Richtung Weiher kam es zum Zusammenstoß. Foto: Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt
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Am Montagabend hat sich auf der Gräfenberger Straße in Uttenreuth (Kreis Erlangen-Höchstadt) ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Ein Linienbus war beteiligt. Ein Fahrgast wurde schwer verletzt. Aufgrund der notwendigen Sperrung der Staatsstraße wurde der Verkehr Richtung Neunkirchen am Brand ab Spardorf weiträumig über Marloffstein, Langensendelbach und Effeltrich umgeleitet.

Linenbus prallt in Gegenverkehr: Fahrer wollte abbiegendem Auto ausweichen

Der Linienbus war gegen 17.10 Uhr auf dem Weg von Uttenreuth in Richtung Weiher unterwegs. Kurz nach dem Ortsausgang von Uttenreuth wich der Bus aus noch ungeklärter Ursache einem Auto aus, welches in selbiger Richtung unterwegs war und nach links abbiegen wollte. Hierbei kam der Bus auf die Gegenspur und prallte dort frontal gegen einen entgegenkommenden Kleinwagen.

Durch den Unfall entstand hoher Sachschaden am Auto. Der Bus wurde im Frontbereich lediglich leicht beschädigt. Der 45-jährige Fahrer des Kleinwagens konnte aus seinem Auto befreit werden und wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Im Bus der Linie 210 nach Kalchreuth und Heroldsberg befanden sich zum Unfallzeitpunkt vier Fahrgäste. Einer der Fahrgäste wurde durch den Unfall durch den Bus geschleudert und musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Alle weiteren Fahrgäste blieben unverletzt. Der Busfahrer zog sich durch den Unfall leichte Verletzungen zu und wurde vorsorglich zur Beobachtung mit ins Krankenhaus genommen.

Nach Unfall: Umleitung stark ausgelastet

Während der Abarbeitung des Unfalls war die Gräfenberger Straße voll gesperrt. Bereits nach kurzer Zeit bildete sich ein massiver Stau, und die Umleitungsstrecken gerieten schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Auch die Ausweichstrecke über Rosenbach war überlastet. Nach circa einer Stunde konnte die Staatsstraße wieder halbseitig freigegeben werden. Der Gesamtsachschaden beläuft sich laut Bericht der Polizeiinspektion Erlangen-Land auf etwa 5500 Euro.

Als wären die beiden schweren Unfälle am Montag auf der A 3 im Raum Höchstadt nicht schon genug gewesen, kam es also im Berufsverkehr auch im Osten des Landkreises Erlangen-Höchstadt zu dem weiteren Verkehrsunfall, der das Verkehrschaos rund um Erlangen in Richtung Neunkirchen am Brand ausweitete.

Wie der Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt darüber hinaus berichtet, hat die Integrierte Leitstelle ( ILS) Nürnberg nach dem entsprechenden Notruf die Freiwillige Feuerwehr Uttenreuth mit der Löschgruppe Weiher, die FFW Buckenhof, den Rüstwagen der Feuerwehr Erlangen und den Inspektionsdienst des Landkreises sowie Notarzt, Rettungsdienst und Polizei alarmiert.

Bei deren Eintreffen war die Person aus dem Auto bereits durch Ersthelfer befreit worden und wurde ebenso wie die verletzte Businsassin betreut. Nach notärztlicher Versorgung wurden beide in die Klinik gebracht.

Die Feuerwehr Uttenreuth stellte den Brandschutz an der Unfallstelle sicher, nahm die Totalsperrung der Fahrbahn vor, leuchtete den Bereich großflächig aus und nahm auslaufende Betriebsstoffe auf. Durch die Einsatzkräfte aus Buckenhof, Weiher und der nachalarmierten Feuerwehr Rosenbach wurde der starke Berufsverkehr großräumig umgeleitet.

Nach der Bergung der Unfallfahrzeuge und abschließender Fahrbahnreinigung konnte die Straße kurz nach 19 Uhr wieder freigegeben werden. Bis dahin gab es sowohl auf der Umleitungsstrecke als auch weit nach Erlangen hinein kilometerlange Staus.

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