Drosendorf am Eggerbach
Dorferneuerung

Linde am Dorfplatz soll Blickpunkt in Drosendorf werden

Die Planer haben in Drosendorf (Gemeinde Eggolsheim) einen ersten Entwurf für die Dorferneuerung vorgestellt - mit vielen konkreten Ideen.
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Planskizze für die Dorferneuerung in Drosendorf Grafik: Ingenieurbüro Weyrauther
Planskizze für die Dorferneuerung in Drosendorf Grafik: Ingenieurbüro Weyrauther

Die Kreisstraße durch Drosendorf ist saniert und neu. Damit nicht nur der Bürgersteig, sondern auch die Ortsmitte verschönert werden können, hat die Marktgemeinde Eggolsheim ein vereinfachtes Verfahren zur Dorferneuerung angeschoben.

Der Bauingenieur Stefan Seubert vom Ingenieurbüro Weyrauther und die Landschaftsarchitektin Sonja Pelz-Lindner stellten den Bürgern einen ersten Entwurf zur Gestaltung vor. Entlang der Straße ist ein Gehweg geplant. Da angrenzende Grundstücke höher liegen, werden diese von Natursteinquadern eingefasst und mit einem Holzlattenzaun als Absturzsicherung versehen.

Müssen alte Bäume weichen, werde selbstverständlich für einen Ausgleich gesorgt, versicherte Seubert. Die vorhandene Bepflanzung soll jedoch weitgehend erhalten bleiben. Einfahrten sollen asphaltiert werden. Falls ein Einwohner diese jedoch mit Pflaster neu gestalten möchte, kann auch die im gemeindlichen Besitz befindliche Fläche mit diesem Belag versehen werden. So entsteht ein einheitliches Bild.

Die große Linde am Dorfplatz soll neuer Blickpunkt werden: Sonja Pelz-Lindner stellte ihren Entwurf vor. Dazu kommt eine halbrunde Pergola, zu einem Teil mit Glasdach als neues Buswartehäuschen überdacht. Der Brunnen am Backhäuschen soll bleiben und der Platz ebenfalls mit einer halbrunden Bank komplettiert werden. Mit Bäumen mit kleinen Kronen und einer Blühwiese soll die neue Ortsmitte künftig grüner werden.

"Wir müssen den Platz richtig anpacken", sagte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB). Der Brunnen soll saniert und mit einer Zisterne versehen werden, kündigte der Bürgermeister an. Der Wasserzweckverband strebe diese Lösung für alle Brunnen im Verbandsgebiet an, weil es behördliche Auflagen gibt. Soll dieser als Trinkwasserspender dienen, könne dies aus der Trinkwasserleitung via Knopfdruck geschehen.

Ob der bisherige Spielplatz hinter der Linde erhalten bleibt, obwohl laut Meinung eines Bürgers niemand dort spielt, oder ob die Spielgeräte auf einem anderen Platz montiert werden, wird noch geklärt.

Anregungen der Drosendorfer

Die Anregungen der Drosendorfer fanden bei den Planern Gehör: "Das ist jetzt der erste Entwurf - und da lässt sich noch viel gestalten." Geht es um die konkrete Gestaltung vor den einzelnen Häusern, sind Begehungen mit den Eigentümern geplant, kündigte Bürgermeister Schwarzmann an: "Wir besprechen alles mit jedem einzeln."

Werner Bauer vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) stellte das gesamte Verfahren der einfachen Dorferneuerung vor. Bei diesem können zwar auch private Baumaßnahmen gefördert werden, jedoch nur, wenn sie in einer räumlichen Verbindung zu den öffentlichen Maßnahmen stehen. Sowohl die öffentlichen als auch die privaten Maßnahmen werden nach den Richtlinien der Dorferneuerung gefördert, versicherte Bauer. Das sind in diesem Jahr 60 Prozent plus einem zehnprozentigen Bonus.

Ist die einfache Dorferneuerung festgesetzt, wird das im Amtsblatt bekannt gemacht: "Ab dann können Anträge gestellt werden", erklärte Bauer.

Ortssprecher Zacharias Zehner wollte wissen, wann es losginge. Bürgermeister Schwarzmann möchte heuer noch die Anträge beisammen haben, damit die Gemeinde von den hohen Zuschüssen profitieren könne. Dann werde von den bisher geplanten 1,7 Millionen Euro 70 Prozent vom ALE übernommen.

Auf die Anfrage eines Drosendorfers, ob die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt nicht gemindert werden könne, empfahl Schwarzmann, sich direkt an den Kreis zu wenden: "Das ist für die Bürger weitaus effektiver."

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