Forchheim
Leserbrief

Leserbrief: Die EU entlastet jeden Bürger

Die EU steht in diesen Tagen häufig in der Kritik. Unser Leser Fritz Dittrich findet, dass die Leistungen der EU für jeden Bürger dabei viel zu oft kleingeredet werden.
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Symbolbild: Thinkstock
Symbolbild: Thinkstock
Herr Oswald versucht in einer populistischen Verkürzung die Leistungen der EU kleinzureden, indem er zwei regional geförderte Projekte heranzieht, alles andere weglässt und im Gegenzug die Angst schürt, die EU zerstöre unsere Rechtsordnung und bedrohe unsere Sicherheit.
Aus 170 Milliarden Nettozahlungen beim zitierten Professor werden flugs 200 Milliarden gemacht! Dass wir knapp zwei Drittel unseres Handels in der EU abwickeln und so ein Vielfaches der vom Professor errechneten jährlichen "Gerechtigkeitslücke" in Höhe von 3 Milliarden verdienen, bleibt bei Herrn Oswald außen vor. Stattdessen stellt er ein grünes Klassenzimmer und den Ausbau der Wanderwege dem Begriff "Melkkuh" gegenüber.

Berücksichtigt man die Größe eines Landes, steht Deutschland mit 146 Euro pro Einwohner im Jahr 2012 nach Schweden (202), Dänemark (201) und Luxemburg (152) nur an vierter Stelle der Nettoeinzahler.
Die
Reduzierung oder Abschaffung von Roaming-Gebühren, Bankgebühren, Bearbeitungsgebühren für Kredite, versteckten Flugticketgebühren und Umtauschgebühren entlastet jeden Bürger.

Das eigentliche Ziel der europäischen Einigung, nämlich Frieden in Europa, und alle anderen ideellen Ziele wie z.B. das Eintreten für die Menschenrechte sind für den Kommentator nicht einmal ansatzweise erwähnenswert. Er ordnet alles dem Ziel unter, die EU schlecht zu schreiben.

Fritz Dittrich

Dieser Leserbrief bezieht sich auf einen Kommentar von Andreas Oswald vom 22. Mai 2014.

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