Forchheim
Schülerwohnheim

Landkreis verabschiedet sich von Bauplänen

Der Landkreis Forchheim rückt von seinen Plänen ab, in eigener Regie ein Wohnheim und eine Mensa für Schüler zu bauen. Ein privater Investor will das Projekt übernehmen.
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Der Gebrauchtwarenhof "Pack mer's" wird wohl weichen. Der Kreisausschuss wird am Freitag darüber entscheiden, ob das Gelände in der Bayreuther Straße mit einem Hotel bebaut wird.  Foto: Josef Hofbauer
Der Gebrauchtwarenhof "Pack mer's" wird wohl weichen. Der Kreisausschuss wird am Freitag darüber entscheiden, ob das Gelände in der Bayreuther Straße mit einem Hotel bebaut wird. Foto: Josef Hofbauer
Bereits Ende Oktober hatten der Forchheimer Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) und die CSU-Stadt- und Kreisrätin Mathilde Hartmann im Kreisausschuss auf diese Lösung hingewiesen - jetzt rückt sie in greifbare Nähe: Statt in Eigenregie zwischen der Berufsschule und der Turnhalle ein Schülerwohnheim mit Mensa zu bauen, wird der Landkreis Forchheim das Projekt in die Hände eines privaten Investors legen. Der wird auf dem Gelände des Gebrauchtwaren-Hofes "Pack mer's" ein Hotel errichten.

Der wird auf dem Gelände des Gebrauchtwaren-Hofes "Pack mer's" ein Hotel errichten.
Wenn es einen Investor gebe, der die Sache auf dem (landkreiseigenen) Gelände in der Bayreuther Straße realisieren könne, wozu dann selbst bauen, hatte Mathilde Hartmann (CSU) im Kreisausschuss gesagt: "Wenn wir uns da einmieten können, müssen wir nicht selber in die Tasche greifen."


Schneller Investor

Und der Forchheimer Oberbürgermeister war in besagter Sitzung noch konkreter geworden: "Ich kenne den Investor persönlich und bin überzeugt, dass der so ein Projekt genauso schnell realisieren kann wie der Kreis. Wenn nicht schneller." Zudem, so Stumpf und Hartmann, liege das Risiko der Folgenutzung für Wohnheim und Mensa dann nicht mehr beim Landkreis Forchheim. Genau über diese vor sechs Wochen formulierte Strategie wird sich nun der Kreisausschuss am Donnerstag Gedanken machen.


Vergleichsberechnung liegt vor

Wie Holger Strehl, Pressesprecher am Landratsamt, am Montag bestätigte, können die ursprünglichen Pläne (Bau eines Wohnheimes, kombiniert mit einer Mensa für rund fünf bis sechs Millionen Euro) wirtschaftlich mit den neuen Plänen nicht konkurrieren. Eine "Vergleichsberechnung" liege vor, sagte Holger Strehl. Einen eigenen Bau über Darlehen zu finanzieren, sich über mindestens 20 Jahre zu binden und auch noch für den Unterhalt aufzukommen, das sei viel kostspieliger als die Möglichkeit, die Berufsschüler in dem Hotel auf dem "Pack mer's"-Gelände einzumieten. Wobei das Mensa-Thema damit nicht vom Tisch sei, betonte Strehl. Die Mensa sei nun als "kleinere Lösung" im Schulzentrum Forchheim-Nord denkbar. Wenn sich der Kreisausschuss am Donnerstag gegen die Baupläne in Eigenregie entscheidet und den vorgesehenen Architekten-Wettbewerb abbläst, kann der Kreistag am 21. Dezember der neuen Vorgehensweise endgültig zustimmen.

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