Forchheim
Ausstellung

Kunstausstellung in Forchheimer Rathaushallen

Fünf fränkische Maler und Bildhauer zeigen ihre Werke ab heute in der Kunstausstellung "Begegnung" in Forchheim. Bilder von der Ausstellung finden Sie hier.
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Sandra Maria Bastos-Groth mit ihrer Porzellan-Skulptur "Koralle"Foto: Barbara Herbst
Sandra Maria Bastos-Groth mit ihrer Porzellan-Skulptur "Koralle"Foto: Barbara Herbst
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"Begegnung" heißt die Ausstellung, die ab heute in den Rathaushallen Forchheim geöffnet ist. Mit diesem Titel ist nicht nur die Begegnung fünf fränkischer Künstler gemeint, sondern auch die Begegnung ihrer Kunst. Obwohl die Werke, die von abstrakten Gemälden bis figurativen Skulpturen reichen, sehr unterschiedlich sind, treten sie doch lebendig miteinander in Beziehung.

Eine außergewöhnliche Sammlung an Kunstobjekten können Besucher gleich am Eingang bestaunen. Dietmar Jany-Vomhof aus Erlangen weckt Fundstücke, vorwiegend alte Baumstämme, zum Leben. Ein verkohltes Stück Holz sieht zum Beispiel aus wie der Kopf eines Raben. "Ich verändere nicht mehr wirklich viel", erklärt der 65-Jährige. Bei dem Raben habe er schlicht ein paar Glaskugeln angebracht. Den Rest mache die Natur von alleine.

Mindestens ebenso sehenswert sind die Porzellan-Anfertigungen der gebürtigen Brasilianerin Sandra Maria Bastos-Groth. Für die Ausstellung hat die expressionistische Künstlerin das Thema "Korallen" gewählt. "Ich wollte dieses Mal ein etwas leichteres Thema", erklärt die 66-Jährige. Normalerweise greifen ihre Figuren sehr politische und sozialkritische Themen auf. Ihre Kunst bezeichnet Bastos-Groth selbst als "Kunst des Probierens", weil sie gerne mit unterschiedlichen Methoden und Porzellan-Materialen arbeite.

Renate Fukerider, 57, aus Adelsdorf ist dagegen der Objektkunst zuzuordnen. Ihre abstrakten und farbenfrohen Collagen zeigen malerisch verfremdet Fotografien, mit einer Wachsschicht überzogen. "Ihre Bilder haben oft einen sehr femininen Bezug. Wenn man genau hinsieht, kann man ein Hemdchen oder Korsett erkennen", erklärt Kollege Walter Hettich.

Seine Arbeiten sind eine "Neuauflage" der in den 1990ern entstandenen Serie "Phosphoreszierendes Erleben des Raumes durch Neutrinos und Quarks". Die Bilder beruhen auf Zeichnungen unbewusster Art, "wie man es von Telefonzeichnungen kennt."

Der Bildhauer Wolfgang Christel symbolisiert in seinen Werken das Thema Hilflosigkeit und stellt mit seinen kopflosen Figuren die Frage in den Raum: Warum brauche ich einen Kopf, wenn ich nicht frei denken kann? Miriam Och
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