Kunreuth
Gemeinderat

Kunreuth geht mit solidem Haushalt viele Projekte an

Kunreuth legt erneut einen schuldenfreien Haushalt hin, die Gemeinde hat aber erhebliche Investitionen zu schultern.
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In Kunreuth Foto: Archiv
In Kunreuth Foto: Archiv

Die Gemeinde Kunreuth hat sich in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen vorgenommen. Dies betrifft in erster Linie die Sanierung von Straßen und den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Weingarts. Dennoch kann sich die Kommune eines sehr soliden Haushalts erfreuen. Bürgermeister Konrad Ochs (CSU) begrüßte zur Vorstellung und Verabschiedung des Haushalts 2019 die Kämmerin Manuela Holm in der Gemeinderatssitzung. Die gute Botschaft ist, dass Kunreuth auch 2019 wieder einen schuldenfreien Haushalt vorlegen kann, über Rücklagen von 1,235 Millionen Euro und eine freie Finanzspanne von 244.000 Euro verfügt. Der Gesamthaushalt umfasst 4,261 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 2,438 Millionen Euro, eine Steigerung von 112.850 Euro, auf den Vermögenshaushalt 1,823 Millionen Euro, das sind fast 500.000 Euro mehr gegenüber 2018. Die wichtigsten Einnahmen sind die Einkommenssteuerbeteiligung mit 988.000 Euro, 60.000 mehr als 2018. Die Schlüsselzuweisung erhöht sich von 385.000 Euro auf 447.000. Fast gleich bleiben die Gewerbesteuer mit 145.000 Euro, die Grundsteuer B mit 99.000 und die Grundsteuer A mit 16.000 Euro. An Investitionspauschale sind 126.000 Euro zu erwarten.

Größte Ausgaben

Diesem Block steht als größter Ausgabenposten die Kreisumlage mit 560.000 Euro gegenüber. Die VG-Umlage erhöht sich auf 143.000 Euro, was eine Pro-Kopf-Umlage von 99,40 Euro bedeutet. Die Betriebskosten Abwasser belaufen sich auf 92.000 Euro. Der Vermögenshaushalt zeigt bei den Investitionen den größten Ausgabeposten beim geplanten Feuerwehrgerätehaus Weingarts mit 200.000 Euro auf. Weitere 300.000 Euro sind im Investitionsprogramm 2020 dafür vorgesehen. Dazu kommt 2019 Geräteausrüstung für rund 70.000 Euro.

Sanierung der Straßen

Jeweils mit 100.000 Euro schlagen die Sanierung von Gemeindestraßen, Arbeiten in Zusammenhang mit der Sanierung der Staatsstraße, die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Regensberg und die Erschließung des Baugebietes am Mühlbach in Weingarts zu Buche, wo im Gegenzug aber Einnahmen von 67.000 Euro erwartet werden. Der Kanalbau für die Beseitigung von Fremdwasser im Abwasserkanal wird ebenfalls mit 100.000 Euro veranschlagt. Länger beschäftigen wird die Gemeinde Kunreuth wie die gesamte Verwaltungsgemeinschaft Gosberg die Sanierung der Regenentlastungsanlagen. Dafür sind 150.000 Euro eingestellt. Für die nächsten drei Jahre geht man von weiteren Kosten in Höhe von insgesamt 625.000 Euro aus.

Pflegeheim in Kunreuth

Langsam nimmt auch das Projekt Pflegeheim Diakonie in Kunreuth Gestalt an. Für die Erschließung sind Kosten von 75.000 Euro eingeplant. Der Gemeinderat verabschiedete die Haushaltssatzung einstimmig, ebenso Finanzplan und Investitionsprogramm.

Mangel an Bauplätzen

Andreas Antes sprach den Mangel an Bauplätzen in Weingarts an. Es gebe einheimische Bauwillige, die wegziehen, wenn hier kein Angebot geschaffen werde. Bürgermeister Ochs verwies auf das Problem, dass Grundstücksbesitzer nicht bereit seien, zu verkaufen. Es sei eben ein ständiger Prozess, in dem man Lösungen suchen müsse.

Bernd Wohlhöfer mahnte an, im Bereich Ermreus die Bankette zu mähen. Das hohe Gras bedeute ein Verkehrsrisiko, gerade was auch das Wild angehe. Bürgermeister Ochs nahm den Punkt auf. Aufgreifen werden Wohlhöfer und Andreas Antes auch das Thema Organisation Ferienprogramm. Der jährliche Gemeindeausflug soll dieses Jahr am 21. September in den Bayerischen Wald führen. Wesentliches Ziel ist die 2000-Seelen-Gemeinde Blaibach. Das kleine Dorf hat es vor etlichen Jahren gewagt, den maroden Ortskern für rund drei Millionen Euro zu sanieren.

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