Kunreuth
Gemeinderat

Kunreuth bleibt schuldenfrei, Feuerwehr begehrt auf

Die Verabschiedung des Haushalts 2018 stand im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung von Kunreuth.
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Symbolfot: Patrick Seeger/dpa
Symbolfot: Patrick Seeger/dpa
Bürgermeister Konrad Ochs (CSU) begrüßte Manuela Holm als neue Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Gosberg. Sie trug das Zahlenwerk vor. Demnach schließt der Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 3,68 Millionen Euro.

Für Betriebskosten Abwasser sind 130.803 Euro eingestellt, nachdem 2017 die vergleichbar Summe nach Forchheim abzuführen war. Die freie Finanzspanne beträgt 125.000 Euro. Die VG-Umlage beläuft sich auf 132.400 Euro. Für Grundsteuereinnahmen sind 113.000 Euro angesetzt, für Gewerbesteuer 150.000 Euro. An Einkommenssteuerbeteiligung sind 928.000 Euro, an Schlüsselzuweisung 385.000 und an Einkommenssteuerersatz 69.000 Euro angesetzt. Die Schulverbandsumlage wird mit 124.000 Euro erwartet.

Die Kreisumlage als größter Posten bewegt sich mit 555.086 Euro auf Vorjahresniveau. "Die Gemeinde Kunreuth war und bleibt auch im laufenden Jahr ohne Kreditaufnahme und ist schuldenfrei, wir haben wieder einen soliden Haushalt erstellt", stellte Konrad Ochs zufrieden fest.

Größter Posten im Vermögenshaushalt ist die Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus in Weingarts mit 100.000 Euro. Mehr ist nach Meinung der Verwaltung dieses Jahr nicht umsetzbar. 2019 sind die restlichen 150.000 Euro vorgesehen.

Ein neuer Flächennutzungsplan, der gerade in Arbeit ist, kostet 55.000 Euro. Für das Baugebiet am Mühlbach sind 100.000 Euro eingestellt, für die Erschließung des Pflegeheims der Diakonie in Kunreuth 75.000 Euro. Die Ortsstraßen von Regensberg sollen mit 100.000 Euro saniert werden.

Gleichzeitig warten weitere große Aufgaben wie die Kanalsanierung. Unsicherheit verursacht die Straßenausbausatzung, wo man nicht wisse, wie es weitergeht. Die Sanierung Regensberg habe man nach München gemeldet.


Kopfzerbrechen wegen Gastschüler

Kopfzerbrechen macht auch der drohende Abgang eines einzuschulenden Kindes aus Ermreus, das gastweise nach Effeltrich gehen soll. Die Grundschule in Mittelehrenbach, zu der Kunreuth gehört, hätte für das kommende Schuljahr mit 29 Kindern die Möglichkeit von zwei ersten Klassen. Geht ein Kind ab, müsste man mit einer großen Klassen und 28 Kindern Vorlieb nehmen, was weder Eltern noch Gemeinde begeistern kann. Deshalb wurde der Antrag zunächst abgelehnt. Man hofft, Wege zu finden, dass doch noch zwei Klassen zustandekommen.

Eine Bauleitplanung aus Pinzberg vom Bereich "Bioenergie Werner" lag zur Kenntnisnahme vor. Vier Gemeinderäte stimmten ohne Angabe von Gründen gegen das Projekt, was aber die Minderheit ist.


Ungeduld bei der FFW Weingarts wächst

Nicht einverstanden war eine Gruppe von Feuerwehrleuten aus Weingarts mit der zeitlichen Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses. Sie verfolgte die Sitzung aufmerksam und erhielt am Ende das Wort. "Wir wollten schon dieses Jahr einen Geburtstag drin feiern", schallte es aus der Gruppe. "Dafür sind wir nicht zuständig", konterte Ochs. Es entstand eine emotionsgeladene Diskussion.

Die Weingartser Räte stellten sich auf die Seite ihrer Feuerwehrler. Gemeinderat Reinhard Spörl warf dem Bürgermeister vor, immer nur zu vertrösten. Neben dem neuen Feuerwehrhaus forderten die Vertreter der Wehr mit ihrem Sprecher Stefan Siebenhaar auch gleich noch ein neues Mannschaftstransportfahrzeug. Nur in Verbindung damit bekomme man mit dem zweiten Stellplatz im Gerätehaus die bestmögliche Förderung. Dem widersprach Georg Ochs. Er habe entsprechende Gespräche mit den verantwortlichen Stellen geführt und die Fördermöglichkeiten abgeklärt. Jetzt müsse erst einmal der Flächennutzungsplan genehmigt sein, dann werde man Schritt für Schritt vorgehen.

"Im Gemeindebereich haben wir drei Feuerwehren zu bedienen und im Auge zu behalten", sagte der Bürgermeister. Ochs mahnte besonnenes Vorgehen an: "Wir haben einen soliden Haushalt und ich möchte auch künftig keinen schlaflosen Nächte haben,"
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