Obertrubach
Kirche

Kreuz auf der neuen Naturbühne in Obertrubach geweiht

Eine Familie aus Obertrubach hat vor einem Steilhang eine Naturbühne errichtet, geeignet für Aufführungen und auch als Ort für Gottesdienste.
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Ökumenischer Gottesdienst mit Kreuzsegnung auf der neuen Naturbühne in Obertrubach Foto: Franz Galster
Ökumenischer Gottesdienst mit Kreuzsegnung auf der neuen Naturbühne in Obertrubach Foto: Franz Galster
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Zunächst schickte Pfarrer Werner Wolf (Obertrubach) seinen Dank hinauf an den Herrgott für das ideale Wetter beim ökumenischen Gottesdienst mit Kreuzweihe in Obertrubach. Dann begrüßte er besonders den evangelischen Mitzelebranten Ulrich Böhm aus Betzenstein. Er freute sich, dass auch die beiden Bürgermeister Markus Grüner (CSU) aus Obertrubach und Claus Meyer aus Betzenstein (FW) mitfeierten. Viele Besucher waren aus beiden Pfarreien gekommen. Wolf nannte sie bewusst Brüder und Schwestern. Bei jeder Gelegenheit betont er seine Hoffnung, die Kirchen mögen wieder zusammenwachsen in ihrer ganzen Vielfalt. Längst wurde der ökumenische Gottesdienst ein guter Brauch und ist Ausdruck einer innigen Nachbarschaft zwischen Obertrubach und Betzenstein. Neu war aber dieses Mal der Ort, eine Wiese am Ortsausgang in Obertrubach Richtung Bärnfels gelegen, eindrucksvoll vor einem Felsmassiv mit dem vielsagenden Namen Altarstein. Eine romantische Atmosphäre, die so sehr den Reiz und die Faszination der Fränkischen Schweiz ausmacht. Vor kurzem hatte die Familie Bernd Reichel vor diesem Steilhang eine Naturbühne errichtet, ideal geeignet für Aufführungen diverser Art und besonders auch als Ort des Altars für den Gottesdienst. Er stand unter dem Motto "Der Herr, mein Fels, meine Burg mein Erretter". Die Jugendblaskapelle Obertrubach gestaltete den festlichen Vormittag musikalisch.

Kollekte wird gespendet

Pfarrer Böhm hatte sich im Vorfeld mit seinem katholischen Amtsbruder darauf geeinigt, dass die gesamte Kollekte der evangelischen Aktion "1 +1 mit Arbeitslosen teilen" zugutekommt. Auf jeden gespendeten Euro legt die evangelische Kirche einen Euro drauf. Passend auch zur Umgebung bemühte Pfarrer Werner Wolf in seiner Predigt die Gesteinskunde. Er sprach über die Steine, die eine vielseitige Sprache sprächen, obwohl sie so hart und anorganisch wirkten. Wolf erinnerte an Marksteine, Gedenksteine und viele weitere Formen. Letztlich sei auch Christus ein Stein, der alles zusammenhalte, auch die Ökumene. "Ein Eckstein für uns Christen", formulierte es Pfarrer Böhm.

Die Segnung

Zusammen begaben sich die beiden Pfarrer zum neu geschaffenen Kreuz, seitlich provisorisch aufgestellt, um es zu segnen. Anita Wiedow-Schmid aus Geschwand hatte es zu diesem Anlass mit schönen Girlanden geschmückt. Es ist eine Stiftung der Familie von Bernd Reichel (Obertrubach). "Vor zwei Jahren kam uns die Idee einer Naturbühne. Und natürlich gehört am Altarstein auch ein Kreuz dazu", sagte der Spender. Am Altarstein selbst wehten an diesem Tag hoch oben die Fahnen der katholischen und evangelischen Kirche. Genau an diese Stelle soll in den nächsten Tagen mit entsprechenden technischen Hilfsmitteln das rund 180 Kilogramm schwere Metallkreuz gehievt und festgemacht werden. Reinhard Fett aus Geschwand hatte das Kreuz fachmännisch und ehrenamtlich hergestellt. Helmut Weidner aus Gößweinstein lieferte den Metallfuß. "Alles in allem", so freut sich Bernd Reichel, "fand das Vorhaben ein sehr breites Echo und viele helfende Hände. Wie das eben in Obertrubach so üblich ist." Anschließend fanden sich die Besucher zum gemütlichen Gedankenaustausch bei Bewirtung zusammen.

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