Hetzles
Neujahrsempfang

Kreis Forchheim: Verdienste um Trachten, Kommune und Kirche erworben

Beim Neujahrsempfang in Hetzles sind zwei Bürger, die sich um das Gemeinwohl sehr verdient gemacht haben, geehrt worden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei der Ehrung (von links):  Bürgermeister Franz Schmidtlein, Maria Gütlein und Johann  Bayer Foto: Karl Heinz Wirth
Bei der Ehrung (von links): Bürgermeister Franz Schmidtlein, Maria Gütlein und Johann Bayer Foto: Karl Heinz Wirth

Gut gefüllt war der Saal im Feuerwehrhaus Hetzles, als Bürgermeister Franz Schmidtlein (BHH) viele Hetzleser Bürger, darunter Pfarr- und Gemeinderäte sowie Abordnungen der Vereine, begrüßte. Es war sein letzter Neujahrsempfang als Gastgeber. Schmidtlein, der nicht mehr kandidiert, nutzte das Treffen, um sich zu bedanken und Bilanz zu ziehen. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Susanna Braun (Gitarre) und Hanna Braun (Klavier). Franz Schmidtlein sagte in seiner Ansprache: "Eigentlich geht es uns in Europa, Deutschland, Bayern und in unserer Gemeinde immer noch sehr gut, trotz mancher pessimistischer Prognosen von Bundespolitikern und Wirtschaftsexperten im ersten Halbjahr 2019." Das Gemeindeoberhaupt warnte auch vor einer Spaltung der Gesellschaft durch den Druck einer Kapitalmaximierung auf der einen Seite und der sozialen Ungerechtigkeit auf der anderen. "Wir können Vergangenes nicht ändern, aber wir können unsere Zukunft gestalten", meinte er im Hinblick auf die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen in Hetzles. "Wir stehen gut da und sind fast schuldenfrei", verkündete er. Viele große Projekte seien 2019 umgesetzt worden. Schmidtlein erinnerte an den Bau der Hackschnitzelheizung, die Sanierung der Grundschule, die Fertigstellung des Trinkwasserbehälters und die anstehende Krippenerweiterung. Der Schwerpunkt liege nach wie vor auf der Kinderbetreuung: "Wenn wir jungen Menschen und Familien Perspektiven bieten, dann hat Hetzles Zukunft." Den Neujahrsempfang nutzt Hetzles immer, um Bürger zu ehren, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. "Wir ehren mit Maria Gütlein eine Mitbürgerin", erklärte Schmidtlein, "die viel für das Gemeinwohl tut." Sie singt im Kirchenchor, ist Gründungsmitglied des Gesangvereins und geht seit 25 Jahren im Rahmen des Ferienprogramms mit Kindern zum Wurzbüschelsammeln. Ihre Liebe zur Tradition zeigt sich auch bei den Hetzleser Trachten. "Wenn wir uns an Fronleichnam, hohen Feier- und Festtagen an historischen Trachten und Brautkronen erfreuen, ist den wenigsten bewusst, wie viel Arbeit damit verbunden ist. Seit 45 Jahren übernimmt sie jedes Jahr diese Aufgabe", führte der Bürgermeister aus. Daher hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, Maria Gütlein für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Brauchtumspflege mit der Gedenkmünze zu ehren. Für das jahrzehntelange öffentliche Wirken um das Gemeinwohl überreichte Bürgermeister Schmidtlein Johann Bayer nach der Laudatio die Gedenkmünze der Gemeinde Hetzles, bevor sich beide Geehrten in das Goldene Buch der Gemeinde eintrugen. Johann Bayer wurde 1972 erstmals in den Gemeinderat gewählt und übte dieses 36 Jahre lang aus. In den Jahren 1990 bis 2002 war er stellvertretender Bürgermeister. Dafür wurde ihm 1998 in Anerkennung seiner Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung die Dankesurkunde durch den damaligen Landrat verliehen. 1975 wurde Johann Bayer in den Pfarrgemeinderat gewählt und war bis 1995 dessen Vorsitzender.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren