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Kleinsendelbach
Sanierung

Kreis Forchheim: Unverwechselbares Juwel bleibt erhalten

Das über 200 Jahre alte Rathaus in Kleinsendelbach - als Schule erbaut - ist grundlegend renoviert und modernisiert worden.
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Das fertig sanierte Rathaus in Kleinsendelbach  Foto: Karl Heinz Wirth
Das fertig sanierte Rathaus in Kleinsendelbach Foto: Karl Heinz Wirth

Die abgeschlossene energetische und barrierefreie Generalsanierung des Rathauses in Kleinsendelbach war der Aufhänger fürs Feiern. Eine stattliche Anzahl von Ehrengästen bevölkerte das Rathaus. Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK) begrüßte MdB Thomas Silberhorn, MdL Michael Hofmann, Landrat Hermann Ulm (alle CSU) sowie alle Bürger, die gekommen waren, ihr neues Rathaus zu besichtigen. Das über 200 Jahre alte Gebäude erstrahlt nach über zwei Jahren Bauzeit in neuem Glanz. Durch den Einsatz von Landrat Ulm seien viele Gemeinden in den Genuss einer Förderung durch das Kommunalinvestitionsprogramm II gekommen, berichtete Bürgermeisterin Werner. Auch Kleinsendelbach erhielt aus diesem Fördertopf Mittel für die energetische und barrierefreie Sanierung des Rathauses. Das heutige Rathaus wurde 1809 als Schule für Kleinsendelbach erbaut. 1909 wurde der Anbau errichtet, in dem sich nun der neue Sitzungssaal befindet, der bis 1961 als großes Klassenzimmer mit einem Holzofen in der Mitte genutzt wurde, bevor die neuerbaute Schule mit drei Klassenzimmern bezogen werden konnte. Die Sanierung umfasste den Dachstuhl, den Einbau neuer Fenster, die Erneuerung der Fußböden, eine Feuchtigkeitssanierung sowie den Estrich . Um das äußere Erscheinungsbild zu erhalten, erfolgte die energetische Sanierung an den Innenwänden. Ein neues Heizungssystem und eine Behindertentoilette wurden eingebaut und im Altbau die Toiletten komplett erneuert.

Glasfaserausbau

Der Glasfaserausbau in der Gemeinde ermöglichte es im Zuge der Rathaussanierung, alle Räume im mit schnellem Internet auszustatten. "Kurz gesagt: Alles ist auf dem neuesten Stand", freute sich die Rathauschefin. Dies betrifft auch die Beleuchtung sowie einen neuen Raum für die Pfadfinder mit kleiner Küche und Toilette. Die gesamte Anlage um das Gebäude wurde mit Behindertenparkplatz und Zugang neu gestaltet. Der Weg von der Mittelbeschaffung 2017 bis zum Abschluss 2019 sei mühsam gewesen., meinte Werner. "Deshalb gilt mein Dank dem Planungsbüro Glauber und Rosbigalle, die immer präsent waren, sowie meinem Stellvertreter Josef Elsinger, den beiden Gemeindemitarbeitern Jochen und Christian Dressel sowie der Verwaltung, die immer vor Ort waren" sagte die Bürgermeisterin, "viele Bürger haben mir bestätigt, dass die Sanierung des Rathauses sehr gelungen ist. Ich bin sicher, dass es die richtige Entscheidung war, diese Gebäude zu erhalten und nicht wie gefordert abzureißen und einem einfachen Zweckbau opfern, für den es keinerlei Zuschüsse gegeben hätte. Wenn auch fast alle Entscheidungen im Gemeinderat im Hinblick auf die Sanierung mit 7:6 abgestimmt wurden, sind wir doch stolz, dass es uns gelungen ist, dieses ortsbildprägende Gebäude zu erhalten." Für Bürgermeisterin Gertrud Werner ist das alte Schulhaus ein "unverwechselbares Juwel, ein Gebäude, das die Geschichte Kleinsendelbachs zum Sprechen bringt" und der Nachwelt erhalten bleiben muss. Die Kosten belaufen sich auf circa 540.000 Euro, gefördert mit 279.000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm. Die kirchliche Segnung lag in den Händen von Pfarrerin Sabrina Kielon und Pfarrer Joachim Cibura. Sie baten um "Gottes Schutz und Segen für alle, die hier ein- und ausgehen". Es sei in Ordnung, wenn an diesem Ort auch mal gestritten werde, doch das müsse friedlich geschehen und mit Respekt vor der Haltung des anderen. Die Bevölkerung hatte anschließend Gelegenheit, sich beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild vom neuen Aussehen des Rathauses zu machen.

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