Heroldsbach

Kreis Forchheim: Sie stricken wie die Weltmeister für einen guten Zweck

Die Seniorinnen des Aktivkreises Heroldsbach haben ihre 10.000 Decke gestrickt. Früher gingen die wärmenden Spenden nach Südamerika, jetzt nach Osteuropa.
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Unter den Stricksachen ist die 10.000. Decke aus Heroldsbach dabei. Foto: Gemeinde Heroldsbach
Unter den Stricksachen ist die 10.000. Decke aus Heroldsbach dabei. Foto: Gemeinde Heroldsbach
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Die Strickerinnengruppe des Aktivkreises Senioren in Heroldsbach hat allen Grund zum Feiern: Die sage und schreibe 10.000 Decke wurde zugunsten von gemeinnützigen und sozialen Zwecken fertiggestrickt.

Die fleißigen und ehrenamtlichen Seniorinnen durften bereits in der Vergangenheit viele Erfolge feiern, die anderen Menschen zugutekommen. Doch in diesem Jahr strickten sie die weltmeisterliche 10.000 Decke fertig.

Dies war ein ganz besonderer Anlass, der bei einer gemütlichen Feierstunde bei Kaffee und Kuchen im Heroldsbacher Pfarrheim gewürdigt wurde. Ottilie Meßbacher, die Chefin der Strickerinnengruppe, freute sich ganz besonders und gratulierte allen anwesenden Seniorinnen. Unter den Gästen waren auch Pfarrer Klaus Weigand, der Bürgermeister Edgar Büttner (SPD) mit seiner Frau Ingrid, Sebastian Kramer von der Gemeinde Heroldsbach, die gemeindliche Seniorenbeauftragte und Vorsitzende des Aktivkreises, Erika Schneider, sowie Gundula Carlheim vom Pfarrgemeinderat.

Einige seit 1991 dabei

Schon seit vielen Jahren - einige bereits seit 1991 - setzt sich ein kleiner Kreis von Seniorinnen mit bewundernswertem Fleiß für soziale Zwecke ein. Gerade in der kalten Jahreszeit hilft es armen, bedürftigen und kinderreichen Familien, sich mit den so liebevoll gestrickten Decken zu wärmen. In den ersten Jahren wurden die Decken nach Forchheim ins Kloster zu Pater Bruno Richter gebracht, der sie nach Brasilien weiterleitete. Nachdem die dortige Einfuhr immer schwieriger wurde, gehen die Decken jetzt mit anderen Hilfsgütern nach Osteuropa, die dann dort an Hilfsbedürftige verteilt werden.

Neben Decken werden auch wunderschöne Babysachen sowie Söckchen und Socken gestrickt. Bereits im Juni 2010 waren die Strickerinnen in Bamberg durch Erzbischof Ludwig Schick für ihr Engagement geehrt worden. Als besondere Anerkennung und Würdigung dieses Einsatzes überreichten nun der Bürgermeister, die Seniorenbeauftragte und der Pfarrgemeinderat ein Geldgeschenk. Und damit "die Arbeit nicht ausgeht", wurden den Strickerinnen einige Tüten, gefüllt mit verschiedenster Wolle, zum Weiterverarbeiten geschenkt.

Damit den Damen das Material nicht ausgeht, sind sie für Spenden sehr dankbar. Auch Stricksachen, die nicht mehr gebraucht werden, nehmen sie gern an und trennen sie auf. Gut geeignet sind auch Wollreste, die so eine nützliche Verwendung finden.

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