Hallerndorf
Gemeinderat

Kreis Forchheim: Schadstoffbehandlung in der Schule nun in einer Hand

Die mit Schadstoffen belastete Grundschule in Hallerndorf wird bis auf den Rohbau zurückgebaut. Eine der beteiligten Firmen hat sich zurückgezogen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Schule in Hallerndorf Foto: Barbara Herbst
Die Schule in Hallerndorf Foto: Barbara Herbst

Sämtliche Bauanträge, die den Hallerndorfer Gemeinderäten auf ihrer ersten Sitzung direkt nach den Sommerferien vorlagen, wurden einstimmig befürwortet. Das galt auch für das Nachtragsangebot zur Sanierung der Grund- und Mittelschule Hallerndorf.

Das Büro Anbus-Analytik hatte den ersten Bauabschnitt auf Schadstoffe untersucht und die Ergebnisse jeweils aktualisiert an das Ingenieurbüro Konopatzki/Edelhäuser gemeldet. Da bisher die Aufträge sämtlich an die Firma Steringer vergeben wurden, empfahl Andreas Konopatzki, den Auftrag an diese Firma zu erweitern und mit dem Schadstoffausbau sämtlicher Bereiche im ersten Bauabschnitt zu beauftragen.

Kosten reduzieren sich

"Wir bauen das Gebäude hier bis auf den Rohbau zurück", erklärte Konopatzki. Lediglich die tragenden Gebäudeteile bleiben und die in ihnen befindlichen Schadstoffe werden eingekapselt. Die dafür entstehenden Mehrkosten betragen 66 465 Euro. Diese reduzieren sich allerdings um 12 000 Euro, rechnete der Architekt vor. Die Minderung kommt zustande, weil die vorher mit den Arbeiten beauftragte Firma diese nicht mehr ausführen wird. Somit arbeitet lediglich ein Unternehmen im Schadstoffbereich, es gibt nur einen Ansprechpartner und es werden andernfalls nötige Reinigungsarbeiten eingespart.

Das Unternehmen wird auch den Nachtspeicherofen in der alten Turnhalle zum Angebotspreis von 9936 Euro - 3332 Euro weniger als das ursprünglich vorliegende Angebot - ausbauen, beschlossen die Gemeinderäte einstimmig. Da die bisher beauftragte Firma selbst vom Auftrag zurücktrat, da nach Bekanntwerden der Asbestbelastung ihre bisherige Kalkulation nicht mehr zutrifft, entstehen damit für die Gemeinde keine Kosten, versicherte Konopatzki auf Nachfrage von Werner Fischer (WG Hallerndorf).

Informationstechnik Franken

Mit einer Gegenstimme beschlossen die Gemeinderäte den Beitritt Hallendorfs zum Zweckverband Informationstechnik Franken. An diesen sollen sowohl die Aufgaben des Datenschutzbeauftragten als auch des Informationssicherheitsbeauftragten übertragen werden. Für den Beitritt fallen einmalig 1000 Euro Gebühr an. Dazu kommen jährlich 400 Euro Verbandsumlage und 2815 Euro für die Aufgaben von Datenschutzbeauftragtem und Informationssicherheitsbeauftragten. "Das sind insgesamt 48 Stunden jährlich zu einem Stundensatz von 58 Euro", erläuterte Kämmerer Christian Schmidt. Er betonte, dass sich die Verwaltung und damit die Gemeinde um die Sicherheit sämtlicher Daten im Haus kümmern muss.

"Könnten wir uns als Gemeinde dafür nicht mit anderen Gemeinden als Alternative zum Zweckverband zusammenschließen?", wollte Werner Fischer wissen. Da der Landkreis Forchheim im Gegensatz zum Landkreis Bamberg über keine entsprechenden Fachkräfte verfüge, gebe es nur wenig andere Möglichkeiten, versicherte Schmidt.

Für den Friedhof in Willersdorf

Für den Friedhof in Willersdorf vergaben die Gemeinderäte der Baumschule Schmidtlein aus Effeltrich den Auftrag zur Bepflanzung. Diese hatte mit 7073 Euro das günstigste Angebot vorgelegt.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren