Weißenohe

Kreis Forchheim: Projekt Nahwärmeversorgung für den Klimaschutz

Mit der Nahwärmeversorgung wird die Gemeinde Weißenohe ein Projekt in die Wege leiten und will damit ihren Teil zum Klimaschutz beitragen.
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Bis zum Plärrer in Weißenohe soll die Nahwärmeversorgung gehen. Foto: Petra Malbrich
Bis zum Plärrer in Weißenohe soll die Nahwärmeversorgung gehen. Foto: Petra Malbrich

Weißenohe ist auf einem guten Weg, was das Energiesparen betrifft. "Heuer werde die letzten 48 Straßenlampen auf LED umgestellt", kündigte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA/FW) an. Dann ist das gesamte Gemeindegebiet mit energiesparenden Leuchten ausgestattet. Zu spüren sei es jetzt bereits. "Wir haben vergangenes Jahr schon über 10.000 Euro gespart", sagte Braun. Den Grund für diesen Rückblick gab Ralf Deuerling von der Firma Energievision Franken. Zusammen mit den Nachbarkommunen Gräfenberg, Igensdorf und Hiltpoltstein bildet Weißenohe die Energieregion Südliche Fränkische Schweiz. Die Kommunen wollen Vorreiter in Sachen Klimapolitik werden. Dazu wurde der Bestand genau untersucht und aufgezeigt, wo weiter in klimafreundliche Energie investiert werden könnte, auf kommunaler und privater Ebene. Denn wenn auch die Firma Ikratos-Solar ihren Firmensitz in Weißenohe hat, so sind doch noch viele Dächer frei, um künftig möglicherweise mit Photovoltaikanlagen (PV) ausgestattet zu werden. Gerade jetzt wurden nochmals Fördertöpfe aufgemacht für Privatbesitzer, die ihre Altheizung austauschen möchten oder eben Solarpanele zur Stromerzeugung aufs Dach montieren. Die Bürger dazu animieren, das hat sich der Gemeinderat nun auf die Fahne geschrieben. Die Kommune will mit gutem Beispiel vorangehen. Wenngleich die kommunalen Gebäude bereits mit PV ausgestattet sind und E-Ladesäulen vorhanden sind, so kann die Gemeinde mit dem geplanten Nahwärmenetz einen weiteren Schritt für den Klimaschutz gehen. Die Nahwärmeversorgung ist das nächste große Projekt. Ideen sind bereits vorhanden. So soll beim alten Bauhof die Zentrale entstehen, mit einem Hackschnitzelheizwerk beispielsweise. Von dort aus sind zwei Trassenführungen geplant: eine von der Weiherstraße bis zum Plärrer, die andere auf der anderen Seite hinweg über die kommunalen Grundstücke zum Kloster und zur künftigen Chorakademie. Die kirchlichen und gemeindlichen Einrichtungen wie das Rathaus würden dann über die Nahwärme versorgt werden. Und auch hier sollen anliegende Bürger die Möglichkeit haben, anschließen zu können.

Haushalt

Die Gemeinde Weißenohe baut weiter Schulden ab und wird ihren Haushalt im siebten Jahr in Folge, ohne Schulden aufnehmen zu müssen, verabschieden. Neue Investitionen sind nicht geplant. Die anstehenden Investitionen ergeben sich aus dem, was im alten Jahr nicht geschafft wurde. Bei der Chorakademie ist man bei den Vorplanungen. Der Beginn des Baus wird auf Ende 2021 datiert. Im neuen Baugebiet "Webergarten" wird mit der Erschließung begonnen, ab Oktober sind die Plätze frei zum Bebauen. Und auch der Lillinger Weg wird fertiggestellt. Zudem will Weißenohe weiter in Wasser und Kanal investieren.

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