Dormitz
Infrastruktur

Kreis Forchheim: Nepomukbrücke nach acht Monaten Sperre wieder frei

Die Innerortsverbindung in Dormitz ist nach insgesamt achtmonatiger Sperrung gesegnet und für den Verkehr freigegeben worden.
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Bürgermeister Holger Bezold und Vertreter der ausführenden Unternehmen schneiden das Band durch und geben die Nepomukbrücke offiziell für den Verkehr frei.  Foto: Karl Heinz Wirth
Bürgermeister Holger Bezold und Vertreter der ausführenden Unternehmen schneiden das Band durch und geben die Nepomukbrücke offiziell für den Verkehr frei. Foto: Karl Heinz Wirth

Mit dem Lied "Großer Gott, wir loben dich" eröffnete die Neunkirchener Blaskapelle am Tag der Deutschen Einheit die Feierstunde anlässlich der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten an der Nepomukbrücke in Dormitz.

"Es ist ein schöner Tag", sagte Bürgermeister Holger Bezold (FW), auch wenn er wettermäßig nicht gerade optimal ausfalle. Bezold begrüßte neben zahlreichen Ehrengästen und Einwohnern Vertreter der beteiligten Firmen sowie die Geistlichkeit, Pfarrer Joachim Cibura und Pfarrerin Gerhild Rüger.

Der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit habe für Dormitz aus seiner Sicht eine doppelte Bedeutung. "Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Nepomukbrücke ist Dormitz wieder miteinander vereint. Diese Baustelle hat uns aufgezeigt, wie wichtig diese Brücke als Bindeglied und Hauptverkehrsachse der zwei Ortshälften von Klein- und Großdormitz für uns alle ist", sagte Bezold.

Bis die ersten Bagger anrollen konnten, waren viele bürokratische Hindernisse zu beseitigen, die den Beginn der Sanierungsarbeiten immer wieder hinauszögerten. Bürgermeister Bezold erinnerte daran, wie es noch vor einigen Monaten hier ausgesehen hatte: Da war die Nepomukbrücke noch eine einzige Baustelle, die Bewohner von Kleindormitz mussten weite Umwege über den Landkreis Erlangen-Höchstadt in Kauf nehmen, um ihre Häuser zu erreichen.

"Nun stehen wir hier vor unserer ortsprägenden sanierten Nepomukbrücke, die bei näherer Betrachtung einfach eine Augenweide ist. Hier ist etwas geschaffen worden, das unser Dorf modern und interessant macht", meinte Bezold.

Weite Umwege für Anwohner

Für alle Bewohner und Anlieger, die von der Hauptstraße in das Siedlungsgebiet entlang der Sebalder Straße müssen, ist die Zeit der weiten Umwege vorbei. In zwei Bauabschnitten wurden die umfangreichen Sanierungsarbeiten unter Vollsperrung (2018 zwei Monate und 2019 sechs Monate) durchgeführt.

"Möge so manchem dieser Zeitraum auch sehr lange vorgekommen sein, so wurden die Arbeiten unter Einhaltung des Bauzeitenplans mit nur einer Woche Verzögerung termingerecht abgeschlossen", betonte der Bürgermeister.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 750 000 Euro, wobei die Gemeinde mit 300 000 Euro Fördergeldern unterstützt wird. Die Nepomukbrücke wurde durch die Sanierung nicht nur statisch verbessert, sondern ist aus ein richtiger Hingucker geworden. Einen besonderen Dank richtete Bezold an die ausführenden Unternehmen, Bauleitung, Bauüberwachung, Projektleitung und Olaf Drescher von der Bauverwaltung.

Pfarrerin Gerhild Rüger und Pfarrer Joachim Cibura erinnerten in ihren Worten, bevor sie dem Bauwerk den Segen erteilten, dass die Brücke ein Bauwerk sei, das verbinde, symbolisch für die Überwindung von Hindernissen stehe und Getrenntes wieder zusammenführen solle.

Mit dem Durchschneiden des Bandes wurde die Nepomukbrücke offiziell für den Verkehr freigegeben. Anschließend pflanzten die beiden Kirchenvertreter zusammen mit Bürgermeister Holger Bezold gemeinsam neben der Brücke noch einen "Einheitsbaum" (Moorahorn).

"Einheitsbuddeln"

Beim "Einheitsbuddeln" handelt es sich um eine Aktion für eine große Baumpflanzaktion, die anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit vom diesjährigen Gastgeber Schleswig-Holstein ins Leben gerufen wurde. Diese Aktion wurde auch in Dormitz unterstützt unter dem Motto "Wir pflanzen gemeinsam einen Baum, für das Klima, für dich und deine Familie".

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