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Dormitz
Gotteshaus

Kreis Forchheim: Millionensanierung der Kirche Dormitz beginnt

Die Kirchensanierung in Dormitz wird 1,4 Millionen Euro kosten. 2017 war ein Teil der Stuckdecke heruntergestürzt. Bei der Untersuchung zeigten sich weitere schadhafte Stellen im Dach und im Kirchturm.
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Derzeit ist ein Sicherungsnetz unter der schadhaften Stuckdecke im Langhaus gespannt.  Fotos: rm
Derzeit ist ein Sicherungsnetz unter der schadhaften Stuckdecke im Langhaus gespannt. Fotos: rm
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In den nächsten Tagen wird die Sanierung der Dormitzer Pfarrkirche "Zu Unserer lieben Frau" beginnen. Es sind an Kirchturm, Dach und der Stuckdecke umfangreiche Maßnahmen notwendig. Laut der beauftragten Architekten ist mit Gesamtkosten in Höhe von 1.400.000 Euro zu rechnen.

Im November 2017 war ein zwei Quadratmeter großes Stück der barocken Stuckdecke auf den Boden gestürzt. Nach einer zeitweiligen Schließung der Kirche konnte nach dem Einbau eines Sicherungsnetzes zumindest der Gottesdienst wieder in der Kirche gefeiert werden.

In der Folgezeit wurde vom Bauamt der Erzdiözese Bamberg eine statische Prüfung der Decke, des Langschiffes und des Turms veranlasst. Es zeigte sich dabei, dass neben der Dacheindeckung der beiden Gebäudeteile (Turm und Langhaus) auch die Balkenkonstruktion einiger Nachbesserungen bedarf und zahlreiche schadhafte Stellen an den Balkenköpfen ausgetauscht werden müssen.

Diözese trägt 65 Prozent

Den Großteil der anstehenden Kosten trägt nach Auskunft der Kirchenverwaltung in Dormitz die Erzdiözese Bamberg (65 Prozent). Die Eigenbeteiligung der Dormitzer Kirchenstiftung liegt bei zehn Prozent, also 140.000 Euro. Staatliche Institutionen sowie Stiftungen übernehmen voraussichtlich die restlichen 25 Prozent. Die Kostenübernahme der Erzdiözese Bamberg und der Oberfrankenstiftung (131.500 Euro) ) sind bereits zugesichert.

Sicherung des Daches

Zur Sicherung des Daches, des Turms und der historisch wertvollen und unter Denkmalschutz stehenden Stuckdecke mit den vielfältigen kirchenmalerischen Motiven wurde ein Gutachten vom Restaurator Peter Turek erstellt. Rund 40 Prozent der Stuckdecke sind gelockert und müssen mit einem speziellen Verfahren wieder verfestigt werden. Deshalb muss die Kirche wieder geschlossen werden, voraussichtlich mindestens das gesamte Jahr 2020. "Die meisten Gottesdienste werden wir dann im Pfarrheim feiern", teilte Kirchenpfleger Nikolaus Demharter mit, "einige auch in anderen Kirchen des Seelsorgebereichs, insbesondere in Kleinsendelbach."

Gestartet wird mit der Sanierung in der Kirche Mitte Februar mit dem Schutz der Kunstwerke. Danach wird ein Gerüst zunächst im Inneren zur Abstützung des Kirchendaches aufgestellt, ein wenig zeitlich versetzt folgt dann das Außengerüst. Begonnen wird mit der Sanierung am Dach. Erst wenn die Dachbalken wieder fest aufliegen und das komplette Gewicht des Daches auf der Decke lastet, wird mit der Sanierung der Stuckdecke begonnen.

Der Eigenanteil stellt für die Kirchenstiftung eine extreme Belastung dar. Deswegen wurde die Spendeninitiative "Unter einem Dach" ins Leben gerufen. Hierbei werden verschiedene Veranstaltungen angeboten, in deren Rahmen Besucher die Möglichkeit haben, für die Sanierung der Kirche zu spenden. Es handelt sich um ein buntes Programm bestehend aus Vorträgen, einer Autorenlesung, Konzerten und weiteren Veranstaltungen.

"All dies wird vielfache Einschränkungen mit sich bringen", konstatiert Kirchenpfleger Demharter, "aber ich bin sicher, dass wir gemeinsam die Herausforderungen meistern. Schließlich dürfen wir uns ja dann auch auf eine prachtvolle Wiedereröffnung freuen."

Spendenkonto

Empfänger: Katholische Kirchenstiftung Dormitz Bankverbindung: LIGA-Bank, IBAN DE70 7509 0300 0109 0380 19.

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